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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Klipsch Reference RF-7 II


Gib mir deinen Saft!

Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 1
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Woren denken Sie, wenn sie Klipsch hören? Hörner? Richtig! Große Lautsprecher? Auch richtig! Willkommen zum Test der Klipsch Reference RF-7 II

Mitspieler

Plattenspieler:

Acoustic Solid Machine mit SME M2-12 und Clearaudio Goldfinger

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Überlassen Sie den Lautsprecher-Selbstbau nicht dem Zufall: Wir bieten hochwertige Chassis, Bausätze und Zubehör und beraten sie gerne ausführlich. 
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Vorverstärker:

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Endverstärker:

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Vollverstärker:

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Zubehör:

Netzleiste: HMS
Stromkabel: Silent Wire
NF-Kabel: Silent Wire
Phonokabel: Van den Hul
Lautsprecherkabel: Intertechnik
Racks: Copulare
Plattenwaschmaschine:Clearaudio


Gegenspieler


Dynavox Impuls III
Audio Physic Scorpio 25
Tannoy Restige Kensington SE

Selbstverständlich stellt Klipsch auch kompakte Schallwandler her, aber seien wir mal ehrlich: Wenn Sie eine Klipsch kaufen, dann muss sie auch ausgewachsen sein, oder? Die Amerikaner, die sich spätestens mit dem berühmten und auch heute noch erhältlichen Klipschorn felsenfest in der lautstark-dynamischen Ecke des HiFi-Universums einbetonierten, stehen für große Schallwandler mit Hörnern und viel Membranfläche zu erschwinglichen Preisen. Das gilt für die Heresy-Legenden Klipschorn und Co. genauso wie für die modernen Schallwandler einer Reference-Linie. Die liegt inzwischen über die gesamte Modellpalette hinweg in zweiter Generation vor, mit einer RF-7 II für äußerst freundliche 1.

Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo Klipsch Reference RF-7 II im Test, Bild 7
900 Euro pro Stück an der Spitze. Die zweite Generation brachte Detailpflege an allen Fronten mit sich, trotzdem blieben die Mannen aus Arkansas sich und Generation eins treu: durchgehend quadratische Hörner im Hochton und großflächige Tiefmitteltöner mit auffällig kupferfarbener Membran. Die RF-7 II setzt auf gleich zwei ausgewachsene Fünfundzwanziger in großem Bassreflexvolumen, und auch das Hochtonhorn ist mit zwanzig mal zwanzig Zentimetern kaum zum Kuscheln hier. Zur Schallerzeugung kommt ausschließlich Metall zum Einsatz. Das Horn mit bewährter Tractrix-Öffnungsfunktion wird von einem Druckkammertreiber mit 45-mm- Titanmembran befeuert, die beiden Woofer setzen serienübergreifend auf ein Sandwich aus Aluminium und Aluminiumoxid. Der in einem speziellen Behandlungsverfahren hergestellte Materialmix schiebt die unvermeidlichen Resonanzen der Hartmembranen weiter aus dem Nutzbereich heraus und macht diese so unschädlich. Die Midwoofer machen mit soliden Gusskörben, großen Ferritmagneten und großzügiger Entlüftung einen sehr guten Eindruck, und auch der Hochtontreiber ist mit reichlich Magnetkraft gesegnet. Obwohl sich das Gehäuse eng an die Chassis schmiegt, ist die Standbox mit gut einem Meter zwanzig Höhe und einer Grundfläche von knapp dreißig cm Breite und gut vierzig Zentimeter Tiefe schwierig zu Verstecken. Versuchen kann man es mit der mitgelieferten Abdeckung natürlich, doch wer sich ernsthaft für eine Klipsch interessiert, der ist auch kaum der schamvolle HiFi-Heimlichtuer. Zudem ist das auch unnötig. Es mag für die RF-7 II zwar nur die beiden Farbtöne Black Ash (schwarz) und Medium Cherry (helle Kirsche) geben, allerdings keine Dekorfolie, sondern Echtholzfurnier. Das ist angesichts der zu bedeckenden Flächen finanziell sicherlich kein Pappenstiel und in dieser Preisklasse außergewöhnlich. Die MDF-Behausung ist mehrfach versteift und thront aus dem Karton auf fest angebrachten, großflächig mit Gummi versehenen Füßen. Deren kupferfarbener Ring greift die Optik der Membranen auf, zudem sind im Karton auch Spikes, die einfach in das Zentrum der Füße geschraubt werden können und bei unempfindlichen Böden ausdrücklich zu empfehlen sind. Das Kollegium blieb bis zum Ende über die Optik der RF-7 II uneins. Manche fanden die glänzenden Membranen mit ihrer ungewöhnlichen Farbe zu auffällig, ich hingegen finde die Klipsch mit ihrer klaren Formensprache und der harmonischen Paarung der Membranen mit dem Kirschfurnier absolut gelungen. Über das große Kunststoffhorn kann man sich streiten, doch damit weiß der Hörer zumindest wohin die Reise geht. Eine der Vorgaben, welche die Lautsprecher von Paul W. Klipsch stets erfüllen mussten, war ein kontrolliertes Abstrahlverhalten. Er erkannte früh, dass ein Lautsprecher mit dem umgebenden Raum zusammenarbeitet und hielt es deshalb für elementar wichtig, dessen Schallabstrahlung so weit wie technisch möglich zu lenken. In der RF-7 II ist es das Hochtonhorn, welches seinen Schall prinzipbedingt auf die Hauptachse konzentriert. Der Hornvorsatz lenkt die Wellen eher in die Breite als in die Höhe, demnach ist von seinen Tiefmittelton-Kollegen ein vergleichbares Verhalten gefragt. Um dies zu erreichen, laufen sie über ihren gesamten Arbeitsbereich, also bis zur Trennung bei 1,2 Kilohertz, parallel. Bewegt man sich nun weit ober- oder unterhalb der imaginären Achse zwischen den beiden Midwoofern, so löschen sich ihre Schallanteile im Mittelton aus. So findet die Konus-Abteilung harmonisch Anschluss an das Horn, und Reflexionen an Boden und Decke werden im Stil einer D‘Appolito-Konstruktion minimiert. Allerdings wird die korrekte Sitzhöhe bei der RF-7 II elementar, sozusagen um im Sweetspot ihres Schallbeams zu bleiben. Das Ohr sollte sich irgendwo zwischem dem oberen Tiefmitteltöner und dem Horn bewegen. Mit ein paar Meter Abstand relativiert sich die Angelegenheit allerdings. Das stelle ich im Hörraum dann auch schnell ein, denn die Klipsch muss rocken. In dieser Disziplin will sie glänzen, und ich möchte sie keineswegs aufhalten. Deftiger Rock ist angesagt, und dass es die Leib- und Magenspeise dieser Box ist, wird augenblicklich deutlich. Die Dynamik ist überwältigend, Lautstärkesprünge setzt die Amerikanerin absolut umkomprimiert und ohne jegliche Zeichen der Anstrengung um. Selbstverständlich kann man sie auch mit seichtem Pop füttern. Den gibt sie bei korrekter Sitzposition tonal korrekt wieder, doch sie scheint mir dabei fast ein wenig gelangweilt. Fetziges und vor allem Lautsprecher Test 41 Live-Scheiben schleudert sie hingegen mit einer Vehemenz in den Hörraum, die ihresgleichen sucht. Dann darf es musikalisch auch mal die etwas freundlichere Gangart sein, Pop und Jazz. Wer die direkte Ansprache bevorzugt richtet die Lautsprecher auf die Hörposition aus; ich empfand jedoch auch deren parallele Ausrichtung als sehr gut. Das Klangbild wird etwas passiver, fetzt und rockt jedoch fast genau so. Die ausgeprägte Räumlichkeit des Chassisgespanns wird in dieser Ausrichtung noch weiter betont. Die rauchige Atmosphäre transportiert die RF-7 II dabei genauso glaubhaft wie das Rockkonzert im kochenden Stadion. Der Bass ist trotz des beachtlichen Tiefgangs straff und zieht bis in die untersten Lagen trocken durch. Der Hochton ist strahlkräftig und direkt. Die ideale Wahl der Kette muss dank des exzellenten Wirkungsgrads nicht übermäßig Leistung haben, sollte allerdings eher dunkel timbriert und nicht zu drahtig klingen. Die notwendige Leichtfüßigkeit steuert die Klipsch dann am Ende des Setups großformatig bei. Ein akustischer Genuss ist auch Elektronisches. Die schrägen Soundtüftler von Yello haben auf ihrer „Touch“ reichlich Bass und Räumlichkeit im Computer geschaffen. Dementsprechend spektakulär setzt sich die LP auf der Amerikanerin in Szene. Hier wird der Unterschied zur normalen HiFi-Box vielleicht am deutlichsten. Auch bei sehr hohem Pegel bleibt sie absolut entspannt und stellt die zwischen den Kanälen hin und her springenden Signale inklusive der Tiefbässe absolut trittsicher in den Hörraum. Das passiert mit einer Selbstverständlichkeit, dass kleinere Lautsprecher mit unbehörnten Chassis keine Chance dagegen haben. Auch das Wooferduo gibt sich im Mittelton präzise, detailreich und offen, kein Anflug von Trägheit großer und entsprechend schwerer Membranen in Sicht. Wem highendiges Geplänkel zuwider ist und in der Musiklandschaft eindeutig der Saft fehlt, findet in der Klipsch die perfekte Partnerin, um es rund um die Uhr krachen zu lassen, und das auf hohem Niveau.

Fazit

Die RF-7 II ist eine waschechte Rockerin. Pegelfest ohne Ende, dabei äußerst dynamisch und locker bis in den Tiefbass hinein. Sie lebt den vielgeschundenen Begriff „Live“ mit Vehemenz vor und ist ideal für jedes Setup, bei dem neben Präzision und Räumlichkeit vor allem der Spaß an hohen Lautstärken im Vordergrund stehen soll

Preis: um 3800 Euro

Klipsch Reference RF-7 II


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Osiris Audio, Künen 
Telefon 0231 87 800 440 
Internet www.osirisaudio.de 
Gewicht(in Kg): 40 
Garantie:
B x H x T (in mm) 296/1240/398 
Chassis: 2 x 260 -mm- Tieftöner 1 x 45 -mm- Hornhochtöner 
Advents-Highlights

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Autor Christian Gather
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Datum 08.08.2012, 15:29 Uhr
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Interessante Links:
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