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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenYBA Design One – Transportable SACD Player
SACD unterwegs
Noch bevor die kleine Renaissance der CD begann, in der sie sich gerade befindet, kamen neue tragbare CD-Spieler auf dem Markt. Sie alle haben, unabhängig vom Preis, eines gemein: Sie spielen ausschließlich CDs ab. Der YBA Design One hingegen kann noch mehr…
In den letzten zehn Jahren ließ die Bedeutung der Musik-CD immer weiter nach. Musikstreamingdienste machten ein physisches Medium scheinbar überflüssig, die Compact Disc wirkte plötzlich veraltet und langweilig. Nun ist es beim Musik-Streaming wie beim Film-Streaming derzeit aber so, dass gerade junge Nutzer die Nachteile erkennen. Seien es Filme, die plötzlich nicht mehr verfügbar sind oder generell die Vorstellung, dass man die Musik, die man tagein, tagaus hört, nicht wirklich besitzt, sondern monatlich mietet. Für viele junge Musikhörer ist neben der Schallplatte daher auch die CD wieder interessant geworden.






Auch ein anderes Medium, so sagt der französische Hersteller YBA, wird wieder stärker nachgefragt, die Super Audio Compact Disc, kurz SACD. Man darf da allerdings nicht allzu viel erwarten, die SACD ist ein absolutes Nischenprodukt, das in erster Linie „echte“ Audiophile anspricht. In den Zahlen, die der Bundesverband Musikindustrie ausgibt, ist der Tonträger nicht gesondert aufgeführt, dafür sind seine Erträge zu gering. Er ist gelistet unter „Physisch Sonstiges“, gemeinsam mit Singles, Kassetten, DVD-Audio, Blu-ray Audio/-Video und Musik-DVD. Jan Sieveking, der mit seiner Firma Sieveking Sound den Handel mit SACDs und anderen audiophilen Tonträgern versorgt (unter anderem), bestätigt aber die Aussage von YBA, dass die Verkäufe tendenziell steigen. Dabei aber eher global betrachtet als auf den deutschen Markt bezogen. Es gibt derzeit einen weltweit leichten Aufwärtstrend bei SACD-Verkäufen, der insbesondere durch den chinesischen Markt begünstigt wird, weil hier mehr als andernorts grundsätzlich wieder stärker auf physische Tonträger gesetzt wird.
Basics
Die SACD ist eine besondere Form der DVD, entwickelt wurde sie von Sony und Philips. Das Standard-Tonformat ist DSD, also ein High-Res-Audio-Format. Da auf einer SACD zwei Spuren gespeichert werden können, kann eine Dual-Layer-Disc bis zu 8,5 GB aufnehmen. Single- und Dual-Layer-Discs sind nur auf SACD-Spielern abspielbar. Eine besondere Form der Super Audio CD ist die Hybrid-SACD: Sie enthält neben einer SACD-Schicht mit den DSD-Daten auch eine darunter liegende Schicht mit der Musik im PCM-Format, also dem Format der CD. Diese Schicht kann von jedem CD-Spieler ausgelesen werden. Sie enthält sozusagen eine etwas abgespeckte Version des hochaufgelösten DSD-Tons, das Mastering, das ja enorm wichtig für den Klang ist, ist aber dasselbe. Man hat also als Bonus eine, man könnte sagen runtergerechnete Version des Albums für mehr Kompatibilität. Von meiner Hybrid-SACD von „Thriller“ kann ich mangels SACD-Spieler zuhause nur die CD-Spur hören, aber auch die hat dasselbe grandiose Mastering von MFSL zu bieten und klingt darum auch schon einmalig. Per SACD-Spieler legt der Klang dann eben noch ein wenig zu. Für die beiden Schichten sind unterschiedliche Wellenlängen des Lasers beim Auslesen nötig (650 nm bei SACD, 780 nm bei CD).
SHM-SACD
Es gibt noch eine, wenn man so will, Variante der SACD, die SHM-SHCD. SHM steht für Super High Material, aber eigentlich geht es nicht um Stärke oder Dichte, sondern um Transparenz. SHM-Scheiben bestehen nicht aus Polycarbonat, wie SACDs und CDs, sondern aus Polyacrylat. Der Laser kann diese Discs besser lesen, und zudem gibt es weniger Streulicht und weniger Auslesefehler. Klanglich erste Wahl sind reine SACDs. Sie klingen besser als Hybrid-SACDs, da der Laser genauer fokussieren kann als er es bei einer Hybrid-Discs tut.
Das Gerät
Kommen wir aber zurück zum YBA Design One. Der tragbare SACD-Spieler ist das erste Produkt der neuen Serie „Personal HiFi“. Noch haben die Franzosen nicht gesagt, welche Geräte folgen, aber sie erwähnen immerhin, dass die Zielgruppe die High-End-Kopfhörer-Nutzer sind. Ich tippe also mal auf einen tragbaren Kopfhörerverstärker/D/A-Wandler…Dass es zunächst einen CD-Spieler gibt, verwundert nicht, wenn man feststellt, dass YBA neun dieser Geräte im Programm hat. Man kennt sich mit der Materie also aus. Und so setzt man auf wohlbekannte und gute Qualität bei Laser und Steuerchip. Der erste stammt von Sanyo und hört auf die Bezeichnung HD850, der zweite firmiert unter MT1389EE und stammt von MediaTek.
Der hier verwendete D/A-Wandler-Chip ist ein AKM AK4497S, ein moderner, guter Chip, womit schonmal eine der wichtigsten Hürden genommen wäre. Ein großer Vorteil: Dieser Chip kann DSD, also das Format der SACD-Spur, verarbeiten, und muss die Daten nicht in PCM umwandeln. Dadurch, dass der Chip DSD verarbeitet, kann der YBA das klangliche Maximum aus den Discs holen. Klingt logisch, ist aber nicht selbstverständlich.
Ausstattung
Inbetriebnahme
Um den Design One einzuschalten, muss man den Power-Knopf in der Mitte des Drehrads zwei Sekunden lang drücken.
1. Eingangsoptionen: wählt man zwischen CD/SACD und USB-Eingang.
2. Ausgabeoptionen: Hier hat man die Wahl zwischen Kopfhörer, Pre-out, Line-out und USB-out. Bei Line-out ist der Pegel fix, bei Pre-out regelbar.
3. Wiedergabeeinstellungen: Hier wählt man ein Filter (Sharp Roll-off, Slow Roll-off, Short Delay Sharp Roll-off und Short Delay Slow Roll-off), die Verstärkerstufe (High/Low), die Wiedergabe (Repeat, Zufall) und stellt die Balance ein.
4. Systemeinstellungen: Hier wählt man die Sprache, die Startlautstärke und die Displaybeleuchtung (Helligkeit und Dauer).
Das Drehrad wählt den Punkt, der Power/Menü-Knopf bestätigt die Auswahl. Dank des Return-Knopfes kann man schnell die Menüebenen wieder verlassen und so sehr flott und zielsicher durchs Menü navigieren.
Überhaupt ist die Verarbeitung ganz allgemein eine sehr feine Sache, was man aber angesichts des Preises wohl erwarten darf. Meine einzige Kritik ist, dass sich der Deckel farblich je nach Lichteinfall etwas vom Rest abhebt, er wirkt heller, ich denke aber, dass das Absicht und somit Geschmacksache ist. Auf der Rückseite sitzt eine Blende, die nur den USB-Stromeingang und den Wahlschalter (Batterie- oder Netzteil-Betrieb) freilässt. Sie hält magnetisch und gibt nach Entfernen den USB-Ein-/Ausgang, den RCA-Digitalausgang, die Stereo-Cinchbuchsen, einen symmetrischen 4,4 mm-Ausgang sowie die kleine Öffnung mit dem Reset-Knopf frei. Das ist alles tadellos, insbesondere die Cinchbuchsen gefallen mir sehr gut und sie machen auch klar, dass dieses hochwertige Gerät selbstverständlich nicht nur für den mobilen Einsatz gedacht ist.
Das externe 35W-Netzteil ist einer der üblichen Verdächtigen, wie man sie vom täglichen Laden des Smartphones kennt. Das abnehmbare USB-C auf USB-C-Kabel ist gummiert.
Klang
Thriller, MFSL, SACD: Ich liebe dieses Mastering, ich halte diese Version für die allerspannendste, die ich von Michael Jacksons Klassiker kenne. Die Details, die Feinheiten, die einem hier um die Ohren gehauen werden, können jene verschrecken, die wohlige Wärme suchen, alle anderen genießen einfach. Über meinen Sennheiser HD800, den besten Kopfhörer den ich kenne, ist das eine wirklich große Freude, eine herrliche, audiophile Erfahrung. Wechselt man auf die CD-Spur, spielt es merklich zurückhaltender, es wirkt sogar langsamer. Immer noch toll unterm Strich, im direkten Vergleich aber eben nicht so mitreißend. Als Spieler in einer HiFi-Anlage macht der YBA Design One ebenfalls eine sehr gute, ja eine exzellente Figur. Sein Klangbild würde ich mit leidenschaftlich umschreiben. Will sagen, er legt sich unten ins Zeug und bietet obenrum mehr Details und mehr Energie als ein zum Vergleich laufender Advance Paris APEX CD. Der hatte seine Energie mehr im Mittenbereich mit leicht betontem Oberbass, wirkte straight und irgendwie clean. Das ist ein Klang, mit dem ich gut auskomme, für seinen Preis von 890 Euro ist das wirklich gut. Aber der YBA ist der bessere Spieler. Er vermittelte Kontrabässe definierter, bot die größere Durchhörbarkeit und spielte insgesamt mit ein wenig mehr Feuer. Das ist ein richtig guter Klang, wie gesagt auch schon mit CDs.
Mit SACD ist die Freude dann noch ein bisschen größer. Bei Miles Davis’ „In A Silent Way“ verblüfft beim Abspielen der Spuren im Vergleich, wie die Struktur deutlicher wird, wie der Raum sich leicht weitet und alles einen Hauch geschmeidiger wird. Letzteres gilt insbesondere auch für das Debutalbum von Rage Against The Machine. Die SACD-Spur klingt entspannter, ohne der Musik ihre Energie zu nehmen! Super. Auch „Volunteers“ von Jefferson Airplane gewinnt per SACD-Spur gleichzeitig an Spannung und Geschmeidigkeit. Dieses Album ist für mich keine einfache Kost und inhaltlich auch nicht so mein Fall. Aber so, mit dem YBA Design One, finde ich die Musik fast schon gut! Also Vorsicht, was Sie sich anhören! Es könnte Ihnen gefallen!
Batterie oder Netz?
Wechselt man per rückseitigem Schalter vom Akku- in den Netzbetrieb, zeigt das Display diesen Wechsel an und die Tonausgabe wird fünf Sekunden gemutet. Abgesehen davon, dass es im Akkubetrieb bei gleicher Lautstärkeeinstellung ein wenig leiser ist, weil der YBA so nicht die volle Leistung liefern kann, ist mir klanglich kein Unterschied aufgefallen, was ich gut finde. So muss man sich darüber nicht den Kopf zerbrechen und macht einfach, wie es gerad so kommt.
Mobilität
Ich gehe ehrlich gesagt nicht so richtig davon aus, dass es in Deutschland viele Menschen gibt, die bereit sind, eine 1,35 kg schwere SACD-Abspiel-Maschine mit in den Nahverkehr zu nehmen, obwohl es eine passende Tasche gibt (Preis steht noch nicht fest). Da uns diese aber nicht vorlag, habe ich den YBA Design One in eine Stoffumhängetasche gesteckt und diese auf der Schulter transportiert. Joggen aka zur Bahn rennen, soviel vorab, geht nicht. Aber wer wollte das auch? Läuft man etwas beschwingter zur Bahn oder nimmt Treppenstufen beherzt, setzt der Spieler nach einigen Sekunden kurz aus. Läuft und nimmt man Stufen mit etwas mehr Bedacht oder achtet darauf, dass der YBA nicht ständig gegen die Hüfte stößt, funktioniert das wunderbar! So kann man problemlos ohne Unterbrechungen durch die Gegend laufen. Vermutlich aber ist die Idee dahinter eher die, dass man dieses hübsche, solide und ja auch wertvolle Gerät mitnimmt auf Reisen. Sei es eine Dienstreise, auf der man sich die Zugfahrt oder den Abend im Hotel mit gutem Klang versüßt, oder ein Urlaub in einem Ferienhaus ohne adäquate Wiedergabetechnik. Der Hersteller empfiehlt den Einsatz in Büro oder Garten, auch das ist natürlich kein Problem. Und ansonsten spielt der YBA Design One zuhause in der Anlage.
Fazit
Der YBA Design One ist ein rundum gelungenes, top verarbeitetes Gerät. Für den Preis von 1848 Euro bekommt man einen vollwertigen „stationären“ SACD-Spieler, der bei Bedarf einfach mit nach draußen genommen wird. Ob im Garten, im Zug oder im Hotel: Mit einem adäquaten Kopfhörer wird der Musikgenuss auf sehr hohem Niveau von der heimischen Anlage entkoppelt. Und wieder zuhause findet dank USB-Eingang sogar der PC Anschluss.Kategorie: CD-Player
Produkt: YBA Design One
Preis: um 1850 Euro

Referenzklasse
YBA Design One
YBA Design One
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Mit der M-500.4 MD läutet Audio System eine neue Generation seiner kleinsten Endstufen ein. Superkompakt und mit jeder Menge Leistung, das wollen wir uns genauer ansehen.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Gattung: | CD-Spieler |
| Vertrieb: | Günter Härtel Handelsvertretungen, Hamm |
| Telefon: | 02385-5236 |
| Internet | haertel-vertrieb.de |
| Ausstattung: | |
| Ausführungen | Champagner |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 188/40/166 |
| Gewicht (in Kg) | 1.35 |
| Anschlüsse | 2 x Kopfhörer-Ausgang (3,5 mm und 4,4 mm), 2 x analog out (1 x Cinch, 1 x 4,4 mm symmetrisch), 2 x digital out (USB und coaxial), 1 x digital in (USB) |
| Auflösung: | USB-C DAC: 768 kHz/32 Bit, DSD512 Digitalausgänge: SPDIF coaxial: 44,1 kHz bei CD, 88,2 kHz bei SACD USB-C: 44,1 kHz bei CD, keine SACD-Wiedergabe |
| Formate: | Audio CD (CD/CD-RW/CD-R), Multi-Layer SACD, Single-Layer SACD, Hybrid SACD |
| Garantie | 1 |
| + | lebendiger, mitreißender Klang |
| + | legt alle Vorteile der SACD klanglich offen |
| + | tolle Ausstattung |
| - | keine Fernbedienung |
| Klasse | Spitzenklasse 1+ |
| Preis/Leistung | Sehr gut |





