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Kategorie: In-Car-Lautsprecher 16cm

Einzeltest: Ground Zero GZUC 165.3SQ


Ground Zero GZUC 165.3SQ – Dreiwege-Kompo für Klanggourmets

In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 1
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Für Freunde highendiger Dreiwegesysteme hat Ground Zero mit der neuen Lautsprecherserie Uranium-SQ eine Menge zu bieten. Wir testen das GZUC 165.3SQ, nur eine von mehreren Kombinationen aus der Serie. 

Wer auf der Suche nach wirklich hochklassigen Lautsprechern ist, wird bei Ground Zero sicher fündig. Falls der Preis keine rolle Spielt gibt es edelste Komponenten in den Top-Serien. Wer allerdings auch ein klein wenig aufs Preisschild schauen muss, fi ndet in der „Budget-High-End-Serie“ Uranium-SQ tolle Speaker, die zwar naturgemäß auch nicht billig sind, aber für Klangfreaks irgendwie erreichbar bleiben. Die Uranium-SQSerie wurde jüngst vollkommen überarbeitet, so dass mehr oder weniger alle Chassis neu sind. Die Palette umfasst nicht weniger als 5 Chassis, die 4 Kombinationsmöglichkeiten für Fullrange-Systeme erlauben. Der 16er-Tiefmitteltöner GZUK 165SQ und der 28er-Hochtöner GZUT 28SQ bilden das Zweiwegesystem, das wir in der letzten Ausgabe getestet haben. Zwei Mitteltöner stehen für eine Dreiwege-Lösung zur Verfügung: Der 80-mm-Konusmitteltöner GZUM 80SQ und die große Mitteltonkalotte GZUM 55SQ. Als Fünfter im Bunde ist der Breitbänder GZUF 60SQ, der zusammen mit dem Tieftöner ein schickes Zweiwegesystem für Breitbandfans abgibt. Wer sein System passiv betreiben will, findet darüber hinaus eine Zweiwege- und eine Dreiwege- Weiche im Programm. Unser Testkandidat ist das Dreiwege-System GZUC 165.3SQ, ein fertig zusammengestelltes Dreiwege-Set mit dem GZUM 55SQ als Mitteltöner. Der Tiefmitteltöner GZUK 165SQ wartet mit einem stabilen Druckgusskorb auf, der großzügig Fläche für eine perfekte Belüftung bereitstellt. Die Membran besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium und weist ein gerades Profi l auf, so dass wir einen abwickelbaren Konus vor uns haben. Verschlossen wird sie mit einer großen Dustcap aus Polypropylen. Diese muss so groß ausfallen, weil auch die Schwingspule mit einem XXL-Durchmesser von 50 Millimeter glänzt.

In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 2In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 3In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 4In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 5In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 6In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 7In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 8In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 9In-Car-Lautsprecher 16cm Ground Zero GZUC 165.3SQ im Test, Bild 10
Das verschafft ihr nicht nur eine stattliche Oberfläche zur Wärmeabfuhr, es steckt auch eine sehr highendige Konstruktion dahinter. Ground Zero hat für den 16er einen Unterhangantrieb entwickelt, bei dem die Luftspalthöhe (Polplattenstärke) größer ist als die Wickelhöhe der Schwingspule. Dies hat zur Folge, dass sich die Schwingspule immer komplett im Luftspalt bewegt – eine sehr verzerrungsarme, aber aufwendige Bauweise. Weil die Spule nicht im Streufeld außerhalb des Luftspalts arbeiten muss, sieht sie nur das lineare Magnetfeld im Spalt und produziert so extra wenig Verzerrungen. Auch der Hochtöner GZUT 28SQ wartet mit einem „Trick“ auf. Mit seiner kompakten Bauform lässt er sich auch in Originalplätzen installieren, trotzdem sollte er bei tiefen Frequenzen trennbar sein. Dazu nimmt man normalerweise ein Koppelvolumen hinter der Membran, was natürlich die Einbautiefe erhöht. Ground Zero macht es anders. Erst einmal bekommt der Tweeter eine große 28-Millimeter-Kalotte spendiert, und dann gibt es statt des Koppelgehäuses eine stark bedämpfte Polkernbohrung mit Zugang nach außen, die für eine niedrige Resonanzfrequenz sorgt. Mit dem Mitteltöner GZUM 55SQ haben wir ein echtes Sahneteil vor uns. Das Chassis ist so hübsch, dass man es am Liebsten in eine Vitrine stellen möchte oder direkt auf den Nachttisch in Streichelnähe. Wir haben eine Vertreterin der seltenen Mitteltonkalotten vor uns, die genau wie ein Hochtöner gebaut sind, nur viel größer für den Einsatz bei tieferen Frequenzen. Das tut man natürlich deswegen, um die Vorteile einer Kalotte gegenüber dem Konustöner auszunutzen. Sehr wenig bewegte Masse ist immer für saubere Signaltreue und Agilität hilfreich. und so eine hauchdünne Gewebemembran wiegt nun mal um Größenordnungen weniger als ein Papierkonus. Ebenfalls ein Vorteil ist die außen an der Kalotte angebrachte Spule, die die Membran relativ gleichmäßig antreibt und durch ihre große Oberfl äche bestens gekühlt ist. Doch auch der Nachteil der Mitteltonkalotte sei nicht verschwiegen. Membranfläche und Hub sind konstruktiv recht begrenzt im Gegensatz zum Konustöner. Daher funktioniert eine Mitteltonkalotte nur bei relativ hohen Frequenzen. In der Praxis bedeutet das hohe Trennfrequenzen zwischen Tieftöner und Mitteltöner, die je nach Einbaulage im Fahrzeug klanglich nachteilig sein können. Auf der anderen Seite ist die kompakte Bauform ein klarer praktischer Vorteil. Wer es drauf anlegt, kann die Mitteltonkalotte sogar in die A-Säule einbauen. Die glänzend beschichtete Kalottenmembran besteht aus Seide – eine reine Augenweide. Unser Passivsystem enthält natürlich auch ein Frequenzweiche, die nicht größer ausfällt als die Zweiwege-Weiche. Die Bauteile sind größtenteils sehr gut, obwohl bei drei Wegen bei dieser Größe Kompromisse eingegangen werden müssen. Gerade die tiefe Trennung Tieftöner/Mitteltöner erfordert große Bauteilewerte, die in entsprechender Qualität Platzangebot und Budget sprengen würden. Die Schaltung filtert Tieftöner und Hochtöner mit 12-dB-Filtern zweiter Ordnung aus Spule und Kondensator. Der Mitteltöner bekommt einen 6-dB-Bandpass verpasst, der ihn nach unten wie nach oben sanft herausnimmt. Mittelton und Hochton sind zudem im Pegel einstellbar.       

Messungen und Sound


Die Trennfrequenzen des Dreiwegesystems liegen ungefähr bei 400 Hz und 6 kHz, damit übernimmt der Mitteltöner die Hauptarbeit im tonal sensibelsten Frequenzbereich. Genau so soll es sein, denn wozu hat man sonst einen Mitteltöner? Dessen Resonanzfrequenz von 350 Hz legt dabei die untere Trennfrequenz fest, tiefer geht es nicht. Nach oben hat der Entwickler dagegen die freie Wahl, der GZUM 55SQ ist bis 8-9 kHz einsetzbar. Bei den Verzerrungsmessungen präsentiert sich die Mitteltonkalotte als extrem sauber arbeitendes Chassis. Sie bewältigt ihre Aufgabe bis in hohe Pegel nahezu störungsfrei. Hier bewährt sich das Kalottenprinzip, wie man es von normalerweise ebenfalls sehr sauber arbeitenden Hochtönern gewohnt ist. Verzerrungen kommen meist von den Konustönern, deren zentral angetriebene Membranen zu Partialschwingungen neigen und Resonanzen ausbilden. Das ist bei unserem Ground-Zero-Tiefmitteltöner dank tiefer Dreiwege-Trennung natürlich kein Problem, seine Membranresonanz liegt bei 8 kHz und ist damit weit weg von seinem Einsatzgebiet als Kickbass. Im Hörtest stellt sich das GZUC 165.3SQ als ein fein abgestimmtes System für Klanggourmets heraus. In Sachen Detailabbildung läuft das System zu Hochform auf, hier lässt es ganz wunderbar in Kleinigkeiten wie Anblasgeräuschen schwelgen oder den Sängern beim Luftholen zuschauen. Schlagzeugbecken und Percussion erhalten den richtigen Glanz und Knack, überhaupt macht perkussive Musik dank der herrlichen Dynamik einen Riesenspaß. Auch die Stimmwiedergabe kann sich sehen und hören lassen, hier herrschen Klarheit und Transparenz über das Klangbild. Im Kickbass macht das Set keine Gefangenen, Der Tieftöner mit großer Schwingspule und Alumembran kickt saftig und pegelfest, egal, ob es ein Bassdrumgewitter sein soll oder schneidende Beats wiedergegeben werden sollen. Zusammen mit der außergewöhnlich großzügigen Räumlichkeit macht dies in Summe eines der besten Systeme in letzter Zeit.      

Fazit

Ground Zero redet mit der Uranium-SQ-Serie ein gewichtiges Wörtchen in der Klangszene mit. Die feinen Chassis sind toll konstruiert und gefertigt und gerade das GZUC 165.3SQ ist ein Kompo, das klanglich keine Wünsche offen lässt.

Preis: um 900 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Ground Zero GZUC 165.3SQ

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

-

 
Bewertung 
Klang 55% :
Bassfundament 11%

Neutralität 11%

Transparenz 11%

Räumlichkeit 11%

Dynamik 11%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Maximalpegel 10%

Verzerrung 10%

Praxis 15% :
Frequenzweiche 10%

Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Ground Zero, Egmating 
Hotline: 08095 873830 
Internet: www.ground-zero-audio.com 
Technische Daten
Korbdurchmesser in mm 165 
Einbaudurchmesser in mm 144 
Einbautiefe in mm 64 
Magnetdurchmesser in mm 80 
Korb MT (in mm) 90 
Einbautiefe MT (in mm) 34 
Membran HT in mm 28 
Gehäuse HT in mm 48 
Flankensteilheit TT in dB 6,12 
Flankensteilheit HT in dB 12 
Hochtonschutz Nein 
Pegelanpassung MT/HT (in dB) /+2, 0, -2 dB 
Gitter Ja 
Sonstiges Pegelanpassung MT 
Nennimpedanz in Ohm
Gleichstromwiderstand Rdc in Ohm 3.19 
Schwingspuleninduktivität Le in mH 0.37 
Schwingspulendurchmesser in mm 50 
Membranfläche Sd in cm² 127 
Resonanzfrequenz fs in Hz 57 
mechanische Güte Qms 3.65 
elektrische Güte Qes 0.92 
Gesamtgüte Qts 0.67 
Äquivalentvolumen Vas in l 11.1 
Bewegte Masse Mms in g 15.7 
Rms in Kg/s 1.54 
Cms in mm/N 0.49 
B*l in Tm 15.7 
Schalldruck 2 V, 1 m in dB 86 
Leistungsempfehlung in W 50 - 150 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Absolute Spitzenklasse 

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