Kategorie: Hifi & TV Möbel

Einzeltest: HighStandArt Stoic


Fest gemauert in der Erden

Hifi & TV Möbel HighStandArt Stoic im Test, Bild 1
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Keine andere Komponente der Stereokette ist so von einem sicheren Stand abhängig wie der Plattenspieler. Das liegt in der Natur der Sache und ist nicht zu ändern. Außer, der Standort wird zum Hängeort

Die Rede ist natürlich von einer Wandhalterung, auf der man das Laufwerk losgelöst von den Gefahren des Bodens unterbringen kann. Gefahren des Bodens? Nun, das Stichwort lautet „Trittschall“: Unter diesem Sammelbegriff sind alle niederfrequenten Schwingungen zusammengefasst, die über den Boden übertragen werden. Nun gibt es da natürlich Abstufungen: Ein stabiles HiFi-Rack mit ordentlich Masse, das über Spikes direkt an einen Betonboden angekoppelt ist, bietet sicherlich Vorteile gegenüber einem leichten Möbelstück, das auf einem schwimmend verlegten Laminatboden steht. Aber selbst der stabilste Betonboden bleibt immer ein Resonator – insofern ist es eine richtige Idee, den Plattenspieler komplett vom Kontakt mit dem Boden – direkt oder indirekt zu befreien.

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Wenn man es genau nimmt – und das darf man natürlich auch –, kann man jetzt einwenden, dass auch Wände schwingen können. Das ist im Prinzip richtig, aber schon die möglichen Einflüsse sind bei Wänden deutlich geringer als bei Böden. Klar: Wenn der Nachbar direkt auf der anderen Seite der Wand mit dem Schlagbohrer agiert oder zwei Meter hinter der Außenwand ständig 40-Tonnen-Lastzüge vorbeidonnern, dann wird sich das auch auf eine Wandhalterung übertragen, aber sonst ist eine solche Konstruktion jederzeit vorzuziehen. „Stoic“ heißt eine neu entwickelte Wandhalterung von Hersteller HighStandArt, die von den HiFi-Spezialisten von In- Akustik vertrieben wird. Und man hat hier einen recht hohen Anspruch an das Produkt gelegt: Stabiler geht es nicht. Die gesamte Konstruktion besteht aus einem in sich schon stabilen Vierkant-Stahlrohr, wahlweise in schwarz pulverbeschichtetem Stahl oder in Edelstahl, der sauber zu einem Rechteckrahmen verschweißt wurde. In die Ecken werden Stahldreiecke eingesetzt, die den Rahmen noch einmal versteifen und zusätzlich als Trägerplatten für die eingeschraubten Spikes zur Basisplatte hin fungieren. Zur Wand hin gibt es eine massive Stahlplatte mit fünf Bohrungen für die Schrauben, die in Dübel in der Wand geschraubt werden. Für die Tragfähigkeit gibt man lapidar „mehrere Hundert Kilo“ an – wir gehen mal davon aus, dass der limitierende Faktor die Konsistenz des Mauerwerks ist. Zwei Größen stehen momentan zur Auswahl: Beide Varianten sind 55 Zentimeter breit, die eine 40 Zentimeter tief, die andere 50 Zentimeter. Bei der größeren Bautiefe kommt ein drittes Trägerprofil in der Mitte zum Einsatz – siehe Bild. In Sachen Basis hat man im Moment die Auswahl zwischen Multiplex natur, Multiplex lackiert und Schiefer. Insgesamt ergibt sich so eine recht große Produktpalette, auf der sich für jeden Bedarf etwas finden lässt. Die Preise beginnen bei 1.100 Euro und gehen hoch bis 2.150 Euro – das ist nicht billig, angesichts der Stabilität und der Verarbeitungsqualität in Handarbeit aber akzeptabel. Die Montage der Basis lässt sich mit einem guten Schlagbohrer und einer Wasserwaage innerhalb einer halben Stunde erledigen. Sollte sich am Rahmen eine leichte Schieflage eingestellt haben, kann man diese mit den Spikes bequem ausgleichen. Und jetzt kommt sie, die alles entscheidende Frage: Wie klingt es? Nun, süffisant möchte ich hier bemerken: Eine Wandhalterung klingt nicht, sie hängt an der Wand. Aber so leicht machen wir es uns dann doch nicht. Und ja, ich konnte sie ausmachen, die Unterschiede. Dazu muss ich sagen, dass ich in meinem Wohnzimmer mit einem schwimmend verlegten Bodenbelag leben muss – die Füße freut das, die Anlage weniger. Auf jeden Fall bieten sowohl ein recht schwerer Transrotor-Plattenspieler als auch meine geliebten alten Direct-Drive-Laufwerke eine höhere Souveränität, Ersterer ein bisschen, schließlich bringt er selber schon einen guten halben Zentner auf die Waage, Letztere deutlicher, weil sie in ihren eher leichten Holzzargen einen schweren Stand (sic!) haben. Die gerne zitierte Schwärze des Hintergrunds ist dunkler, die größere nutzbare Dynamik wird dadurch größer und auch die räumliche Abbildung stabiler – was will man mehr? Wenn man ganz konsequent ist, stellt man am besten die komplette Anlage auf Wandhalterungen – denn auch die Komponenten nach dem Plattenspieler profi tieren klar von einer resonanzfreien Aufstellung.

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Fazit

Die Wandhalterung Stoic ist nicht billig, aber ihren Preis wert: Sie ist trotz des schlanken Profils die stabilste uns bekannte Wandhalterung und sorgt vor allem bei Plattenspielern fast in jeder Wohnsituation für eine deutlich gesteigerte Wiedergabequalität.

Preis: um 1100 Euro

Hifi & TV Möbel

HighStandArt Stoic


10/2018 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 1.100 Euro bis 2.150 Euro (je nach Größe und Ausführung) 
Vertrieb: in-akustik, Ballrechten-Dottingen 
Internet: www.in-akustik.de 
E-Mail: info@in-akustik.de 
Telefon: 07634 56100 
B x H x T: 550 x 100 x 400mm oder 550 x 100 x 500mm 
Gewicht: ab ca. 10 kg 
Unterm Strich ... Die Wandhalterung Stoic ist nicht billig, aber ihren Preis wert: Sie ist trotz des schlanken Profils die stabilste uns bekannte Wandhalterung und sorgt vor allem bei Plattenspielern fast in jeder Wohnsituation für eine deutlich gesteigerte Wiedergabequalität. 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 31.10.2018, 10:02 Uhr
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