Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Canton Vento 890DC


Glanzleistung

Lautsprecher Stereo Canton Vento 890DC im Test, Bild 1
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Da steht sie nun in unserem Testraum, Cantons Neue namens Vento 890 DC. Optisch aufgewertet, Ausstattungstechnisch auf dem neuesten Stand und opulent bestückt. Aber kann sie auch klanglich halten, was die edle Verpackung verspricht?

Bewährtes zu erneuern, ist an sich schon eine mutige Sache. Erst Recht dann, wenn man Marktführer in Deutschland ist und über eine erfolgreiche Lautsprecherserie verfügt, die auch nach vier Jahren Laufzeit noch zu den Bestsellern des eigenen Sortimentes zählt. Canton hat diesen Schritt aber dennoch gewagt und präsentiert der HiFi-Gemeinde pünktlich zum Jahreswechsel die überarbeitete Version seiner mittlerweile schon legendären Vento-Serie.

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Verarbeitung

Darauf habe ich mich lange gefreut, jetzt ist es so weit: Endlich sind die mir als noch schöner als ihre Vorgänger angekündigten 890er-Standboxen angekommen, die sogleich in unseren Testräumen zeigen sollen, was sie so Besonders macht. Lange suchen muss ich da nicht, denn schon beim Auspacken finde ich weiße Baumwollhandschuhe, die mir helfen, die hochglanzlackierte Standbox sicher und ohne Kratzer und Fingerabdrücke von ihren Kartonagen zu befreien. Als die 29-Kilo-Boliden nun vor mir stehen, beginne ich sogleich damit, die Lackqualität des sich nach hinten verjüngenden MDF-Gehäuses zu kontrollieren was sich jedoch auch nach eingehender Überprüfung als reine Zeitverschwendung herausstellt, sind doch keinerlei Wellen, Fehler oder Unregelmäßigkeiten zu entdecken. Zufrieden bewerte ich den Punkt „Verarbeitung“auf meiner Checkliste und widme mich der Ausstattung des schönen Drei-Wege-Towers.

Technik

Als nächstes werfe ich einen Blick auf die Schallwand des 890 DC und entdecke Altbekanntes: Cantons jahrelanger Philosophie folgend ist auch die überarbeitete Vento-Serie komplett mit Aluminium- Schwingsystemen ausgestattet. Zwei 200er- und ein 180er-Chassis nehmen hier den größten Platz in Anspruch, wobei die beiden erstgenannten Treiber im unteren Drittel der Schallwand sitzen und logischerweise für die Wiedergabe tieffrequenter Klanganteile zuständig sind.

Lautsprecher Stereo Canton Vento 890DC im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Canton Vento 890DC im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Canton Vento 890DC im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Canton Vento 890DC im Test, Bild 5
Wie bei allen neueren Modellen der Hessen üblich, hängt jede der drei silbrig schimmernden Membranen in Cantons patentierter Wave- Sicke. Der Vorteil dieser speziellen Aufhängung ist die noch tiefere Bassdarstellung, die durch eine größere Auslenkung des Schwingsystemes erzielt werden kann. Hier kommt auch die seit Jahren bewährte und stets weiterentwickelte DC-Technologie (Displacement Control) zum Einsatz, durch die das unkontrollierte Taumeln der Membran verhindert wird, was eine deutlich präzisere Tieftonreproduktion ermöglicht. Weiter geht’s mit dem zwischen der Mittel- und Tieftoneinheit sitzenden, 25 Millimeter messenden Alu-Mangan-Hochtöner. Und auch hier finde ich ein Canton-typisches Merkmal wieder, die sogenannte „Transmission Frontplate“, die schon bei ihrem Vorgänger, der 809 DC eingesetzt wurde. Die leichte Vertiefung dient dem Hochtöner als Behausung und ist perfekt auf diesen abgestimmt, so dass er in der Lage ist, ein sauberes und verzerrungsfreies Rundstrahlverhalten zu erzielen. Auffällig ist auch die hochglanzlackierte Bodenplatte, auf der der 112-Zentimeter hohe Standlautsprecher majestätisch Platz nimmt. Vier Metallstützen sorgen für einen definierten Abstand zwischen Basis und Korpus, was zwei Vorteile zur Folge hat: Zum einen verleiht dieser Aufbau der 890 einen erhabeneren optischen Eindruck, zum anderen konnten die Entwickler in der Unterseite eine große Bassreflexöffnung unterbringen, was einen flexiblen Einsatz der Box ermöglicht. Anschluss findet Cantons Prachtstück über das rückseitig angebrachte Terminal, das mit vergoldeten Bi-Wire/Bi-Amping- Schraubklemmen bestückt ist. Dank des großzügig angeordneten Moduls und der massiven Klemmen finden auch Lautsprecherkabel größeren Querschnitts hier Anschluss.

Soundcheck

Nachdem mich Verarbeitung und Ausstattung vollends überzeugen, geht es nun an den Hörtest, wobei ich dem Duo zunächst einmal drei Tage Einspielzeit gönne. Nach knapp 72 Stunden habe ich dann scheinbar einen anderen Lautsprecher vor mir. Nachdem auch die Ausrichtung optimiert ist, starte ich mit Haydns Trompetenkonzert Es-Dur, gespielt vom Württembergischen Kammerorchester. Gleich bin ich von der für einen Alu-Tweeter vergleichsweise sanften, aber durchweg präzisen Hochtonwiedergabe extrem positiv überrascht. Damit aber nicht genug, denn die 890 DC weiß auch in Sachen Tiefenstaffelung und Raumabbildung zu überzeugen. So hat es den Anschein, als wäre das riesige Orchester breit vor mir aufgebaut. Während die Trompeter im Vordergrund den Hauptteil der Arbeit übernehmen, sind die begleitenden Trommler deutlich und präzise gestaffelt aus dem Hintergrund zu vernehmen. Nach dieser beeindruckenden Vorstellung will ich hören, wie sich das Paar in tieferen Gefilden schlägt und lege Kraftwerks „Minimum-Maximum“ in den Player. Mit „Die Mensch-Maschine“ geht es dann richtig zur Sache und nun können die beiden 890er zeigen, wie sauber sie oberhalb der vom Nachbarn erwünschten Zimmerlautstärke agieren. Aber auch diese Anforderung bringt Cantons Drei-Wege-Turm nicht in Wanken. Erstaunlich gelassen, aber dennoch mitreißend dynamisch bringt sie sämtliche Klanganteile, trotz des hohen Pegels leichtfüßig und unverzerrt zu Gehör, wobei auch hier wieder die sehr gute Performance des Alu-Mangan-Hochtöners auffällt.

Labor

Dank ihrer potenten Bestückung trumpft Cantons „Neue“ bereits im tieffrequenten Bereich groß auf und spielt ab etwa 60 Hertz auf einem Niveau, das dann fast über den gesamten Amplitudenverlauf stabil gehalten wird. Selbst im sonst eher schwierigen 30-Grad-Winkel weicht das Ergebnis nur leicht von der 0-Grad-Messung ab, was für die flexiblen Aufstellungsmöglichkeiten der Vento spricht. Verzerrungen sind der Box ebenfalls ein Fremdwort, was die sehr guten Werte im kritischen K3-Klirrverhalten zeigen. Diese bleiben nahezu über den gesamten Frequenzbereich bei deutlich unter einem Prozent.

Fazit

Mit der Entwicklung der 890 hat Canton sich wieder einmal selbst übertroffen und einen Lautsprecher entwickelt, der sowohl auf dem Terrain feinsinniger Klänge wie in der Reproduktion tiefgründiger Klanganteile zu Hause ist. Die exzellente Verarbeitung und extrem schöne und gleichwohl zeitlose Optik macht Cantons neue Drei-Wege-Box zudem zu einem echten Schmuckstück in fast jedem Wohnzimmer.

Preis: um 3700 Euro

Lautsprecher Stereo

Canton Vento 890DC

Referenzklasse


01/2010 - Roman Maier

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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 07.01.2010, 10:54 Uhr
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