Kategorie: Blu-Ray-Player

Einzeltest: Sony UBP-X1000ES


My Best Sony

Blu-ray-Player Sony UBP-X1000ES im Test, Bild 1
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Sicher sind UHD-Player mittlerweile schon weitaus günstiger zu haben, selbst bei Sony fängt die Preisskala bereits bei knapp 300 Euro an. Der UBP-X1000ES kostet mehr als das Doppelte, außerdem ist er im Gegensatz zu den anderen Playern ausschließlich im ausgewählten Fachhandel zu bekommen. Wir wollten nun wissen, ob sich dieser Aufpreis für den ambitionierten Cineasten lohnt, und haben uns Sonys aktuellen Edelplayer genauer angeschaut.

Wie alle anderen Player ist auch der Sony X1000 weit mehr als ein bloßer Scheibendreher; schon der Blick auf das Hauptmenü räumt dahingehende Zweifel sofort aus: Hier sieht es mehr nach Browser aus als nach Laufwerk. Die Anbindung an das weltweite Videonetzwerk macht der Sony wahlweise über LAN oder kabellos über WLAN. Die wichtigsten Dienste sind dabei schon implementiert, so dass Neflix, Youtube, Amazon Video und Co.

Blu-ray-Player Sony UBP-X1000ES im Test, Bild 2Blu-ray-Player Sony UBP-X1000ES im Test, Bild 3Blu-ray-Player Sony UBP-X1000ES im Test, Bild 4
nur einen Button entfernt sind. Die reinen Laufwerksfunktionen sowohl für die Disk als auch für ein angeschlossenes USB-Laufwerk finden sich dann beinah schon verschämt in der rechten unteren Ecke. Dass man beim X1000 dennoch viel Wert auf die Hardware gelegt hat, lässt schon das Gewicht erahnen, mit dem der Player im Karton ruht. Immerhin bringt der Sony fast vier Kilo auf die Waage, das ist kaum weniger, als der direkte Konkurrent von Oppo, der UDP-203 wiegt. Auch sonst muss sich der Sony mit dem Überplayer messen lassen, schließlich liegen sie auch preislich auf gleichem Niveau.

Differenzierte Wiedergabe

Seitens des Kampfgewichts braucht der Sony also schon mal keinen Vergleich zu scheuen. Anders sieht es jedoch beim Blick auf die Rückseite aus; zwar gibt es am Sony neben den beiden üblichen digitalen Audio-Ausgängen auch einen analogen, der kann allerdings nur Zweikanaliges herausgeben und soll eine Anbindung an die vielleicht schon bestehende Stereoanlage vereinfachen. Auf ein umfangreiches, analoges Surround-Setup inklusive dedizierter Abgleichmöglichkeiten verzichtet der Sony indes. Dafür hat man dem X1000 einen zweiten HDMI-Ausgang spendiert, der ausschließlich Audiodaten überträgt, die dann ungestört von Interferenzen aus dem Videobereich dem AV-Receiver zugeleitet werden können. Damit niemand bei der ersten Einrichtung versehentlich die falsche HDMI-Buchse mit dem Display verbindet, wurde die Audio-only-Buchse werksseitig kurzerhand zugeklebt, sonst gibt es unter Umständen kein Bildsignal und damit auch kein Menü auf dem Bildschirm. Wer also das wertvolle Tonsignal separat an den Receiver geben will, reißt einfach den Aufkleber ab. Die Tonabteilung bietet ein weiteres Alleinstellungsmerkmal; wie nur noch wenige Player spielt der Sony nach wie vor SACDs ab. Die entsprechenden Scheiben werden also vor dem Schicksal des Verstaubens in der Schublade verschont. Überhaupt scheint der X1000 der Audio-Übertragung besonders verpflichtet zu sein, denn immerhin bietet er eine Bluetooth-Schnittstelle an. Das ist nun noch nichts Besonderes, diese hier ist allerdings, wie übrigens beim X800 auch, als Tonausgang ausgelegt – um irgendwelche Signale vom Smartphone auf den Player zu bringen, gibt es schließlich Features wie WiFi Direct. Nein, die Bluetooth-Schnittstelle stellt die Verbindung wahlweise zur Soundbar oder zum Kopfhörer her. Um auch bei der Bluetooth-Übertragung höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, hat man mit LDAC noch einen auf den AptX-Codec draufgesattelt. Schade nur, dass sich bislang hauptsächlich Soundbars und Kopfhörer aus dem Hause Sony auf eine entsprechende Decodierung verstehen; das kann sich ja noch ändern. Auf jeden Fall wird klar, dass sich der Player bei der Audiowiedergabe in unserem Heimkino keine Schnitzer leistet, egal ob er von der Scheibe, dem USB-Stick oder einer Onlinequelle abspielt. Er gibt jedes Mal sein Bestes, und das völlig selbstverständlich und derart unangestrengt, dass zufällig hereinlauschende Kollegen aus der HiFi-Fraktion verwundert feststellen mussten, dass da weder ein CD-Player für 800 Euro noch ein DAC für das gleiche Geld seine Arbeit macht, sondern ein Universal-Player, wenngleich auch kein billiger.

Licht und Schatten

Auch wenn der Sony die angeschlossenen Quellen korrekt erkennt und diese adäquat an Beamer oder Fernseher weiterreicht, lässt der Player dennoch viele Maßnahmen zu, um Bild und Ton zu optimieren. Direkt im Grundmenü gibt es bereits eine Auswahl, ob die Wiedergabe nun auf einem Fernsehdisplay oder einem Projektor erfolgt, was vor allen Dingen für die korrekte Wiedergabe von HDR-Inhalten sinnvoll ist, da ja gerade diese beiden Bildgeräte ziemlich unterschiedlich mit dem Signal umgehen. Auch für Besitzer von Scheiben mit 3D-Inhalten ist ebenfalls bestens vorgesorgt; der Player erkennt 3D-Inhalte automatisch und erlaubt die Anpassung an die Displaygröße. Für Filmfreunde, die gern auch das letzte Pixel aus dem Film herausholen möchten, hat Sony dem Player eine ganz besondere Schublade mit auf den Weg gegeben: Im Options-Menü gibt es neben diversen anderen Anzeige- und Auswahlmöglichkeiten auch einen direkten Zugriff auf die Bildparameter. Unter dem Menüpunkt „Bildqualität“ lassen sich Presets wie „Direkt“, „Heller Raum“, „Dunkler Raum“ und „Automatik“ auswählen, wobei „Direkt“ das Signal komplett unbeeinflusst ans Display oder den Beamer weiterleitet. Ganz besonders experimentierfreudige Cineasten werden sich über die beiden Custom-Presets freuen; hier lassen sich Parameter wie Helligkeit, Kontrast und Farbe ebenso wie diverse Rausch- und Artefaktfilter individuell dosieren. Das ist insbesondere für Sony-Player eher unüblich, weil der Fokus auf möglichst einfache Bedienung setzt mit möglichst vielen Automatiken, allerdings zeigt der X1000, dass dies kein Widerspruch sein muss. Dass der Sony trotz der vielen Einstellmöglichkeiten durchaus auch automatisch die Parameter korrekt setzt, sieht man an dem Bild, das unser Testgerät aufs Display bringt. Egal, was dem Player an Quellmaterial zugeführt wird, er spielt fast alles ab, und alles, was er abspielt, behandelt er mit dem gebührenden Respekt. Selbst einfache DVDs, die wir immer noch in den Schubladen stecken haben, werden akkurat wiedergegeben, da ergaben selbst die Feineinstellungen im Bildmenü kein gravierend besseres Ergebnis. Wird der Sony mit UHD-Material gefüttert, gibt es noch weniger zu bemängeln, bis auf den Umstand vielleicht, dass auch dieser Player ausschließlich HDR10 wiedergibt, mit Dolby Vision jedoch nichts anfangen kann, doch damit ist der Sony in guter Gesellschaft.

Fazit

Sony setzt mit dem UBP-X1000ES ein echtes Statement in puncto Bild- und Tonqualität. Dabei lässt sich der Player trotz seiner Funktionsvielfalt außerordentlich einfach bedienen.

Preis: um 800 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Sony UBP-X1000ES
4.5 von 5 Sternen

06/2018 - Thomas Johannsen

Bewertung 
Qualität 50% :
Bild gesamt 20%

Bild BD 10%

Bild DVD 5%

Bild 3D 5%

Ton 20%

Verarbeitung 10%

Ausstattung 25% :
Hardware 10%

Software 15%

Bedienung 25% :
Setup 5%

Fernbedienung 5%

täglicher Gebrauch 15%

Ausstattung & technische Daten 
Laborbericht
Test mit Firmware-Version: M37.R.0178 
Vertrieb Sony, Berlin 
Telefon 0180 5252586 
Internet www.sony.de 
Messwerte
Abmessungen (B x H x T) in mm 430/54/265 
Gewicht in kg 3.9 
Stromverbrauch Betrieb / Standby in W 12/0,3 W 
Ausstattung
Wiedergabe:...
BD-ROM / BD-R / BD-RE2.0 Ja / Ja / Ja 
DVD-Video / DVD-Audio / SACD Ja / Ja / Ja 
DVD-RAM / +-RW DL Nein / Ja 
CD / MP3 / WMA / JPEG Ja / Ja / Ja / Ja 
AVCHD / DivX / MKV / WMV / H264 Ja / Nein / Ja / Ja / Ja 
3D Ja 
automatische Erkennung Ja 
Bildgrößen-Einstellung Ja 
HDMI-Ausgang 2 x out (Main, Audio only) 
1080p/i, 720p, 576p, 480p...@50/60Hz Ja / Ja / Ja / Ja 
1080p@24Hz Ja 
Speicherkarten-Slot / USB / NTFS über USB –/1 Front/ Ja 
Interner Speicher (in GB)
Audio-Ausgänge: optisch, koaxial, analog Cinch Ja / Ja /2.0 
Tonformate
LPCM 7.1 / Dolby Digital Plus Ja / Ja 
DTS HD / DTS HD MA / Dolby TrueHD Ja / Ja / Ja 
Audio-Delay Ja 
LAN / WLAN / Update Ja / Ja / Ja 
Netzwerkplayer / DLNA Ja / Ja 
Fernbedienung...
beleuchtet / Multifunktion Nein / Ja 
vorprogrammiert / lernfähig Ja / Nein 
HDMI-CEC-Funktionen Ja 
Wiedergabe interaktiver Disks (LiveView) Ja 
Download Bonusmaterial ( BD Live) Ja 
Kindersicherung Ja 
Sonstiges / Besonderheiten SACD-Wiedergabe, Bluetooth-fähig 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hervorragende Bild- und Tonqualität 
+ differenzierte Anpassungsmöglichkeiten 
+/- nicht mit Dolby Vision kompatibel 
Klasse: Referenzklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 11.06.2018, 09:58 Uhr
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Topthema: Meters Level Up
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