Kategorie: In-Car Endstufe 4-Kanal

Einzeltest: Audiocontrol D-4.800


Volle Kontrolle

Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 1
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Neben Digitalendstufen und einem DSP gibt es bei Audiocontrol auch die D-4.800, die beides miteinander verbindet. Wir haben uns die Alleskönnerin genauer angeschaut.

Nachdem wir bereits den Stand-alone- DSP DM-810 (Ausgabe 4/2017) und die Sechskanalendstufe LC-6.1200 (Ausgabe 5/2017) getestet haben, kommt jetzt die D-4.800 in die Redaktion. Wir haben es dabei ungefähr mit einer Zweidrittel-LC-6.1200 zu tun, die einen DM-810 eingebaut hat. Wie gesagt, nur ungefähr. Wegen des DSP finden wir unter dem Audiocontrol-typischen Aludeckel so gut wie keine Bedienelemente, sondern nur den Schalter für die Einschaltautomatik. 9 LEDs helfen allerdings bei der Einstellung. An der Front hat die vierkanalige D-4.800 neben den üblichen vier Low-Level- Eingängen sechs Hochpegeleingänge. Das ist gut für kompliziertere Werksanlagen mit aufgeteiltem Signal, so dass die Audiocontrol auch aus „zerstückeltem“ Signal ein vollständiges Signal wiederherstellen kann.

Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 2Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 3Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 4Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 5Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 6Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 7Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 8Car-HiFi Endstufe 4-Kanal Audiocontrol D-4.800 im Test, Bild 9
Neben den vier Verstärkerkanälen finden wir zwei prozessierte Ausgänge, so dass wir einen 6-Kanal-DSP vor uns haben. Ungewöhnlich dabei: Der Blick ins Innere lässt auf etwas anderes schließen. Zuerst wird klar, dass die D-4.800 keinen DM- 810 eingebaut hat, sondern einen ganz eigenen DSP. Der arbeitet keineswegs mit dem sehr guten DSP ADAU1452 von Analog Devices wie der DM-810, sondern hat vier kleine zweikanalige DSP-Chips aus der kleinen Serie des Herstellers mit 28 Bit statt der 32 Bit wie beim DM-810. Und richtig gezählt – vier zweikanalige Chips ergeben 8 Kanäle, von denen nur 6 genutzt werden. Offensichtlich kommt die DSP-Platine noch in Geräten mit mehr Kanälen vor, dennoch stellt sich die Frage, warum Audiocontrol der D-4.800 nur 2 statt 4 prozessierte Ausgänge spendiert hat. Separate Wandler gibt es keine, da die ADAU1761 diese bereits enthalten. Ein weiterer Vielbeiner fällt noch auf, nämlich ein digital steuerbares Potenziometer, das den Gainregler ersetzt und hier (wie schon im DM- 810) sinnvoll eingesetzt ist, da es vor den Wandlern für eine ordentliche Aussteuerung sorgt. Die DSP-Software ist trotz der doch geringen technischen Verwandtschaft die gleiche wie beim großen DSP, hier gilt also auch das dort Gesagte. Wir haben Frequenzweichen mit Linkwitz-Filtern (12 oder 24 dB), dann Equalizer mit 30, 14 oder 10 Bändern, wobei beides (wie leider auch die Pegel) nur pro Kanalpaar eingestellt werden kann. Nur bei der Laufzeit lassen sich die Kanäle getrennt einstellen, hier ist lobend zu erwähnen, dass es neben einer Ausgangskorrektur auch eine Laufzeitanpassung der Eingänge gibt – wieder einmal sehr gut für kompliziertere Werksanlagen, die bereits mit Laufzeit arbeiten. Beide Einstellungen geschehen in recht groben 28-mm-Schritten – hier verschenkt Audiocontrol wieder Potenzial, die Hardware würde 7 mm erlauben. Lobenswert ist dann wieder die AccuBASS-Funktion, die in manchen Fällen im Werkssystem verlorene Bässe zurückholen kann. Und schließlich punktet die D-4.800 mit einer sehr übersichlichen RTA für Eingänge und Ausgänge. Das ist eine tolle Sache, denn mit dieser Echtzeitanalyse sieht man sofort, wenn das Eingangssignal nicht stimmt oder wenn durch einen Fehler beim Einstellen nur Mist aus den Ausgängen kommt. 

Messungen und Sound


Wenn wir uns im Messlabor ansehen, was aus den Lautsprecherausgängen kommt, ist das alles andere als Mist. Die Audiocontrol liefert saubere Leistung ab und schiebt schon an 4 Ohm kräftige 100 Watt – genug für alle Lebenslagen. Das ist beachtlich, zumal die Endverstärkung mit ICs statt mit großen Transistoren bewerkstelligt wird. Die Chips verzerren auch nur wenig, was der Audiocontrol weiter gute Noten beschert. Insgesamt gibt es an der Technik wenig auszusetzen. Wie immer bei digitalen Ketten muss man auf die korrekte Aussteuerung achten, auch die D-4.800 profitiert davon, dass der Input-Gain möglichst voll aufgedreht ist. Benutzt man wie wir die Cincheingänge, sollte der Regler mindestens auf +6 dB stehen. Wie die Sechskanalschwester spielt auch die D-4.800 neutral und aufgeräumt. Sie geht mit jeder Art Musik souverän um und bevorzugt keine Frequenzbereiche. Egal ob Synthiesounds oder gestrichener Kontrabass, die Endstufe gibt sich gleichermaßen Mühe, das Programm so darzustellen, dass man sich im Sound sofort zu Hause fühlt. Dazu reicht sie einen sehr großzügigen Raumeindruck, der auch in der Tiefe schön staffelt. Schließlich sorgen mächtig grollende Bässe dank ausreichend Leistungsreserven für den nötigen Spaßfaktor, so dass man klanglich mit der D-4.800 immer bestens aufgestellt ist.

Fazit

Die D-4.800 punktet mit Verstärkerleistung und DSP und ist vor allem ein sehr mächtiges Integrationspaket, das mit einer Vielzahl von Werksanlagen zurechtkommt und dann für Klangverbesserung sorgt. Mit den 6 summierten Hochpegeleingängen und der Eingangs- Laufzeitkorrektur bietet die D-4.800 auch für bereits vorhandene gehobene Soundausstattungen eine Lösung. Das Ganze ist wie immer bei Audiocontrol sehr ordentlich gemacht und sehr gut verarbeitet.

Preis: um 900 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Endstufe 4-Kanal

Audiocontrol D-4.800

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

09/2018 - Elmar Michels

Bewertung 
Klang 40% :
Bassfundament 8%

Neutralität 8%

Transparenz 8%

Räumlichkeit 8%

Dynamik 8%

Labor 35% :
Leistung 20%

Dämpfungsfaktor 5%

Rauschabstand 5%

Klirrfaktor 5%

Praxis 25% :
Ausstattung 15%

Ver. Elektronik 5%

Ver. Mechanik 5%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Maxxcount, Dresden 
Hotline 0351 8718234 
Internet www.maxxcount.de 
Technische Daten
Kanäle
Leistung 4 Ohm 104 
Leistung 2 Ohm 181 
Brückenleistung 4 Ohm 362 
Brückenleistung 2 Ohm
Empfindlichkeit max. mV 650 
Empfindlichkeit min. V 1,3 
THD+N (<22 kHz) 5 W 0,024 
THD+N (<22 kHz) Halblast 0,048 
Rauschabstand dB(A) 78 
Dämpfungsfaktor 20 Hz 343 
Dämpfungsfaktor 80 Hz 318 
Dämpfungsfaktor 400 Hz 318 
Dämpfungsfaktor 1 kHz 312 
Dämpfungsfaktor 8 kHz 16 
Dämpfungsfaktor 16 kHz
Ausstattung
Tiefpass 25 – 20k Hz 
Hochpass 25 – 20k Hz 
Bandpass 25 – 20k Hz 
Bassanhebung -12 – 12 dB/10 – 20k Hz 
Subsonicfilter via HP 
Phasesshift 0, 180°, LZK via DSP 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautomatik •, DC 
Cinchausgänge •,1 Paar, prozessiert 
Abmess. (L x B x H in mm) 227/196/54 
Sonstiges 6-Kanal-DSP, AccuBASS 
Klasse Abs. Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi „Kräftige Endstufe mit top Integrationsfeatures und DSP.“ 
Eingänge 4-Kanal RCA, 6-Kanal 
High-LevelAusgänge 2-Kanal RCA (prozessiert) 
Optionales Zubehör Fernbedienung ACR-3 (Presets, Lautstärke 
Ausstattung
* Clipping-LED, Summierung, Eingangs- und Ausgangs-LZK, AccuBass-Funktion 
DSP-Software (V 1.0.30 im Test) 
Hoch- und Tiefpass 25 – 20 kHz, 1-Hz-Schritte, Linkwitz, 12 oder 24 dB/Okt, pro Kanalpaar 
Phase 0, 180° 
Laufzeit 0 – 731,5 cm, 28,4-mm-Schritte (0,1 ms) 
Eingangs-Delay 0 – 21,3 ms 
grafischer EQ 30 oder 14 oder 10 Band pro Kanal/Kanalpaar, +12 – -12 dB, Q je nach Anz. Bänder 
* RTA-Echtzeitfrequenzgangmessung an Eingängen und Ausgängen pro Kanalpaar 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 02.09.2018, 09:54 Uhr
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Topthema: Micro-Endstufe mit vier Kanälen
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