Kategorie: Docking Stations

Einzeltest: Harman Kardon MS 100


Tanzpartner

Docking Stations Harman Kardon MS 100 im Test, Bild 1
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Wer auf der Suche nach einer kompakten und leistungsfähigen Musikanlage ist, aber keine der üblichen HiFi-Bausteine mit externen Lautsprechern aufstellen möchte, sollte sich bei Harman Kardon umgucken. Hier gibt es ein Musiksystem in sehr hübscher Schale namens MS 100.

Blicke zieht das zeitlos elegante System nahezu magisch auf sich. Den mattschwarzen Gehäusekorpus mit ovaler Grundfläche haben die Designer schräg angeschnitten und mit einer hochglänzenden Deckplatte veredelt. Hier sitzt das auch noch auf große Entfernung, sehr gut ablesbare Punktmatrix-Display. Diese Anlage bringt alles mit, was zu einem vollwertigen Musikgenuss nötig ist. Mit an Bord ist ein CD-Spieler, der sich mit gebrannten Silberscheiben sowie üblichen Audio-CDs versteht. In das Slot-in-Laufwerk dürfen auch Datendisks im MP3- oder WMA-Format eingelegt werden. Wer mehr als nur CDs hören möchte, wird sich über das integrierte UKW-Radio freuen, das dank seiner RDS-Funktion Sender, Titel und weitere Informationen auf seinem vierzeiligen Display anzeigt.

Docking Stations Harman Kardon MS 100 im Test, Bild 2Docking Stations Harman Kardon MS 100 im Test, Bild 3Docking Stations Harman Kardon MS 100 im Test, Bild 4Docking Stations Harman Kardon MS 100 im Test, Bild 5
Harman stellt seinem Musiksystem einen weiteren Partner zur Seite, und das ist wörtlich zu nehmen. An die linke Gehäuseseite wird bei Bedarf das mitgelieferte iPod-Dock eingesteckt, so dass Musik und Videos auch von Apple-Playern ab der vierten Generation (außer Shuffle) zugespielt werden können. Weitere Audiogeräte finden über drei Aux-Eingänge Anschluss. Einer davon liegt gut zugänglich unterhalb der Bedientasten auf der rechten Seite des Musiksystems. Hier sitzt auch ein Kopfhörerausgang, der ebenfalls als 3,5-mm-Klinkenbuchse ausgeführt ist. Betrachten wir einmal die Rückseite des Gerätes genauer: Unterhalb der beiden großen Bassreflexöffnungen haben die Harman-Techniker ein Anschlussfeld integriert, auf dem sich Audio- und Videoanschlüsse verteilen. Über die kleine Klinkenbuchse können wahlweise analoge Zuspieler oder auch Geräte mit optischem Digitalausgang angeschlossen werden. Bassfreunde dürfen über den Subwooferausgang einen zusätzlichen Aktiv-Woofer mit dem System MS 100 verbinden. Um Bilder und Videos vom iPod wiedergeben zu können, hat Harman auch an Videoausgänge in Form von Komposit- und S-Video-Buchsen gedacht. Abschließend finden wir noch den Antennenanschluss – eine USB-Schnittstelle suchen wir leider vergebens. Hinter der vollflächig mit stabilem Metallgitter verkleideten Front liegt vor aller Augen eine ganze Menge Technik verborgen. Pro Kanal kümmert sich ein potentes Zweiwege- Lautsprechersystem um die Musikwiedergabe. Für die tiefen Töne sind zwei langhubige 130-mm-Chassis mit Papiermembran zuständig, die in einem gemeinsamen Bassreflexgehäuse agieren. Jeweils über den Tieftönern angeordnet sind die 19-mm-Hochtonkalotten aus Titanverbundwerkstoff. Angetrieben werden die Chassis von einem 30-Watt-Stereoverstärker in Class-D-Bauweise.

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In der Praxis


Herrlich unkompliziert zeigt sich das Musiksystem von Harman Kardon im Alltag. Auf Tastendruck wird automatisch nach UKW-Sendern gesucht, wobei die Lieblingsstationen auf sechs Speicherplätzen abgelegt werden können. Das vierzeilige Punktmatrix- Display informiert nicht nur beim Radiobetrieb über aktuelle Titel und Interpreten; dies funktioniert in sehr gut ablesbarer Laufschrift auch bei iPod- oder MP3-Wiedergabe. Ist ein Apple-Player angedockt, wird der Akku während des Betriebs aufgeladen. Mit der beiliegenden Fernbedienung können alle Funktionen gesteuert werden, und nach einer kurzen Lernphase gelingt die Bedienung spielend. Etwas kurios ist allerdings die Platzierung der „Stummschalt“-Taste: Die sitzt inmitten der Pfeiltasten, wo üblicherweise die „OK-“ oder „Return“-Taste liegt. So wunderten wir uns zu Beginn des Tests mehr als einmal über den plötzlich verstummenden Ton. Leider lassen sich das Display und die weiße Hintergrundbeleuchtung in der Helligkeit nicht regeln. Empfindliche Naturen wird dies bei Aufstellung des MS 100 im Schlafzimmer vielleicht stören. Man kann die Harman-Musikanlage nämlich auch als Wecker nutzen oder sich sanft in den Schlaf wiegen lassen.

Klang


In unserem recht großen Hörraum platzieren wir das MS 100 auf unserem HiFi- Rack. Das scheint etwas praxisfremd zu sein, da hier sonst ausgewachsene Standlautsprecher Einzug finden und das Harman System im ersten Moment ein wenig verloren wirkt. Anfängliche Bedenken, dass dem kompakten System unten herum die Luft ausgeht, zerstreuen sich schnell. Die Titel unserer Test-CDs und die Musikdateien vom iPod werden erstaunlich souverän und mit großer Selbstverständlichkeit wiedergegeben. Was uns verblüfft, ist der wirklich satte und druckvolle Bass, den die beiden 13-cm-Tiefmitteltöner zu produzieren in der Lage sind. Schon bei geringer Lautstärke klingt das Musiksystem von Harman Kardon sehr erwachsen und voluminös. Wie bereits erwähnt, verfügt das MS 100 über einen Vorverstärkerausgang zum Anschluss eines aktiven Subwoofers. Vergessen Sie ihn, Sie werden keinen zusätzlichen Tieftöner benötigen. Obwohl die Zweiwege-Lautsprecher in dem kompakten Gehäuse sehr nahe beieinander liegen, wird unser Hörraum mit Klängen ausgefüllt. Stimmen stehen klar umrissen im Raum, sind gut durchhörbar und besitzen ein angenehmes Timbre. Auch beim Umherwandern ändert sich die Klangbalance kaum – sehr schön. Wir geben ein wenig mehr Gas, und gleich noch ein bisschen mehr. Und? Nun, Harmans Musiksystem zeigt sich unbeeindruckt und spielt laut, richtig laut! Das reicht auch für sehr große Räume und für die nächste Party-Beschallung. In die richtige Feierlaune bringt Sie das MS 100 aufgrund seines tollen Klangs schnell – räumen Sie das Wohnzimmer frei, Ihre Gäste werden tanzen wollen!

Was ist … Class-D?


Class-D ist die Bezeichung für einen recht jungen Verstärkertyp. Das Audiosignal wird hier so ummoduliert, dass man am Ende ohne viel Leistung dafür zu verschwenden verstärken kann. Viele verbinden das „D“ im Namen mit „Digital“, was aber genau genommen falsch ist, denn das Audiosignal liegt in analoger Form in der Pulsweite des ummodulierten Signals vor. Vorteil dieser Schaltungsart ist der hohe Wirkungsgrad, weshalb man damit aus recht kleinen Verstärkern sehr viel Leistung herausholen kann.

Fazit

Harman Kardons MS 100 ist ein technisch anspruchsvolles Musiksystem mit Vollausstattung, das durch seinen vollmundigen Klang zu überzeugen weiß und aufgrund seiner eleganten Gestaltung die Blicke auf sich zieht. Ein Stück für Klangästheten und Aufwertung für jedes Wohn-, Schlafzimmer oder Büro.

Preis: um 700 Euro

Docking Stations

Harman Kardon MS 100

Spitzenklasse


04/2010 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 40%

Bedienung 30%

Ausstattung 30%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Harman Deutschland, Heilbronn 
Telefon 07131 4800 
Internet www.harman-deutschland.de 
Ausstattung
Ausführung Schwarz 
Abmessungen (B x H x T in mm) 488/252/194 
Gewicht (in Kg) 8.2 
Hochtöner 2 x 19 mm 
Tieftöner 2 x 130 mm 
Anschlüsse Audio
Composite / S-Video Ja / Ja 
YUV / HDMI Nein / Nein 
Anschlüsse Audio
Analog-/Digital in Ja / Ja 
Aux-in (Cinch), Aux-in (3,5 mm Front) Ja / Ja 
Subwoofer Pre-out 
Kopfhörer Klinke (3,5 mm Front) 
sonstiges:
CD-Laufwerk Ja 
UKW-Radio Ja 
Weck-/Schlummerfunktion Ja 
Vierzeiliges Punktmatrix-Display Ja 
Fernbedienung Ja 
Kurz und knapp
+ satter Klang 
+ elegantes Design 
- iPod-Dock optisch nicht passend 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 26.04.2010, 13:00 Uhr
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