Kategorie: Hifi sonstiges

Einzeltest: Argon Audio Solo


Wi-Fi Streamer mit Hi-Fi-Klang

Hifi sonstiges Argon Audio Solo im Test, Bild 1
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Das Thema Smart Home ist in aller Munde. „Usecases“, also praktische Ideen, was man in so einem Smart Home alles realisieren möchte, gibt es viele. Einfache Lösungen sind dagegen eher selten. Argon Audio ist Spezialist für Smarte Musik-Lösungen. Der Solo, um den es hier geht, ist die Argon-Streaming-Lösung für anspruchsvolle Musikwiedergabe.

Der Argon Audio Solo ist ein Musikstreamer, der einfache Einrichtung und Bedienung mit audiophilen Ansprüchen verbindet. Er ist dafür ausgelegt, sich ins heimische WLAN einzuklinken und Musik an eine Kompaktanlage, einen Verstärker oder Aktivlautsprecher zu streamen. So wird Streaming in jedem Raum und an jeder Anlage möglich. Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, mithilfe das Argon Audio Solo eine sehr reduzierte Anlage aufzubauen. Ein Solo und zwei Aktivlautsprecher reichen, um im Wohnzimmer einen ganzen HiFi-Gerätepark zu ersetzen.

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Ausstattung


Den Solo gibt es im schwarz oder weiß hochglänzenden Plastik-Kleid. Das ist keine Sparmaßnahme sondern schlicht der Tatsache geschuldet, dass Argon Audio im Gehäuse zwei Diversity-Antennen für das Dual- Band AC Wi-Fi integriert hat. Die internen Wi-Fi Antennen sind so im Gehäuse angeordnet, dass der Bereich der analogen Schaltungen komplett abgeschirmt ist während der Empfang 360 Grad um das Gehäuse funktioniert. Diese Lösung ist definitiv viel eleganter als ein Metallgehäuse, aus dem hinten die üblichen Stummelantennen herausragen. Neben Wi-Fi lässt sich der Solo auch per Bluetooth mit dem Smartphone Tablet oder DAB verbinden. Die ihm per Wi-Fi oder Bluetooth zugestreamte Musik gibt er analog an einen Stereo-Ausgang in Form zweier Cinch-Buchen sowie digital an eine Cinch-Buchse und einen optischen TOSLINK Anschluss aus. Man hat also die Wahl, ob man ein analoges oder ein digitales Endgerät an den Solo anschließen möchte. Die Stromversorgung erfolgt über eine Mini-USB-B- Buchse und ein Steckernetzteil. Der Solo schaltet sich selbständig ein und aus.

Dass es Argon Audio beim Solo mit dem HiFi-Anspruch ernst meint, zeigt die eingebaute Technik. Für Streaming und Audio-Verarbeitung sind zwei getrennte ARM Cortex Prozessoren zuständig, die Stromversorgung verfügt über zwei Filter (aktiv/passiv) um störenden Einflüsse von den empfindlichen Audio- Schaltungen fern zu halten und auch sonst setzt Argon Audio auf hochwertige Bauteile, um unter anderem eine 64 Bit Lautstärkeregelung zu realisieren. Der Erfolg: ein Signal-Rausch- Abstand von über 120 dBA. Damit könnte sich manche High-End-Komponente brüsten.

Konnektivität


Auf eine eigene App für den Solo verzichtet Argon Audio. Das ist gut so, denn mit AirPlay 2, Chromecast, Spotify Connect, oder Roon gibt es leistungsfähige Software-Plattformen, die es erlauben, den Solo in das heimische Mediennetz und darüber hinaus in ein komplettes Smarthome-AV-System einzubinden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Solo damit offen für zukünftige Entwicklungen ist. Ein Update des Betriebssystems erschließt im auch neuste Entwicklungen im Bereich der Streaming-Lösungen, die da kommen.

Praxis


Die Einrichtung des Argon Audio Solo gestaltet sich extrem einfach. Die einzelnen Schritte variieren ein wenig – je nachdem für welche Software-Plattformman sich entscheidet. Voraussetzung ist, dass man sich ein entsprechendes, teilweise kostenpflichtiges Konto bei AirPlay, Chromecast, Spotify oder Roon eingerichtet hat. Alle Dienste finden den Solo zuverlässig, unterstützen komfortabel Einbindung ins heimische Mediennetz und machen die Installation zum Kinderspiel. Auch die Bluetooth-Kopplung klappt problemlos. Smartphone oder Tablet übernehmen die Lautstärkeregelung und erlauben es, Musik vom Tablet/Smartphone, aus der heimischen Musikbibliothek oder von beliebigen Musikstreamingdiensten abzuspielen.

Klang


Dass Argon Audio hier eine hochwertige Audio-Lösung realisiert hat, hört man sofort. Wir haben den Solo an Aktivlautsprechern gehört, die sowohl analog wie auch digital angesteuert werden können. Und hier konnte der Solo auf der ganzen Linie überzeugen. Wie so häufig bestätigte sich die Erkenntnis, das klanglich viel von der gestreamten Datenqualität abhängt. Mit 16 Bit/44,1 kHz wie sie AirPlay oder Chromecast bieten, machte das Musikhören schon richtig Spaß. Der Solo ist allerdings so gut, dass er auch den klanglichen Mehrgewinn wie ihn Roon in Master-Quailtät mit bis zu 24 Bit/192 kHz bietet, deutlich zu Ohren bringt. Es lohnt sich wirklich, hochwertige Komponenten an den Solo anzuschließen, die den Preis des Solo um ein mehrfaches übersteigen.  

Fazit

Der Argon Audio Solo ist definitiv ein toller kleiner Kasten. Er lässt sich mit verschiedenen Streaming-Diensten verknüpfen, ist leicht und zuverlässig zu einzurichten und bietet einen wirklich sauberen Klang, mit dem auch anspruchsvolle Hörer glücklich werden.

Preis: um 250 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Hifi sonstiges

Argon Audio Solo

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2021 - Dr. Martin Mertens

Bewertung 
Klang 40%

Praxis: 30%

Ausstattung: 30%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Music-Streamer 
Vertrieb Argon Audio, Lystrup, DK 
Internet www.argonaudio.de 
Ausstattung
B x H x T (in mm): 147/36/150 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo, 1 x S/PDIF koaxial, 1 x Toslink optisch 
Unterstützte Abtastraten: P16 Bit/44,1 kHz über AirPlay 2 und Chromecast (CD-Qualität), 24 Bit/192kHz via Roon 
+ flexibel einsetzbar 
+ multiroomfähig 
+/- + gute Bedienbarkeit 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
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Datum 15.12.2021, 10:02 Uhr
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