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Kategorie: Beamer

Einzeltest: Sony VPL-VW260ES


Die reine Lehre

Beamer Sony VPL-VW260ES im Test, Bild 1
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Angesichts des VPL-VW550, den wir vor gut einem Jahr im Test hatten, nimmt sich der neue VPL-VW260ES schon als echtes Schnäppchen aus; mit knapp 5.000 Euro kostet er gerade mal halb so viel, wie der große Bruder und wird damit für ein breiteres Publikum erschwinglich. Nur zur Erinnerung – bis vor wenigen Monaten begann der Einstieg bei Beamern mit nativer 4K-Auflösung erst bei 7.000 Euro, der VPL-VW260 markiert hier also durchaus einen Wendepunkt. Mithin waren wir gespannt, was unterm Sparstrich für den Cineasten herauskommt.

Auch Sony verwendet bis hoch zum VPL-VW11000 nahezu das gleiche Gehäuse, gefüllt mit der gleichen Technik, die je nach Preisklasse mehr oder weniger Modifikationen unterliegt. Diese betreffen beim VW260 zumeist Sparmaßnahmen, wie eine geringere Lichtausbeute oder, was schwerer wiegt, das Fehlen einer adaptiven Iris. Im Gegensatz zu den preislich ähnlich gelagerten DLP-Boliden gehört eine Motorisierung der Optik hier längst zur Standardausstattung.

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Installation

So ist der weiße Riese dann auch schnell an seinem Stammplatz, um per Fernbedienung schnell, komfortabel und vor allen Dingen akkurat auf die Leinwand eingerichtet zu werden. Der Sony wird übrigens außer im weißen auch in einem schwarzen, heimkinofreundlichen Gewand angeboten. Allerdings waren unsere Fotografen von keiner Variante angetan; egal ob weiß oder schwarz, die raue Oberfläche erwies sich als veritabler Schmutzmagnet. Den Cineasten stört das allerdings nur wenig, denn nach der Erstinstallation muss das gute Stück kaum noch angefasst werden, denn wie gesagt, die Ausrichtung auf die Leinwand geht komfortabel mithilfe der Fernbedienung über die Bühne. Hier gibt es allerdings wieder etwas zu mäkeln: Zwar liegt der große Infrarot-Geber gut in der Hand, gerade deshalb ließe sich das Steuerkreuz etwas großzügiger dimensionieren, um zu verhindern, dass man versehentlich den inneren oder äußeren Tastenring betätigt.

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Es wird sicher auch mit kleineren Fingern zu der einen oder anderen Fehlbedienung kommen. 

Aufgelöst und kontraststark

Damit erschöpfen sich allerdings schon die Kritikpunkte; auf der Habenseite gibt es neben der hervorragenden Optik mit üppigem Zweifachzoom eine native 4K-Abbildung, ohne Wenn und Aber, vor allen Dingen ohne Pixelschieberei. Umso verwunderlicher ist es da, dass der Sony ausgerechnet seitens der Auflösung an seine Grenzen stößt: Ein böser Sweep auf unserer Testdisk, also die Abbildung stetig enger werdender Schwarz-Weiß-Streifen, sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung, brachte offenbar die Signalverarbeitung des Beamers gehörig ins Schwitzen, mit der Folge, dass der Sony zu den hohen Frequenzen hin deutlich sichtbare Moiré-Artefakte produziert. Von den größeren Brüdern war ich es gewohnt, dass besagte Sweeps bis ins Feinste wiedergegeben werden, der VW260 bleibt hier hinter den größeren Brüdern zurück; ebenso wie hinter den DLP-Beamern aus der gehobenen Preisklasse, denn diese sind trotz Pixelshift in der Lage, die Linien nahezu komplett nachzuzeichnen. Gut, das sind Extremsituationen, die in normalen 4K-Bildinhalten eher selten vorkommen dürften, die entsprechenden Sequenzen und Testvideos gibt er dann auch tadellos wieder. Das erfordert keine manuelle Einstellung, der Sony erkennt am Quellsignal, ob er den erweiterten Farbraum und HDR aktivieren kann. Er erkennt sogar HLG (Hybrid Log Gamma), der wahrscheinlich der neue HDR-Sendestandard werden wird, und stellt sich automatisch darauf ein, wenn die Quelle das signalisiert. Anderenfalls kann man immer noch manuell nachbessern. Liegt dann ein HDR-Signal an, lässt sich dieses mit dem nun aktiven Schieber im Menü stufenlos zwischen 1 und 100 abstimmen. Nach einem kurzen Versuch beließ ich den Wert übrigens auf den automatisch eingestellten 76. Auch die Farbdarstellung hat der Sony voll im Blick; feinste Pastelltöne werden in allen Schattierungen und ohne sichtbare Brüche wiedergegeben, um gleich darauf das Heimkino mit satten, knackigen Farben zu füllen – grandios!

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Setup und Bildqualität

Bereits frisch ausgepackt kann der VPL-VW260 seitens der Bildqualität schon voll überzeugen, das hatte ich von Sony im Grunde auch so erwartet, dennoch ist es immer wieder bestechend, wie schnell man mit so einem Gerät an ein hervorragendes Kino-Erlebnis kommt. Die Messung des Farbraumes ergibt, dass dieser über den Normfarbraum REC.709 hinausgeht, was durchaus üblich ist, und das Potenzial des Beamers bei der Farbwiedergabe erkennen lässt. Ein Senken der Lampe in den Eco-Betrieb macht den Lüfter nahezu unhörbar und hebt auch die Farbtemperatur nur leicht von 6600 auf 6700 Kelvin an. Die Abbildung des Normfarbraums sitzt mit nur geringfügigen Abweichungen im REC.709-Farbsegel und die Farbabweichungen liegen entsprechend knapp über einem Delta E von 3. Im nächsten Schritt zeigt der Sony, wie mit nur wenig Aufwand die Farbwiedergabe weiter optimiert werden kann. Dazu wurde der Bildmodus „Referenz“ aktiviert, der Farbraum stellt sich dann automatisch auf das anliegende Signal ein, in unserem Falle wiederum auf REC.709. Der erste Eindruck vermittelte ein etwas kühleres Bild als nach dem ersten Schritt. Abhilfe schaffte hier die Auswahl des Benutzerfarbraumes 3, hier musste lediglich Blau um drei Punkte zurückgenommen werden und schon erreichten wir eine Punktlandung der Farbtemperatur auf 6600 Kelvin. Der Blick in die übrigen Messergebnisse zeigte eine fast punktgenaue Abbildung des Farbraumes in sämtlichen Sättigungsstufen. Entsprechend deutlich sank dann auch die Farbabweichung fast auf ein Delta E von 2. Das Gamma betrug unkorrigierte 2,25, was ebenfalls mustergültig ist. Derart kalibriert soll der Sony VPL-VW260 nun zeigen, was er auf die Leinwand bringt. Dazu bekam er mit unserer HDR-Testdisk richtig schwere Kost vorgesetzt, die er allerdings klaglos auf die Leinwand brachte. Ganz besonders beeindruckend vermochte der Sony die schwarzen Bildsequenzen darzustellen – tiefstes Schwarz grenzt er scharf von hellstem Weiß ab, ohne die Feinzeichnung in beiden Flächen zu vernachlässigen.

Fazit

Sony gibt nach – trotz Quasimonopol auf native 4K-Wiedergabe bietet Sony mit dem VPL-VW260ES endlich einen vernünftigen, bezahlbaren Einstieg ins echte 4K-Kino-Erlebnis mit einem Großteil des gewohnten Komforts und einer atemberaubenden HDR-Performance. Dank seiner guten Lichtausbeute sorgt der Sony übrigens auch im Wohnzimmer für Kinospaß – hier vorzugsweise im weißen Gehäuse.

Preis: um 5000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Sony VPL-VW260ES

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 5000 
Vertrieb Sony, Berlin 
Telefon 0180 5252586 
Internet www.sony.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 1500 
Lumen (gemessen im eco-mode) 800 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.05/800 
ANSI-Kontrast 488:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 16.000:1 
Ausleuchtung (in %) 97 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.76/5.66 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,38-2,83:1/2.06 
Gamma (D65) 2.25 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 49.6/19.5/46.4/14 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/310 W / 260 W (Eco) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 225 W 
Preis Ersatzlampe 280 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) k. A. / 6000/5 
Ausstattung
Projektionsprinzip LCOS (3 x 0,74" SXRD-Panel) 
Native Auflösung 4096 x 2160 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Frame-Packing (Full HD 3D), Side-by-Side, Top-and-Bottom Frame Sequential (3D Ready) 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video Nein / Nein 
...Komponenten/ SCART Nein / Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Nein / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Ja / Ja 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich vertikal +85 % -80 %, horizontal +/- 31 % 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Ja 
Formatumschaltung 4:3-Schaltung + diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480/60p, 576/50p, 720/60p, 720/50p, 1.080/60i, 1.080/50i, 1.080/60p, 1.080/50p, 1.080/24p, 3.840 x 2.160/24p, 3.840 x 2.160/25p, 3.840 x 2.160/30p, 3.840 x 2.160/50p, 3.840 x 2.160/60p, 4.096 x 2.160/24p, 4.096 x 2.160/25p, 4.096 x 2.160/30p, 4.096 x 2.160/50p, 4.096 x 2.160/60p 
Besonderheiten in weiß und schwarz erhältlich 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hervorragende Bildqualität in nativer UHD-Auflösung 
+ im Betrieb nahezu unhörbar 
- Nein 
Klasse Referenzklasse 

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