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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Harmony Design Ear 90 (Symmetrische Ausführung)


Die Harmonie der Simplizität

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Schweden ist das Land der klaren Luft und des  geradlinigen Designs. Mit dem Kopfhörerverstärker Ear 90 versuchen die Nordlichter von  Harmony Design, klangliche Reinheit und ein  simples Konzept zu vereinen – auch ohne eine  Ikea-artige Anleitung mit Erfolg.

Wissen Sie, ich bin ein echter Freund des stationären HiFi-Handels, ungeachtet der Schnäppchenpreise, die bisweilen im Internet für das eine oder andere Gerät aufgerufen werden. Das wurde mir gerade jetzt bei (beziehungsweise eher im Vorfeld) der Beschäftigung mit dem Harmony Design Ear 90 so richtig deutlich vor Augen geführt: Klar hat der deutsche Vertrieb Applied Acoustics aus Berlin mir gesagt, dass der Ear 90, den ich testen soll, eine symmetrische Verstärkungsschaltung besitzt. Klar auch, dass ich in keinem Moment auf die Idee kam, dass er deshalb auch – eigentlich ganz konsequent – ausschließlich symmetrische Eingänge besitzt. Dumm nur, dass der Tester in meiner Person in seiner Zweitkette kein Gerät mit symmetrischen Line-outs führt und dementsprechend auch keine dreipoligen Kleinsignalkabel besitzt. Und nun kommt der Händler vor Ort ins Spiel: Ohne das HiFi Forum Michael Preul in Saarbrücken und seine spontane Leihgabe zweier Cinch-auf-XLR-Stecker von Cardas würden Sie diesen Test vielleicht gar nicht lesen können. Aber entschuldigen Sie bitte den kleinen Exkurs, und lassen Sie uns nun zum zu besprechenden Gerät selbst kommen. Über technische Daten und sonstige unwichtige Details schweigen sich Hersteller und Vertrieb aus, nur zur Last der anschließbaren Kopfhörer gibt es Infos: Zwischen 30 und 800 Ohm sollten es sein. Doch auch mit den 25 Ohm meines AudioQuest NightHawk hat der Ear 90 keine Probleme – im Gegenteil. Die Bedienung des Gerätes ist selbsterklärend: Auf der Vorderseite befi nden sich nur der Ein-/Aus-Schalter (sympathischerweise „Live“ genannt), eine Betriebsanzeigen- LED sowie der Lautstärkeregler. Selbiger ist ganz old-school über Einzelwiderstände gerastert und verspricht besten Kanalgleichlauf und bessere klangliche Resultate als die berühmten „blauen Potis“, so der Vertrieb. Hinten geht es wie gesagt per XLR rein, daneben befinden sich zwei 6,3-mm- Klinkenbuchsen sowie die Kaltgerätebuchse. Alles ist extrem hochwertig und mit den besten verfügbaren Teilen ausgeführt. Übrigens liegt dem Ear 90 kein eigenes Netzkabel bei: Wer in einen so hochwertigen Kopfhörerverstärker investiere, der werde auch für das entsprechende Netzkabel ein paar Euro übrig haben, so die Devise. Ist ja auch nicht ganz unrichtig. Also flugs ein Graditech Voima 1 angeschlossen, und los geht’s … 

Preis: um 1200 Euro

Harmony Design Ear 90 (Symmetrische Ausführung)

Spitzenklasse


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