Kategorie: Kopfhörer Hifi, Kopfhörerverstärker

Systemtest: Beyerdynamic T 5 p, Chord Mojo


High End Mobil

Kopfhörer Hifi Beyerdynamic T 5 p, Chord Mojo im Test , Bild 1
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Eine High-End Kopfhörer Ausstattung für den mobilen Einsatz ist nicht nur auf Reisen praktisch. Der neu vorgestellte Beyerdynamic T 5 p der zweiten Generation stellt zusammen mit dem Chord Mojo eine Traumkombination mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dar.

Warum sollte man den Einsatz mobiler Geräte aufs Reisen beschränken? Hochwertige akkubetriebene, kompakte DAC/Kopfhörerverstärker bieten mittlerweile eine Klangqualität, die stationären Lösungen in nichts nachsteht. Allein die Spannung der Akkus schränkt die Auswahl an passenden Kopfhörern ein. Sehr hochohmige Kopfhörer lassen sich an mobilen Geräten nicht gut betreiben. Allerdings geht der Trend auch bei hochwertigen Kopfhörern ganz klar in Richtung niedrige Impedanzen. Insofern kann man leicht eine portable Traumkombi zusammenstellen. Denn auch daheim erlaubt eine solche Kombi höchsten Musikgenuss - und das sowohl im ganzen Haus als auch etwa im Garten oder auf dem Balkon.

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Nicht wenige Musikliebhaber hören auch gerne vor dem Einschlafen noch Musik. Ein mobiles Setup kann man problemlos mit ins Schlafzimmer nehmen. Da Kopfhörer für den Mobilen Einsatz meist auch eine gute Schallisolierung bieten, fühlt sich auch eine Bettnachbarin/ein Bettnachbar nicht gestört.

Kopfhörer Beyerdynamic T 5 p 


Beyerdynamic bietet unter den Tesla-Modellen, bei denen im Antrieb neue Magnetkonstruktionen mit besonders hohen Feldstärken eingesetzt werden, Kopfhörer mit unterschiedlichen Impedanzen an. Der Beyerdynamic T 5 p stellt mit 32 Ohm die für den mobilen Einsatz optimierte Version des Spitzenmodells T 1 dar. Im Unterschied zum halboffenen  T 1 ist der T 5 p als geschlossener Kopfhörer konstruiert, was eine bessere Schallisolierung gegenüber der Umwelt gewährleistet. Vor kurzen hat Beyerdynamic die 2. Generation seiner Spitzenmodelle vorgestellt. Klar, dass der in ein höchstwertiges mobiles Setup gehört. Die Passform des T 5 p ist, wie bei eigentlich bei allen Beyerdynamic Modellen, über jeden Zweifel erhaben. Mit 350 g ist er für einen „Vollformater“ vergleichsweise leicht. Kopf- und Ohrpolster sind üppig und weich und die schräg nach vorne versetzte Anordnung der Tesla-Wandler lässt innerhalb der Gehäuse viel Platz für die Ohren. Verstell- und Schwenkbereiche sind so bemessen, dass der Kopfhörer auf jedem Kopf einen komfortablen Sitz gewährleisten sollte. Auch die Verarbeitungsqualität ist Top. Klanglich standen Beyerdynamic Kopfhörer lange in dem Ruf, eher hell und analytisch zu klingen. Ich vermute, dieser Ruf stammt noch aus der Zeit, als sich die Hersteller sich bei der klanglichen Abstimmung von Kopfhörern im Bass generell eher zurückgehalten haben. Dass das sehr hohe Auflösungsvermögen, dass Produkte von Beyerdynamic schon immer gekennzeichnet hat, zusammen mit einer eher mitten- und höhenbetonten Abstimmung nicht jedermanns Sache ist, kann man sich vorstellen. Auch der T 5 p bietet ein exzellentes Auflösungsvermögen, verbunden mit beeindruckenden grob- wie feindynamischen Qualitäten. Das ganze ist in ein tonal ausgewogenes Klangbild eingebunden, sodass man definitiv nicht von einem  im negativen Sinne „analytischen“ Klang sprechen kann. Der T 5 p klingt schnell und bringt eine unglaubliche Informationsfülle, hat aber auch Substanz. Im Vergleich zum gleich teuren T 1 klingt es etwas direkter, unmittelbarer, mehr wie ein Monitor Kopfhörer, dafür opfert er ein wenig von der großzügigeren Weite, die das Klangbild des T 1 auszeichnet.


DAC/Kopfhörerverstärker Chord Mojo 


Der englische Hersteller Chord ist ausgewiesener Spezialist in Sachen Digitaltechnik. Im Gegensatz zu 99% aller anderen Hersteller von Audio-Digitalelektronik setzt Chord keine der üblichen D/A-Wandler-Chips von Texas Instruments/Burr Brown oder Sabre ein sondern verwendet individuell programmierbare Field Programmable Gate Arrays (FPGA). Nur damit, so gibt man sich überzeugt, lassen sich viele Probleme der quasi hart verdrahteten Chipsätze umgehen. Ein so kompaktes Gerät wie den MoJo zu bauen sei nur mit Hilfe der allerneusten, extrem kleinen und leistungsfähigen FPGAs möglich gewesen, so Chord. Das handschmeichlerische kleine Gerät mit seinem soliden Alu-Gehäuse gefällt nicht nur haptisch. Auch die Bedienung ist gut gelöst. Der große „Ball“ dient zum Ein- und Ausschalten und zeigt durch seine Farbe die Auflösung der ankommenden Musikdaten an. Die verarbeitet der Mojo im PCM Format bis zu 768 kHz, DSD bis 11.2 MHz (DSD 256). Die beiden kleineren Bälle dienen der Lautstärkeregelung – ihre aktuelle Farbe gibt Auskunft über den aktuellen Pegel. Daten nimmt das Gerät per USB (Mini-USB Stecker), elektrisch (3,5 mm Klinke) oder optisch (TOSLINK) an. Ein Weitere USB Eingang dient als reine Ladebuchse für an Akku. Chord trennt Signaleingang und Stromversorgung also strickt. Der Mojo bietet zwei Kopfhörern Anschluss. Schon das Vorgängermodell Hugo hat Chord ursprünglich für den mobilen Einsatz konzipiert. Da es damals noch keine so hoch integrierten FPGAs zur Verfügung standen, hat das Gerät ungefähr die Grundfläche einer Postkarte und ist bei einer Bauhöhe 2 cm nicht ganz so handlich. Dafür besitzt der Hugo Cinch-Anschlüsse und wird deshalb in den meisten Fällen stationär eingesetzt – wofür man bei Chord eigentlich andere Geräte konzipiert hat. Wenn ich jetzt schreibe, dass es der Mojo klanglich mit jedem großen DAC aufnehmen kann, mache ich mich bei Chord sicher unbeliebt. Dennoch: auch unter ausgewachsenen DACs und Kopfhörerverstärkern muss man lange suchen und auch beträchtlich mehr Geld ausgeben um ein Gerät zu bekommen, was mit dem Mojo mithalten kann.

Die Kombi


Mit der Kombi aus Beyerdynamic T 5 p unf Chord Mojo ist man unglaublich nah dran an der Musik. Wunderschön und unendlich traurig kommt etwa das Klavierduo „Tears for Esbörn“, von Iro Rantala und Michael Wollny, das dem verstorbenen Frontmann des legendären Jazz-Trios E.S.T., Esbjörn Svensson, gewidmet ist. Über diese Kombi zieht es einen sofort rein in die Klänge, man schwebt zwischen den einzelnen Tönen, Hustgeräusche aus dem Publikum, eigentlich nur ganz leise im Hintergrund, knallen auf einmal wie Pistolenschüsse in diese traurig-schöne, intime Stimmung. Fast augenblicklich mischen sich ein paar härtere Obertöne in die Klänge, so als ob sich die Pinaisten über diese Störung ihres fast meditativen Spiels ärgerten. Das allen bringen  Beyerdynamic T 5 p und Chord Mojo so klar zu Gehör, wie man das sonst selten hört.

Fazit

Direkter als der T 1 agierend, bringt der für den mobilen Einsatz optimierte T 5 p echtes Monitor-Feeling.

Unabhängig von den kleinen Abmessungen: Was Chord mit dem Mojo an Klang bietet, ist einfach groß.

Preis: um 1000 Euro

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Kopfhörer Hifi

Beyerdynamic T 5 p

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2016 - Martin Mertens

Preis: um 600 Euro

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Kopfhörerverstärker

Chord Mojo

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2016 - Martin Mertens

 
Bewertung: Beyerdynamic T 5 p
Klang 50%

Passform 20%

Ausstattung 20%

Design 10%

Ausstattung & technische Daten: Beyerdynamic T 5 p
Vertrieb Beyerdynamik, Heilbronn 
Internet www.beyerdynamic.de 
Gewicht (in g) 350 
Typ Around-Ear 
Anschluss 3,5-mm-Stereoklinke 
Frequenzumfang 5 – 50.000 Hz 
Impedanz (in Ohm) 32 
Wirkungsgrad (in dB) 102 
Bauart geschlossen 
Kabellänge (in m) 1,4 m (austauschbar) 
Kabelführung beidseitig 
geeignet für: mobiles High End 
Ausstattung Hardcase, Adapter auf 6,3-mm-Stereoklinke 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung gut – sehr gut 
Bewertung: Chord Mojo
Klang 70%

Ausstattung: 15%

Bedienung 15%

Ausstattung & technische Daten: Chord Mojo
Preis: 600 
Vertrieb: G8 & friends 
Internet: www.chordelectronics.de 
B x H x T (in mm): 82/6/22 
Gewicht: 180 g 
Ausführungen: schwarz 
geeignet für: mobiles HiFi, mobiels High End 
Eingänge: digital: 1 x Mini-USB-B; 1 x 3,5-mm-Klinke, 1 x TOSLINK 
Ausgänge: 2 x Kopfhörer 3,5-mm-Klinkenbuchse; Ladeanschluss: Mini-USB 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 12.12.2016, 11:56 Uhr
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