Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Quadral Amun-X


Kraft aus dem Inneren

Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 1
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Produkte wie die Titan, Vulkan oder Wotan genießen einen beinahe schon legendären Ruf und wurden zu Inbegriffen für Lautsprecher der Spitzenklasse. Quadral präsentiert nun den besonders eleganten Standlautsprecher Amun X, der alte Tugenden und neueste Technologien miteinander verknüpft.

Quadral baut Lautsprecher und damit basta! Die Fokusierung auf das Wesentliche ermöglicht es den Hannoveranern, sich ganz auf das Design zu konzentrieren. Und zwar ganzheitlich, denn neben zeitlos eleganten Lautsprechergehäusen enwtickelt Quadral auch eigene Technologien wie Druckkammer-Reflexgehäuse, Altima-Membranen oder die Ricom-M-Hochtöner. Dadurch gelingt es immer wieder, neue Standards im Lautsprecherbau zu setzen und HiFi-Fans weltweit über Jahre hinweg zu begeistern. Der neue Standlautsprecher Amun X basiert im Wesentlichen auf den bewährten Technologien aus Quadrals Aurum-Serie.

Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo Quadral Amun-X im Test, Bild 7
Auf den ersten Blick scheint der schlanke Lautsprecher eine Zweiwege-Bassreflexkonstruktion zu sein. Allerdings ist das Gehäuse für einen Lautsprecher mit 135-mm-Chassis etwas zu groß geraten – ebenso das Bassreflexrohr. Ein genauer Blick zeigt, dass es sich bei der Amun X um eine waschechte Dreiwege-Box handelt, bei der sich der Tieftöner den Blicken des Betrachters entzieht. Quadral setzt bei diesem Lautsprecher auf das „Bandpass-Prinzip”, bei dem ein im Inneren des Gehäuses montierter Treiber für die Bassreproduktion zuständig ist.

Ausstattung und Technik


Diese Konstruktion ist ziemlich komplex, und es bedarf geübter Entwicklerhand und PC-gestützer Berechnungen, um das System in den Griff zu bekommen. Bandpässe arbeiten nämlich nur über einen sehr schmalen Frequenzbereich und bieten sich dank ihres steilen Frequenzabfalls insbesondere für Subwoofer an. Im Prinzip handelt es sich bei der Amun X also um einen Zweiwege-Lautsprecher mit integriertem Subwoofer. Von etwa 50 bis etwa 150 Hertz ist der 180-mm-Langhubtreiber im Einsatz, darüber übernehmen ein 135-mm-Tiefmitteltöner und der schon erwähnte Ringstrahlhochtöner „Ricom M” das Ruder. Tief- und Mitteltöner setzen auf Aluminium als Membranmaterial, der Hochtöner auf leichtes und festes Titan. Verlustarme Frequenzweichenbauteile weisen den Treibern exakte Arbeitsbereiche zu; der Hochtöner darf ab 2.600 Hertz bis deutlich über die Hörgrenze hinaus aufspielen. Die in Graphit für 899 Euro oder Hochglanz schwarz für 999 Euro erhältlichen Lautsprecher (Stückpreise) bringen es pro Gehäuse auf satte 22 Kilogramm. Woher das Gewicht kommt? Nun, die eingesetzten Chassis benötigen getrennte Gehäuseabteile im Inneren und somit muss Quadral einiges an Holz verbauen. Die sich nach vorn verjüngenden Gehäuse mit 19 mm Wandstärke sind dadurch ausgesprochen steif und sehr resonanzarm. Standesgemäß finden sich an der Quadral Amun X stabile Lautsprecherterminals für den Biwiring- oder Biampingbetrieb.

Klang


In unseren Testräumen durfte sich die Quadral Amun X ein ganzes Wochenende bei gehobenem Pegel einspielen. Danach gings direkt an den Hörtest und da zeigte die Standbox ihr ganzes Können. Minimal auf den Hörplatz eingedreht und mit einem halben Meter Abstand zur Rückwand klingt die Amun X sehr ausgewogen. Der Bandpass erzeugt tiefe, druckvolle Bässe, die sich sehr gut ins Gesamtklangbild einfügen. Hier hat Quadral sehr gute Abstimmarbeit geleistet. Im Mittel- und Hochton geht es ausgesprochen neutral zur Sache, so dass Stimmen und Instrumente ohne Verfärbungen wiedergegeben werden. Sänger stehen etwas vor den Lautsprechern plastisch im Raum; die virtuelle Bühne wird seitlich von den Lautsprechern begrenzt. Dreht man beherzt am Lautstärkeregler, macht die Quadral Amun X dies klaglos mit und liefert mühelos auch nachbarschaftsfeindliche Pegel ab, ohne zu verzerren. Somit lassen sich mit der schlanken Amun X auch großorchestrale Werke oder Rockkonzerte mit hoher Dynamik genießen.

Labor


Die Messergebnisse der Amun X fallen sehr gut aus. Tendenziell lässt sich ein zu oberen Frequenzen minimal ansteigender Pegel erkennen, der über alles betrachtet sehr linear ausfällt. Der leicht zurückgenommene Basspegel ermöglicht die wandnahe Aufstellung, ohne dass der Tiefton ungebührlich aufgebläht wird. Bis etwa 50 Hertz reicht der steilflankig abfallende Bass hinab. Besonders ausgewogen ist der Frequenzgang unter einem Winkel von 15 Grad, so dass der Lautsprecher nur ein wenig auf den Hörplatz eingedreht werden sollte. Selbst unter einem Winkel von 30 Grad gemessen fällt der Schallpegel nur minimal ab, was das sehr gute Abstrahlverhalten des Ricom M-Hochtöners belegt. Deutlich unterhalb von einem Prozent bleiben die Klirrkomponenten k2 und k3, auch das Wasserfalldiagramm belegt die Gutmütigkeit des Lautsprechers. Ab einem Kilohertz sind keinerlei Resonanzen festzustellen - sehr gut!

Fazit

Quadral bieten mit dem Amun X einen sehr eleganten und gleichzeitig äußerst soliden Lautsprecher an, der sich für den Genuss aller Musikrichtungen eignet. Das schlanke Modell hält sich optisch zurück, verwöhnt seine Besitzer dennoch mit großartigem Klang – typisch Quadral eben!

Kategorie: Lautsprecher Stereo

Produkt: Quadral Amun-X

Preis: um 2000 Euro


8/2012
4.5 von 5 Sternen

Spitzenklasse
Quadral Amun-X

Bewertung 
Klang 70% :
Tonale Ausgewogenheit 20%

Abbildungsgenauigkeit 15%

Detailauflösung 15%

Räumlichkeit 10%

Dynamik/Lebendigkeit 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrung 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis 2000 
Vertrieb Quadral, Hannover 
Telefon 0511 79040 
Internet www.quadral.com 
Garantie (in Jahre)
Ausstattung
Ausführungen Hochglanz schwarz (um 1000 Euro/St.), Graphit (um 900 Euro/St.) 
Abmessungen (B x H x T in mm) 230/925/303 
Gewicht pro Lautsprecher (in Kg) 22 
Bauart Bandpass 
Impedanz (in Ohm)
Wikungsgrad (in dB) k.A. 
Anschluss Bi-Wiring 
Hochtöner 1 x 25 mm 
Tiefmitteltöner 1 x 135 mm 
Tieftöner 1 x 180 mm 
Besonderheiten Ricom M-Ringstrahler, Bandpass (interner Tieftöner) 
Kurz und knapp:
+ tief reichender Bass 
+ ausgewogener Klang 
+
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Neu im Shop

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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 30.08.2012, 09:14 Uhr
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