Kategorie: Hifi sonstiges

Serientest: Electrocompaniet Tana SL-1, Electrocompaniet Tana L-1


Ungleiches Paar

Hifi sonstiges Electrocompaniet Tana SL-1, Electrocompaniet Tana L-1 im Test , Bild 1
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Multiroom-Systeme benötigen immer mehrere  Lautsprecher, doch die müssen nicht zwangsläufig  alle gleich sein. Electrocompaniet zeigt, wie man  modernes HiFi noch ein bisschen intelligenter  machen kann.

Manche Hersteller pflegen über längere Zeit einen ganz bestimmten Look, der die Geräte unverwechselbar und sofort zu erkennen macht. Einer dieser Hersteller ist die norwegische Firma Electrocompaniet, die gerade mit ihrer Classic-Line ein oft gesehenes Phänomen auf verschiedenen HiFi Messen sind. Große schwarze Fronten, dazu auffällige goldene Tasten und in hellem Blau erleuchtete Displays sind so praktisch das Markenzeichen von Electrocompaniet geworden, so das man stets eben jene Geräte vor Augen hat, wenn man den Namen hört. Doch Tradition hin oder her, man sollte sich eben auch anderen Looks gegenüber nicht verschließen, denn so legendär das Design der großen HiFi Komponenten auch sein mag, der Trend geht eben mittlerweile zu kompakteren Systemen, die ein wenig dezenter gestaltet sind.

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Ein Trend den Electrocompaniet rechtzeitig erkannt hat und neben ihren bereits etablierten Linien nun auch eine moderner gestaltete Modellreihe auf den Markt bringen, die unter dem Label EC Living erscheint. Hier entfernt man sich von den bekannten Systemen im Vollformat und setzt auf elegant-dezente Lifestyle-Komponenten, die trotzdem eindeutig die Gene der norwegischen Audioschmiede besitzen. Kern des EC Living Systems sind dabei kabellose Multiroom-Funktionalitäten und die problemlose Verbindung verschiedener Systeme in Unterschiedlichen Räumen. Modular aufgebaut und beliebig erweiterbar, soll so ein komplexes HiFi-System entstehen, das sich trotzdem einfach bedienen und sich überall einsetzen lässt. Besonders einfach gelingt die musikalische Versorgung heutzutage natürlich mit Aktivlautsprechern. Schließlich muss man sich dabei nicht um das zusammenstellen verschiedener Teile der HiFi-Kette kümmern, sondern bekommt praktischerweise alles aus einer Hand. EC Living bietet genau dafür den Tana SL-1 an, in dem sich eine Streamingbridge, ein Digital-Analog-Wandler, ein Vollverstärker und ein Schallwandler in einem Gehäuse zusammentun, um ein komplettes Audiosystem zu bilden. Hier sieht man sofort, das optisch ein andere Weg eingeschlagen wurde, während trotzdem eine gewisse Familienzugehörigkeit zu erkennen ist. Auf einer quadratischen Basis von etwa 17 x  17 Zentimetern thront hier ein Lautsprecher, der an drei seiner vier Seiten vollständig mit Stoff verdeckt wird. Auf der Oberseite hingegen befindet sich eine dunkle Glasplatte, die direkt aus der Classic-Line stammen könnte. Prominent in der Mitte Platziert leuchtet hier das Firmenlogo von Electrocompaniet im gewohnten Blau. Fast unsichtbar befinden sich an der vorderen Kante jedoch noch weitere Bedienfelder, die erst bei Berührung zum Leben erwachen. Hier kann das Gerät ein- und ausgeschaltet werden, und auch die Anpassung der Lautstärke mit Hilfe der Plus- und Minus-Tasten kann hier ohne App vorgenommen werden. Dazu gesellen sich noch drei kleine Dioden für Statusanzeigen, die im Normalbetrieb jedoch ausgeschaltet bleiben.   Anstelle von Stoff oder Glas dominiert Metall die Basis des SL-1. Drei schmale Streifen gebürstetes Aluminium schmiegen sich ein mal um das Gerät herum. Der mittlere Streifen wird an der Front noch vom Firmenschriftzug geziert. Wer sich mit blanken Aluminium nicht anfreunden kann, kann noch zwischen verschiedenen Varianten in schwarz, oder in Kupfer wählen. Auffällige Spielereien gibt es hier nicht, so das das Gerät von einer recht schlichte Eleganz geprägt ist, die sich in modernen Wohnzimmern gut macht. Interessant ist jedoch auch besonders das, was man am  Tana SL-1 nicht sehen kann. Trotz der Stoffoberfläche gibt sich der kompakte Aktivlautsprecher recht schwer und rigide. Anders als zu erwarten verbergen sich an den Seiten nämlich keine Treiber, denn der Lautsprecher strahlt nur nach vorne hin ab. Stattdessen versteckt die Stoffoberfläche hier das rigide Vollaluminiumgehäuse des SL-1, das dank großer Steifigkeit Vibrationen verhindert und als solide Basis für die eingesetzten Chassis dient. Für die eigentliche Schallwandlung setzt Electrocompaniet auf ein Zweiwegesystem aus einem Hoch- und einem Tiefmitteltöner, die von einem Digitalen Signal Prozessor maximalen Klang aus dem kompakten Gehäuse holen sollen. Auch wenn das Zusammenspiel der Chassis digital gesteuert wird, angetrieben wird es von einer echten Class-AB Endstufe. Bemerkenswert bei einem System dieser Größe, bei dem es auf jeden Millimeter Platz und eine große Energieeffizienz ankommt. Dementsprechend würde man eigentlich ein Class-D Modul erwarten. Besonders beachtlich ist auch die Leistung, die der Verstärker entwickelt, denn mit knapp 150 Watt ist der SL-1 hervorragend aufgestellt und durchaus in der Lage, auch vergleichsweise große Räume zu beschallen.     Noch besser klappt diese Beschallung natürlich als Stereopaar, gerade Auf Grund der sehr frontalen Ausrichtung des Tana SL-1. Normalerweise würde dies den Erwerb eines zweiten identischen Systems erfordern. Doch wozu sollte man gleich zwei vollwertige Streamer in einen Raum stellen, wenn beide eh genau das gleich tun. Electrocompaniet bietet deswegen einen Zusatzlautsprecher mit den selben Spezifikationen an, der jedoch kein aktiver Streamer ist, sondern seine Daten direkt vom SL-1 empfängt. Unter dem Namen Tana L-1 verbirgt sich dann ein identisch bestückter Lautsprecher, der in das System eingebunden werden kann und dazu noch etwas günstiger ist, als der SL-1. Die Verbindung funktioniert dabei vollkommen kabellos, denn Anschlüsse bietet der L-1, abgesehen vom Stromkabel, gar nicht. Auch das hauseigene WLAN wird hier nicht mit Daten belegt. Stattdessen kommt hier eine proprietäre Funkverbindung zum Einsatz. Über diese Verbindung können dann Signale mit bis zu 96 kHz bei 24 Bit gesendet werden, was technisch sehr beeindruckend ist, aber leider unter den eigentlichen Möglichkeiten des Systems liegt. Die internen DACs verarbeiten nämlich eigentlich PCM-Signale mit bis zu 192 kHz, während der Streamer sogar die Wiedergabe von DSD128 zulässt. Die Funktionalität beeinträchtigt die Funkverbindung jedoch überhaupt nicht und auch klanglich fällt die 96 kHz-Beschränkung nicht übermäßig ins Gewicht. Das Einrichten des Systems funktioniert, wie die allgemeine Bedienung des Streamers auch, mit der App und geht gut von der Hand. Mit Hilfe eines Drag&Drop-Verfahrens können alle verbundenen Lautsprecher für die jeweils richtige Stelle im Raum angepasst werden, woraufhin satter Stereosound aus den Boxen tönt. Auch eine Anwendung für Heimkinosysteme ist damit nicht ausgeschlossen. Doch auch bei Grundlegenden Funktionen wie der Musikauswahl hilft die übersichtliche Gestaltung der Electrocompaniet App. Alben, Zonen und Quellen sind klar strukturiert und auch verschiedene Onlinedienste sind direkt in die App integriert. So steht zum Beispiel ein Internetradio-Dienst zur Verfügung, ebenso wie Bibliotheken von Tidal, Qobuz, Wimp und Spotify. Auch wenn Letzterer nicht direkt von der App aus verwendet werden kann, so kann das Tana-Set doch als Ausgabeschnittstelle für den Streamingdienst dienen. In der oberen Menüleiste bleiben einige Funktionen wie das Home-Menü und die aktuelle Wiedergabeliste immer erreichbar. Der Wiedergabebildschirm selbst bietet dann eine Übersicht über die Titel in der Warteschlange, Metadaten des laufenden Stückes, ebenso wie die Frotschrittsanzeige und natürlich die Bedienfunktionen für die Wiedergabe. Auch die Lautstärkeregelung ist hier zu finden, bei der auf Knopfdruck ein Drehregler simuliert wird. Dessen Bedienung gestaltet stellt sich als angenehm präzise heraus, was in Anbetracht der kombinierten 300 Watt Leistung auch gut ist. Schließlich möchte man ja nicht mit einem einfachen Abrutschen des Fingers die ganze Nachbarschaft gegen sich aufbringen. Sehr angenehm ist auch die Crossfade-Funktion beim Überspringen von Titeln oder Auswahl eines neuen. Gerade bei der digitalen Audiowiedergabe variiert die Lautstärke zwischen zwei Tracks oft dramatisch, so dass durch das kurze Absenken der Lautstärke beim Wechsel, der übliche Schock ausbleibt. Allerdings führt das auch zu einer geringfügigen Verringerung der Reaktionszeit der App, die sich ansonsten recht flüssig bedienen lässt. Im Betrieb stellt sich das norwegische Duo dann als äußerst Klangstark heraus. Das DSP macht seine Arbeit fantastisch und holt das Maximum aus den vergleichsweise kleinen Lautsprechern heraus. Für den Tieftonbereich gibt es sogar noch eine eigene Anpassungsmöglichkeit, die den kleinen Boxen etwas mehr Bass entlockt, ohne dass dieser aufgesetzt oder scheppernd wirkt. In Kombination konkurrieren Tana SL-1 und L-1 durchaus mit dem ein oder andern ausgewachsenen Stereo-System. Eine gute Tiefenstaffellung und ein gutes Stereofeeling schaffen sein tolles Raumgefühl, während sich der neutrale Klangcharakter des Systems als wunderbar alltagstauglich herausstellt und für jedes Musikgenre geeignet ist. Electrocompaniet schlägt mit den EC Living Komponenten einen guten Weg ein. Klangstarke Systeme müssen eben nicht mehr Raumfüllend sein, der Klang hingegen schon. Die Gratwanderung wurde gemeistert.

Fazit

Satter Sound aus zwei kabellosen Lautsprechern mit nur einem Streamer? Das  funktioniert, wie Electrocompaniet mit  Tana SL-1 und L-1 zeigen. Problemlose  Einrichtung, große Funktionalität und  schlanke Komponenten. EC Living zeigt,  was digitales HiFi heute kann

Kategorie: Hifi sonstiges

Produkt: Electrocompaniet Tana SL-1

Preis: um 860 Euro


3/2017

Kategorie: Hifi sonstiges

Produkt: Electrocompaniet Tana L-1

Preis: um 720 Euro


3/2017
Ausstattung & technische Daten: Electrocompaniet Tana SL-1
Kategorie Streaming-Lautsprecher 
Vertrieb Electrocompaniet Europe, Bonn 
Telefon 0228 92394291 
Internet www.electrocompaniet.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 177/245/177 
Eingänge: WLAN, 1 x Ethernet, 1 x USB-A, 1 x S/PDIF koaxial, 1 x Toslink optisch 
Unterstützte Formate: MP3, OGG, AAC, APE, FLAC, ALAC, AIFF, WMA, WAV, DSD 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 192 kHz, 24 Bit DSD bis DSD128, 5,6 MHz, 1 Bit 
Leistung (in Watt) etwa 150 Watt 
Bestückung: 1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner 
checksum Satter Sound aus zwei kabellosen Lautsprechern mit nur einem Streamer? Das funktioniert, wie Electrocompaniet mit Tana SL-1 und L-1 zeigen. Problemlose Einrichtung, große Funktionalität und schlanke Komponenten. EC Living zeigt, was digitales HiFi heute kann 
Ausstattung & technische Daten: Electrocompaniet Tana L-1
Kategorie Streaming-Lautsprecher 
Vertrieb Electrocompaniet Europe, Bonn 
Telefon 0228 92394291 
Internet www.electrocompaniet.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 177/245/177 
Eingänge: proprietäre Funkübertragung mit Tana SL-1 
Unterstützte Formate: k.A. 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 96 kHz, 24 Bit 
Leistung (in Watt) etwa 150 Watt 
Bestückung: 1 x Hochtöner, 1 x Tiefmitteltöner 
checksum Satter Sound aus zwei kabellosen Lautsprechern mit nur einem Streamer? Das funktioniert, wie Electrocompaniet mit Tana SL-1 und L-1 zeigen. Problemlose Einrichtung, große Funktionalität und schlanke Komponenten. EC Living zeigt, was digitales HiFi heute kann 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 07.03.2017, 12:02 Uhr
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Topthema: Die ewige Legende
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Harwood Acoustics LS3/5A

Es gibt Lautsprecher und dann gibt es noch die LS3/5A. Sie spaltet sowohl ihre Hörer, als auch die, die sie gar nicht kennen. Warum das so ist? Nun, dafür muss man sich vor allem anschauen und natürlich hören, was sie kann und nicht, was sie nicht kann.

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