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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Car-HiFi-Lautsprecher 20cm

Einzeltest: Eton POW 200.2


Familienzuwachs

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Die Klasse der 20-cm-Kompos wird von der Industrie eher vernachlässigt, im Gegensatz zu den allgegenwärtigen 13ern und 16ern gibt es bei den 8“-Kompos nur eine begrenzte Auswahl. Jetzt hat Eton sich des Themas angenommen und präsentiert das POW 200.2

Ein 20-cm-Tieftöner? Da denkt man sofort an BMW, wo ein solcher in fast allen Modellen unterm Sitz verbaut ist. Doch bei den BMW-20ern handelt es sich um reine Tieftöner für 3-Wege-Systeme, die zudem speziell für die entsprechenden Untersitzgehäuse konstruiert sind. Ebenfalls gibt es einige universelle Dreiwegesysteme am Markt, deren Tieftöner auch als Tiefmitteltöner durchgehen könnten. Was es jedoch eher wenig gibt, sind echte Tiefmitteltöner im Format 20 cm, die uneingeschränkt zweiwegetauglich sind. Dabei freuen sich eine Menge Leute schon lange darauf, beispielsweise Fahrer von VW Golf IV und Verwandtschaft und auch VW-Bus-Liebhaber. Was lag für Eton also näher, als die erfolgreiche POW-Serie um ein 20er-Modell zu erweitern. Auch wir haben die POWs bereits erfolgreich getestet, es handelt sich um wertige, in Deutschland in Etons eigener Fertigung hergestellte Komponenten, die dennoch nicht übermäßig teuer ausfallen. Unser POW 200.2 kostet 250 Euro, was nicht zuviel scheint, wenn man bedenkt, dass dafür extra ein neuer Tieftöner entwickelt und gefertigt werden musste. Und das POW 200.2 ist ein typisches POW geworden. Die Ähnlichkeit mit dem 16er-Schwestermodell POW 160.2 ist nicht zu übersehen: Beide Systeme teilen sich den 25-mm-Gewebehochtöner, die Kabelweiche und sogar den Antrieb der Tiefmitteltöner. Das POW 200.2 ist also nichts anderes als ein POW 160.2 mit größerer Membran. Schön ist, dass die Einbautiefe mit 68 mm nur um 2 mm größer ausfällt als beim 16er - eine flache Bauweise war sicher eines der wichtigen Entwicklungsziele beim POW 200.2. So fällt der neue Blechkorb schön flach aus, dennoch wurde nicht an Hinterlüftungsöffnungen zur Kühlung der Schwingspule gespart. Diese ist auf einen geschwärzten und gelochten Aluträger gewickelt, was ebenfalls der Kühlung zuträglich ist. Die typische POW-Membran ist leicht an der bienenwabenartigen Prägung zu erkennen, die an Etons berühmte Hexacone-Membranen erinnern soll. Beim POW besteht der Konus jedoch „nur“ aus einem Papier-Glasfaser-Compound und das Ganze ist mit einer weichen Gummi-Dustcap verschlossen. Sicke und die recht kleine Zentrierspinne machen einen hochwertigen Eindruck. Richtig nett gemacht ist auch die untere Polplatte, die aufwendig abgedreht ist. 3 Ohm steht auf ihr zu lesen, womit wir bei den Messwerten angekommen sind. Diese gegenüber dem 4-Ohm-Standard etwas niedrigere Impedanz kitzelt zusätzliche Verstärkerleistung aus dem Amp oder Autoradio. Und gerade der Einsatz am Autoradio ist ein weiterer Pluspunkt des POW, denn mit 88 dB Kennschalldruck braucht es nicht viel Leistung. Auch die Tatsache, dass der Tiefmitteltöner von Haus aus sehr gutmütig läuft und Eton daher eine leistungsfressende Frequenzweiche einsparen kann, hilft beim Betrieb direkt an einem schwachbrüstigen Radio. Der Gewebehochtöner braucht auch nur einen kleine Kondensator, erläuft über den gesamten Bereich sehr klirrarm. Sein Tieftonkollege zerrt im Bass und im Grundton vorbildlich wenig, er leistet sich nur eine schmale K2-Spitze bei 670 Hz, die den Hörgenuss nicht stören sollte. 

Preis: um 250 Euro

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Eton POW 200.2

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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Autor Elmar Michels
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Datum 05.10.2016, 14:58 Uhr