Kategorie: Hifi sonstiges

Einzeltest: Teufel Rockster Air


Party-Teufel

Hifi sonstiges Teufel Rockster Air im Test, Bild 1
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Nachdem Teufel schon vor zwei Jahren mit dem original Rockster bewiesen hat, dass Bluetooth-Lautsprecher keine kleinen „Brüllwürfel“ sein müssen, schickt das Berliner Unternehmen nun den Rockster Air ins Rennen und reagiert damit auf den Wunsch vieler Kunden nach einem kompakten, mobilen und vielseitig einsetzbaren Party- Lautsprecher für jedermann. Ob Teufel das gelungen ist, gilt es nun herauszufinden.

Der „Teufel“ steckt im Detail ... und zwar durchaus im positiven Sinne, denn mit dem Rockster Air ist man wirklich für fast jede Eventualität gerüstet. Egal ob bei der Party im eigenen Keller, einem gechillten Nachmittag am See, dem nächsten Singer/Songwriter-Gig in der Fußgängerzone oder einem selbst organisierten Poetry-Slam, der Teufel lässt einen nicht im Stich. Dafür sorgt unter anderem die beachtliche Anschlussvielfalt: Neben der drahtlosen Bluetoothverbindung mit Unterstützung für apt-X können ein Mikrofon über XLR, ein Instrument über Klinke und ein mobiles Endgerät, wie z.

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B. ein Smartphone, über Aux angeschlossen werden. Alle Kanäle lassen sich gleichzeitig betreiben und dank des integrierten Mischpults sogar unabhängig voneinander in ihrer Lautstärke regeln. Jeder Eingang erhält dafür auf der Oberseite des Gerätes seinen eigenen Drehregler mit schicker LED-Beleuchtung. Ein großer zentraler Knopf mit rot leuchtender Lautstärkeanzeige dient als „Master-Volume“. Zwei weitere Regler links und rechts davon erlauben die separate Anpassung des Höhen- und Bassanteils am Gesamtklang. Zum Schutz vor der Witterung sind alle Bedienelemente unter einem Plexiglas-Deckel mit Magnetverschluss untergebracht. Basisfunktionen wie Ein- und Ausschalten sowie Lautstärkeregelung könne zudem über die kleine, recht billig anmutende Fernbedienung erfolgen. Diese funktioniert aber nur auf kurze Distanzen und ausschließlich, wenn man sich frontal vor dem Gerät befindet. Der gesamte Lautsprecher erinnert in seinem Design stark an professionelles PA-Equipment, durch die roten Farbakzente und das elegantmoderne Mischpult wird diese erst mal recht prüden Optik jedoch neues Leben eingehaucht. Auch was Verarbeitung und Robustheit angeht, muss sich der Rockster Air nicht vor seinen Profi -Vorbildern verstecken. Auf der Vorderseite schützt ein massives Metallgitter die Lautsprechermembranen, hinten und an den Seiten kommen Aluminium und mit Kunststoff überzogenes Pressholz zum Einsatz. Da wackelt nichts, da klappert nichts; alles sitzt bombenfest. Der Teufel eignet sich somit problemlos für den häufigen Transport und den Einsatz unter rabiateren Bedingungen. Da der Rockster Air mit 14,5 Kilogramm aber nicht gerade ein Leichtgewicht ist, wären eingebaute Tragegriffe wünschenswert gewesen. Teufel löst dieses Problem zwar durch die Möglichkeit, einen mitgelieferten Tragegurt anzubringen, diese Option ist jedoch in vielen Situationen nicht wirklich komfortabel. Sehr gut sind dagegen kleine Extras wie das Gewinde zur Montage des Lautsprechers auf einem PA-Stativ oder der versiegelte, feuchtigkeitsabweisende Boden, der sogar den Einsatz am Beckenrand des Freibades oder am Strand erlaubt. Da man dort in der Regel keine Steckdose zur Verfügung hat, ist ein großer integrierter Akku Pflicht: Bis zu 30 Stunden Laufzeit bei 30 % Lautstärke verspricht der Hersteller, bei maximaler Lautstärke sollen es immerhin noch beachtliche sechs Stunden sein. Wer sich damit noch nicht zufrieden gibt, kann den Akku zwar grundsätzlich wechseln, jedoch ist das vergleichsweise aufwendig und auch nicht im laufenden Betrieb möglich. Eine Akkuanzeige auf der Rückseite des Gerätes informiert einen zum Glück rechtzeitig, wenn die Ladung zur Neige geht, sodass man noch genug Zeit haben sollte, sich eine alternative Stromquelle zu organisieren. Und sollte der Akku des Handys mal schlappmachen, kann man ihn problemlos an der integrierten Ladebuchse wieder aufladen. 

„It’s all about that bass …“

Was liefert der Rockster Air denn nun klangtechnisch? Kurz: Eine ganze Menge! Teufel spendiert seinem Partymeister einen 10-Zoll-Tieftöner mit vier Bassrefl exöffnungen, der in den höheren Frequenzen von einem breit abstrahlenden Hochtonhorn mit 25-mm-Membran abgelöst wird. Beide werden von einem 72 Watt starken Class-D-Verstärker befeuert und pressen so auch noch das letzte bisschen Lautstärke aus dem 21 Liter fassenden Gehäuse. Hersteller Teufel gibt den maximalen Schalldruck mit 112 dB an – ein beeindruckender Wert. Damit spielt der Rockster theoretisch auch große Stereoanlagen an die Wand. So weit wird man den Lautsprecher aber wahrscheinlich nur in den allerseltensten Fällen aufdrehen, denn schon bei halber Leistung erreicht man sogar in großen Räumen bereits absolut partytaugliche Lautstärken. Ebenso partytauglich ist der Klang: Hier stechen vor allem die druckvollen, voluminösen und beachtlich tiefen Bässe heraus, die gerade bei höheren Lautstärken direkt in den Bauch gehen. Bei dem ganzen Getöse im Bass gehen die mittleren Frequenzen allerdings etwas unter. Auch die Höhen könnten zuweilen etwas präsenter sein, sind aber grundsätzlich klar und spritzig. Insgesamt ergibt sich so ein Sound, der zwar nicht wirklich als ausgewogen bezeichnet werden kann, dafür aber umso mehr Spaß macht und einem mit seiner druckvollen und dynamischen Natur immer wieder aufs Neue ein Grinsen ins Gesicht zaubert. 

Fazit

Mit dem Teufel im Bunde kann fast nichts schiefgehen: Der Rockster Air ist ein vielseitiges Lautsprecher-Kraftpaket, das mit seinem wuchtigen Klang und robuster Verarbeitung richtig Laune macht und dank des ausdauernden Akkus jederzeit zur Stelle ist, wenn man mal richtig aufdrehen möchte.

Preis: um 600 Euro

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Hifi sonstiges

Teufel Rockster Air

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

11/2018 - Finn Brockerhoff

Bewertung 
Klang 40%

Praxis 35%

Ausstattung 25%

Ausstattung & technische Daten 
Portables Soundsystem
Preis: um 600 Euro 
Vertrieb: Lautsprecher Teufel 
Telefon: 030 21784217 
Internet: www.teufel.de 
Ausstattung:
Messwerte
Abmessungen (B x H x T in mm) 380/460/285 
Gewicht (in kg): 14.5 
Kurz und knapp
+ mitreißender Klang 
+ hervorragende Verarbeitung 
+ durchdachte Ausstattung 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung: gut - sehr gut 
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Autor Finn Brockerhoff
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Datum 09.11.2018, 15:01 Uhr
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