Kategorie: Hifi & TV Möbel

Rack Finite Elemente Pagode Edition MKII


Mechanik- Meisterstück

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Racks und Zubehör von Finite Elemente hatten wir in der jüngeren Vergangenheit ja schon das eine oder andere Mal. In Anbetracht der langen Produkthistorie stellen wir heute mal die Frage: Gibt’s bei so etwas wie Racks eigentlich Fortschritte?

Einleitendes


Racks von Finite Elemente heißen „Pagode“. Das war schon bei ihrer ersten Inkarnation der Fall, und das ist mittlerweile deutlich über 20 Jahre her. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich die klanglichen Unterschiede zwischen einer in so etwas untergebrachten Anlage und einer eher hemdsärmeligen Lösung schon damals als ziemlich deutlich empfand. Und im letzten Jahr hatten wir ein „Pagode Signature MKII“ zu Gast, bei dem sich der positive Eindruck bestätigte. Stellt sich die Frage: Wenn man nun stolzer Besitzer eines liebevoll gehegten und gepflegten Pagode-Racks von damals ist – hat sich da technisch und klanglich Nennenswertes getan? Lohnt es sich am Ende gar, den Klassiker gegen eines der aktuellen Modelle zu tauschen? Zur Beantwortung dieser Frage rückten die Herren von Finite Elemente mit zwei Modellen an, die sich auf den ersten Blick nur dadurch unterschieden, dass eines davon drei, das andere vier Stellflächen besaß. Was dem Vergleich der beiden keinerlei Abbruch tun sollte.

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Zur Orientierung: Bei Finite Elemente gibt es derzeit vier Pagode-Baureihen. Die erwähnte Pagode Signature MKII bildet dabei den Einstieg in die Finite Elemente- Welt, heute beschäftigen wir uns mit der Pagode Edition MKII, die hierarchisch eine Stufe darüber angesiedelt ist. Die optische Ähnlichkeit zur Ur-Pagode ist sehr groß, die Unterschiede sind für Nicht-Profis kaum wahrzunehmen.   

Ein über die Generationen gleich gebliebenes Merkmal der MKII-Pagode sind die Rahmenkonstruktionen aus solidem kanadischen Ahorn, die die Aufnahme für die eigentlichen Geräteböden bilden. An dieser Stelle gab’s nichts zu verbessern, die Kombination aus Festigkeit und Formstabilität machen das Material zur ersten Wahl an dieser Stelle.
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Die aufwendige Rahmenkonstruktion ist eines der entscheidenden Merkmale bei der Pagode
Diese Rahmen werden mittels Edelstahl- Spikes mit den tragenden seitlichen T-Profilen verspannt, was auch schon bei der Ur- Pagode der Fall wahr. Das gilt für alle außer der untersten Ebene, bei der der Rahmen fest mit den Profilen verschraubt wird. Bis hierhin gibt’s zwischen Ur-Pagode und der aktuellen Variante noch keine nennenswerten Unterschiede. Das ändert sich, wenn man versucht, beide Probanden zu bewegen. Dabei fällt nämlich auf, dass das MKII-Rack deutlich leichter ist als die Ur-Variante. Der Grund dafür steckt in den Geräteplattformen, hier hat sich nämlich Einiges getan. Bei der Ur-Pagode bestanden diese noch aus zwei mittels dämpfender Zwischenlage zusammenlaminierten MDF-Platten. Dieser „Constrained Layer Damping“ genannte Aufbau ist bis zum heutigen Tage eine gute Idee, bei dieser Anwendung aber nicht mehr der Stand der Dinge. Die neuen Gerätebasen bestehen aus extrem dünnen furnierten HDF-Platten, die innere Struktur wird von einem sehr leichten, aber stabilen Wabenkern gebildet. Sie erinnern sich vielleicht, das hatten wir schon bei den Solo-Carbon- Gerätebasen von Finite Elemente, die wir Ihnen ebenfalls schon vorgestellt haben. Ebenfalls neu konstruiert wurde die Aufnahme, die die Stellflächen in der Rahmenkonstruktion an Ort und Stelle hält. Bei der MKI-Pagode wurde das mit höhenverstellbaren Edelstahlspikes gelöst, die in einer Metallbuchse standen. Mittlerweile wich der schlichte Spike einer Keramikkugel, die in den tragenden Gewindebolzen eingepresst wird. Auch hier gibt’s eine feinfühlige Höhenverstellung, die per Kontermutter festgesetzt werden kann. Hüben wie drüben sorgen Moosgummiringe für eine Zentrierung der Füße in ihren Aufnahmen. Der Wabenkern sorgt für ein deutlich verbessertes Resonanzverhalten und geringere Energiespeichereffekte, die Kugelfüße bieten eine verbesserte Schwingungsableitung. Eine der Schlüsseltechnolgien bei den Finite Elemente-Racks ist die trickreiche Resonatortechnologie, die etwaige Schwingneigungen der Geräte unterdrücken. Dabei handelt es sich um Massedämpfer, die an der Innenseite der Tragrahmen montiert werden. Ihre Abstimmung wurde mit der MKII-Version des Racks geändert, die neuen Böden machten eine Anpassung an dieser Stelle unabdingbar. Übrigens ist es nicht egal, welche der Stellflächen an welcher Position im Rack zum Einsatz kommt. Deshalb sind sowohl Ausrichtung als auch „Etage“ bei jedem Boden markiert.  


Ausführungen


Pagode-Racks waren und sind Manufakturprodukte, die im Kundenauftrag gefertigt werden.

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Die „Carbofibre“- Böden sind eine Möglichkeit, das Rack noch weiter aufzuwerten
Dabei kann man aus einer Vielzahl von Ausführungen wählen. Das Modell Edition MKII gibt’s in fünf verschiedenen Höhen mit zwei bis fünf Stellflächen in drei Nutzflächen. Man kann zwischen sieben verschiedenen Beiz-Farbtönen für die Holzteile wählen und sich aussuchen, ob man die seitlichen Aluminium-T-Profi le hochglanzpoliert haben möchte oder nicht. Es gibt auf Wunsch Heavy-Duty-Böden, die mit 120 Kilogramm belastet werden können und alternativ „Carbofibre“- Böden, bei denen die Holzoberfläche durch eine Kohlefaserbeplankung ersetzt wird. Wie Sie sich vermutlich denken können, ist das Ganze kein ganz billiges Vergnügen. Wenn ich unser Muster-Rack anhand der Preisliste grob überschlage komme ich auf einen Verkaufspreis von gut 12.000 Euro. Hätte man die Stellflächen lieber in der Carbon-Option, kämen nochmals knapp 2.700 Euro dazu.  

Der Versuch


Ohne Zweifel erwirbt man mit einem solchen Rack ein exzellent gefertigtes und bis ins Detail durchdachtes Konzept. Um nachzuvollziehen, ob die klanglichen Meriten des neuen Modells tatsächlich andere sind als die die der Ur-Pagode, suchte ich mir eine etwas exotische Gerätekombination zusammen – es galt ja, drei Geräte zu fin-den, die sich ohne größeren Aufwand von einem Rack ins andere transferieren lassen. Letztlich bin ich bei nur zwei Geräten hängengeblieben, nämlich einem Thorens TD 403 als Signallieferanten und dem Holborne-Vollverstärker „Passion“ mit eingebauter Phonovorstufe. Plattenspieler und ein bisschen Röhrentechnik (der Holborne ist ein Hybridvollverstärker), das sollte gut funktionieren. Das tat es zweifellos schon beim Betrieb auf der Ur-Pagode. Die Kombi spielte leichtfü-ßig, entspannt, großräumig und mit Substanz. Das schwedische Rock-Ensemble „Kungens Män“ präsentierte seine Tag-Nachtreise sehr schön atmospärisch dicht und emotional. Doch was war das? In der neuen Pagode gewann das Saxophon merklich an Strahlkraft, die Schlagzeugbecken bekamen mehr Strahlkraft und das Geschehen gewann eindeutig an Tiefe. Nochmal zurückgebaut – kein Zweifel: etwas matter und lustloser, was die Herren dort ablieferten. Noch besser lässt sich das mit Bill Hendersons unsterblichem „Send In The Clowns“ von der fantastischen 45er Maxi-Auskopplung nachvollziehen. Auf der neuen Opagode klingt’s einfach noch eindrücklicher, emotionaler und entschlackter. Grob- wie feindynamisch hat die neue Version einfach mehr zu bieten. Das Klavier rechts hinten wirkt vollkommen greifbar, immer ist die Live-Atmosphäre im Times-Restaurant fast mit den Händen greifbar. Große Klasse. Ob das Ende der Fahnenstange damit schon erreicht ist? Definitiv nicht. Der Austausch der „Holzböden“ gegen die Kohlefaser-Pendants öffnete den Raum noch weiter, ließ all die kleinen Hintergrundgeräsuche des Restaurantbetriebes noch besser hörbar werden. Ich muss zugeben, dass ich dieses Ergebnis ganz erstaunlich finde. Nicht nur die über alles erzielbare Qualität, sondern vor allem die Unterschiede zwischen den beiden Rack-Generationen.

Fazit

Mechanik ist wichtig bei der Musikwiedergabe – selten ließ sich das so deutlich nachvollziehen wie mit der neuen Pagode von Finite Elemente. Auch wenn die technischen Änderungen gering erscheinen, sie sind deutlich nachvollziehbar.

Kategorie: Hifi & TV Möbel

Produkt: Finite Elemente Pagode Edition MKIII

Preis: um 8480 Euro

6/2024

Auch wenn die technischen Änderungen gering erscheinen, sie sind deutlich nachvollziehbar.

Finite Elemente Pagode Edition MKIII

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Ausstattung & technische Daten 
Kategorie: Rack 
Preis: ab ca. 8.480 Euro 
Vertrieb: Finite Elemente, Paderborn 
Telefon: 05254 64557 
Internet: www.finite-elemente.eu 
Garantie: 2 Jahre 
B x H x T: Testmodell: 660 x 750 x 540 mm 
Kommentar Mechanik ist wichtig bei der Musikwiedergabe – selten ließ sich das so deutlich nachvollziehen wie mit der neuen Pagode von Finite Elemente. Auch wenn die technischen Änderungen gering erscheinen, sie sind deutlich nachvollziehbar. 
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Datum 28.06.2024, 09:59 Uhr
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Topthema: Wenn man ehrlich ist ...
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... dann braucht man zum guten Musikhören nicht mehr als den neuen Mivoc-Vollverstärker HA200 BT. Vor allem angesichts der Tatsache, dass man hier aus einer Hand eine komplette Anlage bekommen kann, die es in sich hat.

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