Kategorie: In-Car Endstufe Mono

Einzeltest: Hifonics BRX12000D


Das volle Brett

Car-HiFi Endstufe Mono Hifonics BRX12000D im Test, Bild 1
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Dieses Jahr beeindruckt Hifonics mit einer schier unaufhörlichen Flut von neuen Verstärkern. Gerade ganz oben im Programm, bei den edlen Zeus- und Brutus-Modellen hat es einen Rundumschlag mit neuen Gehäusen und Kühlkörpern und überarbeiter Technik gegeben. Dabei hat man auch gleich ein neues Topmodell der Brutus-BRX-Monoblöcke aufgelegt, die BRX12000D.

Von Hifonics gab es bislang nicht weniger als 24 Monoverstärker. Und weil zwei Dutzend anscheinend noch nicht genug sind, kommt jetzt Nummer 25, um sich ganz oben in der Markenhierarchie einzusortieren. Die Rede ist von der BRX12000D, die sich jetzt vor die 9000er als Topmodell setzen will. Allein der Kühlkörper der neuen 12000D ist 75 Zentimeter lang, das Ding will gar nicht mehr aufhören. Doppelte Stromterminals lauern auf daumendicke Kabel, und die sind nötig, denn wenn die versprochenen 6 Kilowatt RMS losgelassen werden, haben wir es größenordnungsmäßig mit 500 Ampere zu tun.

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Klar wird die kein Mensch auf Dauer brauchen und aushalten, vielmehr schielt die dicke Hifonics auf die SPL-Wettbewerbsszene, wo kurzzeitig immense Leistungen verbraten werden, koste es, was es wolle. Die Hifonics ist natürlich 1-Ohm-stabil und optisch ist sie passend zu den aktuellen Zeus-Modellen gekleidet. Das bedeutet, sie hat den gleichen Stranggusskühlkörper mit farblich abgesetzten, aufgeschraubten Kühlrippen. Innendrin findet sich eine Ehrfurcht einflößende Stromversorgung mit vier megafetten Trafos, fingerdicke Kabel reichen einerseits den Saft von den Stromterminals an die richtige Stelle der Platine weiter und sorgen auch für den Rücktransport des fertig verstärkten Signals zu den Lautsprecherklemmen. Der Innenaufbau des Verstärkers ist weitgehend symmetrisch, wir haben es also mit zwei unabhängig aufgebauten Verstärkerzügen zu tun, die sich jeweils um eine Halbwelle des Signals kümmern, und die dann um 180° versetzt zum fertigen Ausgang zusammengefügt werden. Für jede Halbwelle stehen 16 Leistungstransistoren bereit, und zwar die der dicken Sorte, die ordentlich Strom abkönnen. Hier wird nicht gekleckert, hier wird mal so richtig geklotzt! Das gilt auch für die Ausstattung, hier packt Hifonics wie immer so ziemlich alles rein, was geht. Eine Kabelfernbedienung gehört genauso dazu wie symmetrische Eingänge. Und wer mit einer 12000D nicht genug hat, kann zwei davon im Master/Slave-Modus betreiben. Auch Filter gibt es reichlich. Neben Subsonic und Tiefpass (jeweils mit 24 dB Okt.) beherrscht die 12000D auch die Phasenregelung, und der parametrische EQ lässt sich sogar in Frequenz und Güte einstellen. Richtig abgehen tut‘s dann am Messplatz, wo die 12000D restlos überzeugen kann. Sie übertrifft bei der Leistung sogar die Werksangaben, wir haben 2470 Watt bereits an 4 Ohm! Geht man auf 2 Ohm runter, schiebt das Dickschiff locker 4170 Watt in die Lastwiderstände. An 1 Ohm schließlich sind es unglaubliche 6190 Watt bei 13,8 V und 1 % THD. Bei einem solchen Gerät mag es zwar die wenigsten interessieren, aber das Ding produziert sogar sehr wenig Verzerrungen, und zwar auf einem Niveau, das auch für eine Fullrange-Endstufe vollkommen okay wäre. Auch bei den Dämpfungsfaktoren ist die Neue besser als manch frühere Hifonics. Was nach wie vor kein Ruhmesblatt ist, ist das Rauschen – tja, sind halt viele, viele Bauteile drin, die alle ihr Quäntchen dazu tun. 

Sound


Muss man eine solche SPL-Endstufe mit highendig aufgenommener Hörtestmucke rannehmen? Man muss nicht, aber man kann durchaus! Das Ding arbeitet sehr sauber, so dass man sehr wohl gepflegt Musik hören kann. Über die Pegelfähigkeiten braucht man wohl keine großen Worte zu machen, knapp 6,2 kW sprechen eine deutliche Sprache. Auch traut man dem dicken Brett ohne Weiteres zu, bis in schwärzeste Tiefbassregionen jeden noch so stabilen Subwoofer mühelos zu verblasen – das kann die 12000D mit einem leichten Dreh am Lautstärkesteller. In der Praxis dürfte sich ganz klar eher die Frage nach ausreichender Stromversorgung stellen als nach den Fähigkeiten dieser Endstufe.

Fazit

Die BRX12000D ist nicht weniger als die stärkste Endstufe im Hifonics-Programm. Und sie hält, was sie verspricht.

Preis: um 1600 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Endstufe Mono

Hifonics BRX12000D

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

03/2016 - Elmar Michels

 
Bewertung 
Klang 20% :
Tiefgang (5%) 5%

Druck (5%) 5%

Sauberkeit (5%) 5%

Dynamik (5%) 5%

Labor 55% :
Leistung (40%) 40%

Dämpfungsfaktor 5%

Rauschabstand 5%

Klirrfaktor 5%

Praxis 25% :
Ausstattung 15%

Verarbeitung Elektronik 5%

Verarbeitung Mechanik 5%

Ausstattung & technische Daten 
Laborbericht
Vertrieb Audio Design, Kronau 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Kanäle
Leistung 4 Ohm (x4) 2472 
Leistung 2 Ohm (x4) 4169 
Leistung 1 Ohm (x4) 6186 
Empfindlichkeit max. (in mV) 190 
Empfindlichkeit min. (in V) 5.3 
THD+N (<22 kHz) 5W 0.061 
THD+N (<22 kHz) Halblast 0.076 
Rauschabstand dB (A) 60 
Dämpfungsfaktor 20 Hz 159 
Dämpfungsfaktor 40 Hz 155 
Dämpfungsfaktor 60 Hz 160 
Dämpfungsfaktor 80 Hz 150 
Dämpfungsfaktor 100 Hz 144 
Dämpfungsfaktor 120 Hz 140 
Ausstattung
Tiefpass 35 - 250 Hz 
Hochpass Nein 
Bandpass 13 - 250 Hz 
Bassanhebung 0 - 18 dB/20 - 75 Hz 
Subsonicfilter 13 - 55 Hz/ 24 dB 
Phaseshift 0 - 180° 
High-Level-Eingänge Nein 
Einschaltautom. (Autosense) Nein 
Cinchausgänge Ja 
Abmessungen L x B x H (in mm) 750/255/62 
Sonstiges Fernbedienung, linkbar 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Car&Hifi „Die stärkste Hifonics-Mono bisher“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 26.03.2016, 15:01 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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