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Kategorie: E-Book Reader

Einzeltest: Pocketbook Color Lux


Jetzt wirds bunt!

E-Book Reader Pocketbook Color Lux im Test, Bild 1
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Trotz des Hypes um noch höher auflösende Displays bei den Tablet-Kollegen herrscht bei Leseratten einhellig die Ansicht, zum Lesen in allen Lebenslagen eigne sich am besten ein Reader mit E-Ink-Display. An einer Stelle jedoch scheiden sich die Geister, nämlich wenn es um bildgewaltige Magazine, Comics oder grafisch unterstützte Literatur geht. Bislang, denn nun hat PocketBook nach dem Touch Lux nachgelegt: Endlich ist der Color Lux zu haben, mit farbigem Display auf E-Ink-Basis.

Der neue Reader ist größer geworden als der Touch Lux, mit seiner Bildschirmdiagonalen von etwa 20 cm bleibt er dennoch recht handlich. Das Gehäuse ist mit einer grifffreundlichen Gummierung versehen und strotzt vor Verarbeitungsqualität, auch auf die wenigen bewährten Hardkeys muss man beim Color Lux nicht verzichten. Diesen PocketBook-Reader nimmt man gern in die Hand, um ihn dann mit der anderen zu bedienen.

Viel Vergnügen


Innen arbeitet die Linux-Version 2.6, die auch beim Lux (ohne Farbe) ihren Dienst versieht. Die Menüs sind selbsterklärend und verfügen zur besseren Treffsicherheit bei grobmotorischen Lesern über großzügige Schaltflächen. Vier Tastenfelder sind auf dem breiteren, rechten Rand markiert, zwei zum Umblättern in der Mitte, eingerahmt von der Homeund der Options-Taste. Alle vier haben einen deutlich spürbaren Druckpunkt, ihre Markierung ist allerdings auf dem anthrazitfarbenen Modell, das uns zur Verfügung stand, nur schwer zu erkennen, das ist bei der weißen Farbvariante deutlich besser. Wo man nichts sehen kann, ist ja bekanntlich fühlen keine Schande, und die vier Tastfelder hat man schnell im Gefühl. An einige Besonderheiten des neuen Triton-Farb-Displays muss man sich dennoch erst gewöhnen. Da wäre zuerst die Beleuchtung zu nennen: Konnte man den Touch Lux bei normalen Lichtverhältnissen bestens auch bei abgeschalteter Beleuchtung ablesen, so wird das Display des Color-Modells fast komplett dunkel.

E-Book Reader Pocketbook Color Lux im Test, Bild 1E-Book Reader Pocketbook Color Lux im Test, Bild 2E-Book Reader Pocketbook Color Lux im Test, Bild 3
Die Beleuchtung sollte daher zumindest minimal glimmen, es sei denn, Sie lesen im Urlaub unter strahlendem Sonnenschein. Trotz dieser notwendigen Dauerbelastung des Akkus reicht der für mehr als 13 Stunden Lesevergnügen bei voller Beleuchtung. Als echter Augenöffner entpuppt sich der Color Lux, wenn es ums Lesen von Comics oder anderen grafisch aufwendigen Werken geht: Grau in Grau ist passé, der Lesespaß stellt sich direkt ein. Fotos kann der Reader selbstverständlich auch, und nicht wie bislang als schnöde Graustufendarstellung, sondern jetzt ebenfalls farbig. Insbesondere bei der Betrachtung von Fotos fällt eine weitere Einschränkung des neuen Displays auf: Der Blickwinkel, in welchem die Farbdarstellung unverfälscht ist, ist relativ gering, für meinen Sitznachbarn stellt sich der blaue Himmel auf dem Foto eher rötlich oder grünlich dar, je nach dem ob er zu meiner Linken oder Rechten sitzt. Der vertikale Blickwinkel ist dagegen ziemlich stabil. Soll mein Nachbar also den korrekten Bildeindruck bekommen, reiche ich den Reader idealerweise rüber. Zum Zoomen ins Foto reicht die gewohnte Pince-to-Zoom- Geste. An der Reaktionsschnelligkeit auf die Touchbedienung sowie beim Blättern hat sich im Vergleich zum Touch Lux nichts geändert, mit einem Tablet sollte man einen Reader in dieser Beziehung ohnehin nicht vergleichen. Dennoch ist auch der Color Lux in der Lage, MP3- Musik abzuspielen und über die Kopfhörerbuchse auszugeben; da erweist sich die optionale microSD-Karte als willkommener Musikspeicher, der die internen 4 GB den Büchern überlässt.

Fazit

Der Color Lux schafft es binnen kürzester Zeit, auch die größten Skeptiker bezüglich eines beleuchteten Farbdisplays davon zu überzeugen, dass man ihn einfach haben muss. PocketBook hat den E-Book-Reader mit Erfolg aus der Nische der Schwarzweiß-Literatur befördert.

Preis: um 250 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Pocketbook Color Lux

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Praxis 40%

Display 30%

Ausstattung: 30%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb PocketBook, Radebeul 
Telefon 0800 187 3003 
Internet www.pocketbook.de 
Ausstattung
Firmware beim Test: Linux 2.6 
Abmessungen ( L x B x H in mm) 202/170/9 
Betriebsgewicht (in g): 360 
Display: Touchscreen E-Ink Triton 
Graustufen: 16 
int. Speicher / Erweiterung: 4 GB/32 GB 
Betriebssystem: Linux 2.6 
Prozessor: ARM bei 800 MHz 
WLAN / 3G / BT Ja / Nein / Nein 
Akku / wechselbar 3.000 mAh/ Nein 
Helligkeitsstufen: stufenlos 
Stamina bei voller Helligkeit (ca in Std): 13 
Anschlüsse: USB, Kopfhörer 
Anzahl der wählbaren Schriftgrößen: 22 
Zusatzprogramme: Browser, RSS Reader, Musik-Player, Kalender, Rechner, Notizen, Bibliothek, Spiele (Schach, Sudoku, Klondike, etc.) 
Wiedergabe Formate
Lesen: EPUB DRM, EPUB, PDF DRM, PDF, FB2, FB2. ZIP, TXT, DJVU, HTM, HTML, DOC, DOCX, RTF, CHM, TCR, PRC 
Kopierschutzsysteme: Adobe DRM (Epub und PDF) 
Audio: MP3 
Bilder (Graustufen): JPEG, BMP, PNG, TIFF 
Shop-Anbindung: Obreey Store 
Lieferumfang: Ladenetzteil, USB-Kabel 
Kurz und knapp
+ + hervorragende Verarbeitung 
+ + sehr gute Farbdarstellung 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut – sehr gut 

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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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