Kategorie: In-Car Endstufe 2-Kanal

Einzeltest: Helix P TWO


Chip, Chip, hurra!

Car-HiFi Endstufe 2-Kanal Helix P TWO im Test, Bild 1
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Mit der neuen P TWO erweitert Helix seine P-Serie mit einem Zweikanalverstärker, der mit enormer Kanalleistung glänzt. Wir untersuchen, was man mit der P TWO alles anstellen kann.

Spätestens mit der P SIX DSP MK2 hat Helix 2016 gezeigt, dass man das Thema „kleine Digitalendstufe“ auch anders interpretieren kann als der Mainstream. Anstatt „nur“ Leistung auf kleinstem Raum zu bieten erhob die P SIX von Anfang an einen High-End-Anspruch und wendete sich damit an anspruchsvolle Musikhörer, denen es eben nicht nur auf klein und praktisch ankommt. Diesen Anspruch zu erfüllen, schaffte die P SIX erstmals mit Chip- Endstufen, also mit Leistungsverstärker-ICs, die sonst eher in günstigen Designs zu fi nden sind als in High-End-Verstärkern. Möglich machte dies die neueste Generation Chips von Texas Instruments, mit denen Helix Mutterfirma Audiotec Fischer mittlerweile eine Entwicklungszusammenarbeit unterhält.

Car-HiFi Endstufe 2-Kanal Helix P TWO im Test, Bild 2Car-HiFi Endstufe 2-Kanal Helix P TWO im Test, Bild 3Car-HiFi Endstufe 2-Kanal Helix P TWO im Test, Bild 4Car-HiFi Endstufe 2-Kanal Helix P TWO im Test, Bild 5
Und jetzt kommt die P TWO. Natürlich im gleichen edlen Gehäuse wie die P SIX DSP, sie enthält aber keinen Signalprozessor und ist eher als Erweiterung der P SIX gedacht, obwohl sie natürlich auch alleine als Zweikanalendstufe eine gute Figur macht. Zur direkten Kopplung an eine digitale Signalquelle hat man der P TWO einen optischen S/PDIF spendiert, der entweder über die Frequenzweichen der P TWO oder direkt in die Verstärkung laufen kann. Der ist mit einem rauscharmen 32-Bit- D/A-Wandler sehr wertig ausgestattet. Ansonsten finden wir wieder ein recht schlau gemachtes Netzteil, das sogar zur geregelten Sorte gehört, also (nahezu) unabhängig von der Versorgungsspannung die Railspannung konstant hält. Die Endverstärkung geschieht wie bei der P SIX mit „Ultra-HD-Class-D“-ICs, und zwar einem pro Kanal. Diese ICs zeichnen sich durch ihre ausgedehnte Bandbreite aus, sie sind speziell für HiRes-Audio entwickelt – unsere P TWO läuft konsequenterweise bis über 80 kHz! Die Leistungschips sind wie bei der P SIX ursprünglich zweikanalig und in der P TWO arbeiten beide internen Kanäle auf einen Ausgangskanal im Parallelbetrieb. Das ermöglicht eine enorme Leistungsausbeute bis 2 Ohm, aber es bewirkt auch, dass die P TWO nicht brückbar ist. Wer also Subwoofer betreiben will, sollte einen mit Doppelschwingspule stereo anschließen. Oder gleich zwei Woofer betreiben, denn das kann die P TWO locker. Die eigentliche Sensation ist nämlich die Leistung. Das Teil drückt in unserem Labor 292 Watt in 4 Ohm und 2 x 486 Watt in 2 Ohm – und das mit zwei kleinen Verstärker-ICs! Gerade in Anbetracht der HiRes-Bandbreite und 456 kHz PWM-Takt ist dies wirklich sensationell, denn normalerweise gibt es entweder Leistung oder Bandbreite, aber nicht beides. Und diese Leistung wird auch noch sehr sauber produziert. Bei kleinen Leistungen fällt der Klirr bis unter 0,01 % und selbst bei Halblast liegt die P TWO nur bei 0,04 %, auch die Dämpfungsfaktoren und das Rauschen können sich sehen lassen. 

Sound


Obwohl die P TWO vielleicht sogar als Subwoofererweiterung der P SIX gedacht ist, ist sie mit ihrer HiRes-Fähigkeit viel zu schade, um nur Bass zu machen. Aber sie kann´s, und zwar hervorragend. Mit bemerkenswerter Kontrolle treibt sie auch schwerere Subs wie die neuen Q-Woofer (Test in dieser Ausgabe), und zwar ohne ins Schwitzen zu kommen. Aber auch am Komposystem gibt sie sich als eine der knackigsten und souveränsten Zweikanalendstufen am Markt zu erkennen. Und zwar unabhängig von Größe und Funktionsprinzip. Und als eine, deren Klang auch verwöhnte Ohren erfreut. Das beweist sie eindrucksvoll mit ihrer traumhaften Stimmenwiedergabe und mit ihrer Akkuratesse über den gesamten Frequenzbereich. Egal, ob schwärzeste Bässe oder filigrane Hochtondetails, mit der P TWO verpasst man nichts. Dazu gesellt sich dann dank der immensen Leistungsreserven eine brachiale Dynamik, die dem Zuhörer die Tränen in die Augen treibt. Das ist ganz großes Kino und schier unglaublich für eine Chip- Endstufe.

Fazit

Die P TWO stellt leistungsmäßig alles in den Schatten, was kompakte Digitalendstufen angeht. Dazu punktet sie mit blitzsauberer Technik, edler Wertigkeit und HiRes-Fähigkeit. Klanglich kann sie mit beliebigen High- End-Verstärkern zumindest mithalten, und unter den Kleinen ist sie ganz oben auf dem Treppchen.

Preis: um 800 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Helix P TWO
5.0 von 5 Sternen

08/2018 - Elmar Michels

 
Bewertung 
Klang 40% :
Bassfundament 8%

Neutralität 8%

Transparenz 8%

Räumlichkeit 8%

Dynamik 8%

Labor 35% :
Leistung 20%

Dämpfungsfaktor 5%

Rauschabstand 5%

Klirrfaktor 5%

Praxis 25% :
Ausstattung 15%

Verarb. Elektronik 5%

Verarb. Mechanik 5%

Klang 40%

Labor 35%

Praxis 25%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audiotec Fischer, Schmallenberg 
Kontakt 02972 9788 0 
Internet www.audiotec-fischer.com 
Technische Daten
Kanäle
Leistung 4 Ohm (x2) 292 
Leistung 2 Ohm (x2) 486 
Leistung 1 Ohm (x2)
Brückenleistung 4 Ohm (x1)
Brückenleistung 2 Ohm (x1)
Empfindlichkeit max. mV 1780 
Empfindlichkeit min. V 6,8 
THD+N (<22 kHz) 5 W 0.015 
THD+N (<22 kHz) Halblast 0.143 
Rauschabstand dB(A) 81 
Dämpfungsfaktor 20 Hz 257 
Dämpfungsfaktor 80 Hz 257 
Dämpfungsfaktor 400 Hz 257 
Dämpfungsfaktor 1 kHz 230 
Dämpfungsfaktor 8 kHz 38 
Dämpfungsfaktor 16 kHz 11 
Ausstattung
Tiefpass in Hz 25 – 4k Hz 
Hochpass in Hz 15 – 4k Hz 
Bandpass in Hz 15 – 4k Hz 
Bassanhebung 0 – 8 dB/45 – 120 Hz 
Subsonicfilter via HP 
Phaseshift Nein 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautomatik •, DC 
Cinchausgänge Nein 
Abmessung (L x B x H in mm) 260/190/50 
Sonstiges opt. Digitaleingang 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 14.08.2018, 14:59 Uhr
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Topthema: Meters Level Up
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