Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Speaker Heaven Network 5.5 TSI Modell 2016


Der Himmel der Lautsprecher

Lautsprecher Stereo Speaker Heaven Network 5.5 TSI Modell 2016 im Test, Bild 1
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Wolfgang Richter ist ein Lautsprecher-Urgestein. Seit über  3 Jahrzehnten hat er sich der Sache verschrieben und sich  ein mehr als ansehnliches Portfolio aufgebaut. Dass wir uns  für sein Debüt im Lautsprecher-Jahrbuch eines der Spitzenmodelle ausgesucht haben, versteht sich von selbst

Fast ein Nachbar und doch in diesem Jahr zum ersten Mal dabei – jedoch bei Weitem nicht der erste Lautsprecher von Speaker Heaven, den wir in den Fingern hatten. In der Tat dauert die Zusammenarbeit zwischen dem Verlag und Wolfgang Richter fast ebenso lange wie es beide Firmen gibt. Allerdings hat es sich dabei immer um Bausatzlautsprecher gehandelt, die dem geneigten Selbstbauer vorgestellt wurden. Auch heute noch ist es so, dass man sämtliche Lautsprecher von Speaker Heaven auch als Bausatz kaufen kann, um sich in Sachen Gehäusebau selbst zu verwirklichen. Ob man das angesichts der Preisgestaltung wirklich tun muss, steht auf einem anderen Blatt: Unsere Testbox, die Network 5.5 TSI, Modell 2016 kostet wie abgebildet 5.950 Euro pro Paar – furniert, mit Gehäuse vom Schreiner.

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Das geht angesichts der gebotenen Technik als reinrassigers Sonderangebot durch, bei dem man über staubige Wochen im Hobbykeller nicht mehr nachdenken muss. Die Network 5.5 ist in ihrer schon seit Jahren bekannten Grundkonzeption eine- Dreiwege-Box. Für das Modelljahr 2016 gibt es ein paar feine Änderungen: Zum einen sind die Chassis noch etwas näher zusammengerückt. Um dies optisch abzufangen, wurde an der Oberkante der Schallwand eine weitere Fase gesetzt, die sich in die Facettenform der Network nahtlos integriert. Außerdem gab es noch ein paar kleinere Änderungen an der Weiche, die den Impedanzverlauf noch etwas verstärkerfreundlicher gestalten und den Mitteltöner noch harmonischer ins Gesamtbild integrieren. Es gibt in der Network 5.5 TSI zwei Funktions- Einheiten: Für den Tiefbass ist ein Spezialist aus dem Hause Scan-Speak zuständig, der mit seiner steifen Aluminium- Membran und seinem dreifachen Magnetsystem eine souveräne Bassperformance bei ordentlichem Wirkungsgrad verspricht – tatsächlich erreicht die Network hier fast 90 Dezibel bis in einen Bereich unter 40 Hertz. Über ein Bi-Wiring-Terminal kann der Bass separat angesteuert werden, so dass man hier mit einer externen Weiche oder einem Aktivmodul eine Raumanpassung vornehmen kann. Das Mittel-Hochton-Abteil – man glaubt es kaum – hat in diesem Jahr als einziger Testlautsprecher eine Accuton-Thiel-Bestückung. Es gab Jahre, da hatte man auf der High End und anderen HiFi-Messen das Gefühl, dass die Keramik-Chassis die einzig gültige Ausstattung für hochwertige Boxen sind. Und das hat ja auch Gründe: Keramik ist eines der härtesten Materialien überhaupt, das bei Membranen eingesetzt werden kann – fast komplett ohne Neigung zu Partialschwingungen oder zumindest weit oberhalb des Einsatzbereichs. Allerdings müssen die Treiber mit ihren doch recht speziellen Parametern auch beherrscht und korrekt eingesetzt werden – eine Übung, die Wolfgang Richter natürlich im Schlaf beherrscht. Die Redaktion konnte sich erst vor Kurzem von den atemberaubenden Qualitäten des bis zum Diamanthochtöner rein mit Accuton-Thiel-Chassis bestückten Flaggschiffs T3D überzeugen. Aber auch der Scan-Speak-Bass der Network ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit. Man kann ihm seine recht üppige Membranfläche und den extrem stabilen Konus förmlich anhören – wohlgemerkt, ohne aktive Ansteuerung. So geht echter Tiefbass: rabenschwarz, klar, pointiert und mit Wucht. Elektrospezialisten wie Air, Daft Punk oder auch die Klassiker Yello und sogar Jean Michel Jarre sind auf der Network 5.5 absolut in ihrem Element – die Box fängt im Bass erst da richtig an, wo alle Naturinstrumente schon längst aufgehört haben, außer vielleicht der Über-Konzertflügel Bösendorfer Imperial und die große Orgel im Dom zu Passau. Trotz der recht weit auseinanderliegenden Chassis gibt es durch die recht tiefe Trennung absolut keinen Bruch im Übertragungsbereich. Der recht kompakte Keramik- Mitteltöner spielt im Mitteltonbereich das völlige Nichtvorhandensein von Verzerrungen und Resonanzen aus. Klare Stimmen, absolut reine Wiedergabe von Saiteninstrumenten und das gesamte Spektrum der Klangfarben von Bläsern von sanft-verhangen bis aggressiv-schmetternd. Und weil man das Ganze quasi bei beliebiger Lautstärke wiederholen kann, besteht die Gefahr, dass man mit der Speaker Heaven permanent zu laut hört – so geschehen dem Verfasser dieser Zeilen, der erst von ein paar besorgten (und genervten) Kollegen wieder auf ein normales Maß in Sachen Abhörlautstärke während der normalen Arbeitszeit zurechtgestutzt werden musste. Der Hochtöner, der ja in der Messung etwas leiser ist als der Mitteltöner, fügt sich im Hörtest perfekt an den Mitteltöner – weder neigt er zur Sanftheit, noch versucht er, sich in den Vordergrund zu drängen. Er setzt genau an den richtigen Stellen Akzente, die wirklich akzentuiert bleiben und atemberaubend schnell auch wieder abklingen – ein gehöriges Maß an Luftigkeit ist stets da, im genau richtigen Verhältnis zum erdigen und satten Fundament am anderen Ende des hörbaren Spektrums. Mit dieser Mischung lässt es sich fernab jeder Diskussion um Musikrichtungen einfach prima Musik hören – und das auf einem exzellenten Niveau.

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Fazit

Mit ihrer fein austarierten Klangbalance auf  der einen und ihrer dynamischen Leistungsfähigkeit ist die Speaker Heaven Network 5.5  TSI ein absolut kompletter  Lautsprecher, der darüber  hinaus so günstig angeboten wird, dass man über  einen Kauf wirklich nicht  lange nachdenken muss.

Preis: um 5750 Euro

Lautsprecher Stereo

Speaker Heaven Network 5.5 TSI Modell 2016


07/2016 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis ab 5.750 Euro (Nextel-lackiert) / 5.950 Euro (Testmodell) 
Vertrieb Speaker Heaven, Duisburg 
Telefon 0203 2808876 
Internet www.speaker-heaven.de 
Ausstattung:
Garantie (in Jahre)
Ausführungen Lack, Furnier, Klavierlack, Wurzelholz 
Sonderfarben Nein 
B x H x T (in mm) 300/1070/400 
Gewicht (in Kg) 50 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 05.07.2016, 14:55 Uhr
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