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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Ayre Codex


Digitalklotz

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Manche Firmen sind ihrer Zeit voraus – und haben es deshalb oft schwer. Das trifft auch auf Ayre zu. Die Amerikaner waren in Sachen Design und Technik häufig Vorreiter, und damit häufig weiter, als die HiFi-Klientel das akzeptiert hat. Vielleicht ist das der Grund, aus dem Ayre seinen kleinen DAC/Kopfhörerverstärker altertümlich „Codex“ genannt hat.

Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet Codex etwa „Holzklotz“, später wurden Holz- oder Wachstäfelchen zum Schreiben, die zu einem Block aufeinandergelegt und verbunden waren, als Codex bezeichnet. Auch alte Bücher bezeichnet man häufig als Codex. Insofern ist zumindest der Name mal ganz „unmodern“. Vermutlich ist der Name allerdings lediglich der Tatsache geschuldet, dass das Gehäuse des Ayre Codex hochkant aufgestellt wird und damit an ein Buch erinnert. 

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||Ausstattung


Der Codex besitzt ausschließlich digitale Eingänge: Daten nimmt er per USB-B und Toslink (optisch) entgegen – PCM bis maximal 24 Bit, 384 kHz und DSD bis 5.6448 MHz. Analoge Quellen bleiben außen vor. Ausgangsseitig hat man mehr Möglichkeiten: Auf der Front gibt es zwei 3,5-mm-Buchsen sowie eine 6,3-mm-Buchse für Kopfhörer. Die 3,5-mm-Buchsen bieten eine Besonderheit, dazu später mehr. Auf der Rückseite gibt es ein Paar Cinchbuchsen zum unsymmetrischen und ein Paar XLR-Buchsen zum symmetrischen Anschluss von Endstufen oder Aktivlautsprechern. Die Bedienung erfolgt über den Drück/Drehregler auf der Front im Zusammenhang mit dem kleinen, dreistelligen Display. Das rote Display wirkt ein wenig retro, erfüllt jedoch seinen Zweck. Kommen Daten am aktiven Eingang an, zeigt das Display die anliegende Samplingrate. Dreht man am Drehknopf, springt die Anzeige um und zeigt den eingestellten Lautstärkewert. Ein kurzer Druck auf den Drehknopf mutet das Gerät, ein längerer führt ins Setup-Menü. Hier wählt man den Eingang, schaltet die Lautstärkeregelung aus, wenn man den Codex an einen externen Vorverstärker oder Endgeräte mit eigener Lautstärkeregelung anschließt, oder regelt die Displayhelligkeit. Ein eigenes Thema ist der symmetrische Betrieb. Der Codex ist prinzipiell komplett symmetrisch ausgelegt und arbeitet grundsätzlich symmetrisch. Dann leuchtet die „Balanced“-LED auf der Front. Da die meisten Kopfhörer allerdings unsymmetrisch sind, wechselt der Codex, sobald ein Kopfhörer in die 6,3-mm-Buchse gesteckt wird, in den unsymmetrischen Modus und die LED geht aus. Eine Besonderheit bilden die beiden 3,5-mm-Buchsen. Hier können entweder zwei unsymmetrische Kopfhörer angeschlossen werden oder je rechter und linker Kanal eines symmetrischen Kopfhörers – ein etwas ungewöhnliches Anschlussformat, das nach einem speziellen Adapter verlangt. Da der Codex hier nicht feststellen kann, was angeschlossen ist, springt er automatisch in ein entsprechendes Setup-Menü und verlangt von seinem Besitzer eine Angabe, ob er singleended (unsymmetrisch) oder balanced (symmetrisch) arbeiten soll. Zur eingesetzten Wandlertechnik schweigt sich Ayre weitgehend aus. Anzunehmen ist, dass die Amerikaner hier einige der selbst entwickelten Schaltungen zum Einsatz bringen, für die die Marke unter anderem bekannt geworden ist. 

Preis: um 1900 Euro

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Ayre Codex

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

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