Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Canton Chrono 5.1-Set


Bigger is better

Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 1
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Die Lautsprecher der Chrono-Serie sind seit jeher sehr interessant für Musik- und Filmfreunde. Feine Technik mit Anleihen aus den größeren Baureihen steckt in optisch dezenten Gehäusen, was die Verkaufspreise attraktiv hält. Jetzt legt Canton nach und spendiert den aktuellen Lautsprechern neue Treiber und überarbeitete Gehäuse mit mehr Volumen.

Neun Lautsprechermodelle umfasst die brandneue Canton-Chrono-Serie, mit denen sich ganz prima Musik in Stereo genießen lässt oder umfangreiche Heimkinosysteme aufgebaut werden können. Vom flachen, unauffällig zu integrierenden Wandlautsprecher bis hin zum potenten, groß bauenden Standlautsprecher ist hier nahezu alles zu finden. Die Preise starten bei 309 Euro das Stück für den On-Wall-Lautsprecher und enden bei 1.299 Euro für das teilaktive Modell Chrono RC-A. Zum Test bei uns im Referenz-Heimkino treten die größten Passiv-Standlautsprecher namens Chrono 90 DC gemeinsam mit dem Center Chrono 50 und den beiden Regalmodellen Chrono 30 an.
Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 2Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 3Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 4Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 5Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 6Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 7Lautsprecher Surround Canton Chrono 5.1-Set im Test, Bild 8
Ergänzt wird das Mehrkanalsystem vom neuen Aktivsubwoofer SUB 12.4, der zwar kein Chrono in seiner Bezeichnung trägt, aber optisch und technisch ideal zu den fünf Lautsprechern aus unserem Test passt. 


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Frontlautsprecher Canton Chrono 90 DC

Im Vergleich zum Vorgänger ist der Lautsprecher nun deutlich erwachsener. Er ist tiefer und bietet auf der Schallwand nun Platz für größere Tieftontreiber, die auf 200 Millimeter Nenndurchmesser angewachsen sind. Canton hat sich dazu entschlossen, den neuen Chrono-Lautsprechern das Chassismaterial aus der höher angesiedelten Vento-Serie zu spendieren. Nun verrichten Titaniumtreiber anstelle der Aluminiumchassis ihren Dienst. Im Bass sorgen zudem zwei „Double-Cone-Membranen“ mit durchgängiger Membranfläche für eine neue Optik und enormen Druck auf die Ohren. Die beiden 200-mm-Titaniumchassis mit dreifach gefalteter Wave-Sicke bearbeiten als Duo den Bass bis zur Übergangsfrequenz. Durch die dreifache Faltung konnte der Antrieb der enorm hubfähigen und sehr steifen Treiber nochmals optimiert werden. Ganz oben auf der hochglanzlackierten Schallwand sitzt der 180er-Mitteltöner in einem eigenen Gehäuse. So kann er unbeeinflusst von den Attacken der Tieftontreiber von 300 bis 3.000 Hertz aufspielen. Als Hochtöner kommt die bewährte 25-mm-Kalotte mit Aluminium-Mangan-Membran und Waveguide zum Einsatz. Der aus 16-mm-MDF aufgebaute Korpus ist sauber mit einer hochwertigen Strukturfolie verkleidet, die den Gehäusen ein sattes Schwarz verleiht. Zudem reflektiert die Folie wenig Licht, was für den Einsatz in Heimkinos von Vorteil ist. Die 22 Millimeter starke Schallwand ist hochglänzend lackiert. In den aktuellen Chronos verzichtet Canton auf die Diamond-Cut-Aluminiumzierringe. Jetzt sorgen mattschwarze, schraubenlose Lautsprecherringe für einen dezenteren Auftritt. Wer die Chassis abdecken möchte, kann die nun magnetisch haltenden Stoffblenden auf die Schallwände setzen. Vergoldete Bi-Wiring-Terminals und ein Bassreflexrohr sind auf der Rückseite zu finden.


Rearspeaker Canton Chrono 30

Als Effektlautsprecher nutzen wir für unser Testsystem die größten Modelle unter den Kleinen: die Chrono 30 zum Stückpreis von 369 Euro. Als kompakter Zweiwegelautsprecher konzipiert, verfügen die Boxen naturgemäß über weniger Platz für die Technik. So arbeitet in der Chrono 30 ein 180er-Tiefmitteltöner mit Wave-Sicke und Titaniummembran bis 3.000 Hertz, darüber kommt die 25-mm-Alu-Mangan-Kalotte zum Einsatz. Aufgrund des geringeren Gehäusevolumens und des kleineren Treibers ist der Tiefgang limitiert. Dank Bassreflexbauweise ist der Druck im Bass dennoch für die meisten Fälle ausreichend. Die Trennfrequenz ist identisch zum Center Chrono 50 und den Standlautsprechern Chrono 90 DC, sodass eine sehr homogene Klangwiedergabe im Surroundbetrieb zu erwarten ist. Zum Anschluss an den Verstärker stehen isolierte Single-Wiring-Terminals auf der Rückseite bereit.


Center Canton Chrono 50

Durch die Zweieinhalb-Wege-Bauweise ist das Abstrahlverhalten des Centers besser als bei reinen Zweiwegesystemen: Chrono 50 zeigt abseits der Hauptachse deutlich weniger Einbrüche im Frequenzgang als die üblichen Center mit liegender D’Appolito-Bauweise. Der 16er- Tieftöner des Centers ist bis 350 Hertz im Spiel, darüber teilen sich der 16er-Tiefmitteltöner und der 25-mm-Hochtöner die Arbeit. Durch das große Volumen und die Bassreflexbauweise kann der Chrono 50 dynamisch gut mit den Standlautsprechern mithalten. Knapp unter zehn Kilogramm bringt der Center auf die Waage, der zum Stückpreis von 529 Euro in Schwarz oder Weiß erhältlich ist. Das Bassreflexrohr mündet auf der Rückseite des Gehäuses, sodass für die Aufstellung etwas Abstand zur Wand eingeplant werden sollte.


Aktiv-Subwoofer Sub 12.4

Der Canton-Aktivsubwoofer Sub 12.4 ist schon ein recht großer Zeitgenosse: Er ist 36 cm breit, 47,5 cm hoch und 50 cm tief. Ist ein Stellplatz gefunden, sorgen vier runde Gerätefüße für einen definierten Abstand zum Fußboden, damit der Passivtreiber im Boden des Subwoofers korrekt arbeiten kann. Der ist genauso groß wie das frontseitig eingebaute Basschassis, nämlich 310 mm, wobei der effektive Membrandurchmesser 260 mm beträgt. Beide Chassis mit Aluminiummembranen sind zu enormen Auslenkungen in der Lage, was in Kombination mit dem großen Gehäusevolumen und dem 200 Watt starken Aktivmodul für mächtige Tieftongewitter sorgen sollte. Kurzzeitig kann der Verstärker sogar bis zu 380 Watt liefern. Der Sub 12.4 verfügt neben der klassenüblichen Ausstattung über ein paar clevere Details: So kann der Subwoofer mit dem „Room-Compensation-Schalter“ akustisch an den gewählten Aufstellort angepasst werden. Die Modi „normal“ stehen für normal große Räume, „wide“ für große und „narrow“ für kleine Räume. Letztere Schaltposition empfiehlt sich auch bei einer sehr wandnahen Positionierung des Subwoofers. Gegenüber seinem Vorgänger konnte Canton durch einen überarbeiteten Limiter und optimierten „Signal- Flow“ im Aktivmodul den Frequenzgang des Subwoofers optimieren. Rein optisch gibt sich der neue Subwoofer durch eine veränderte Folie auf dem Korpus zu erkennen. Die bisherige Folie im Holzdekor weicht der neuen Strukturfolie, die bei den Chrono-Lautsprechern zum Einsatz kommt. 24 Kilogramm bringt der Subwoofer auf die Waage, der in Schwarz oder Weiß für 749 Euro zu haben ist.

Labor

Die Standboxen Chrono 90 DC spielen ab etwa 40 Hertz bis deutlich über 20.000 Hertz linear auf und gefallen mit ihrem sehr guten Abstrahlverhalten. Das Wasserfall- und das Klirrdiagramm belegen den hohen Reifegrad der Dreiwege-Konstruktion. Der Center zeigt sich kaum weniger souverän und glänzt mit seinem guten Abstrahlverhalten auf Achse und 15 Grad seitlich der Hauptachse. Sogar unter 30 Grad schlägt sich die liegende D‘Appolito-Konstruktion noch gut. Der Subwoofer des Systems reicht tief hinab und ist ab guten 25 Hertz im Einsatz.


In der Praxis

Das Canton-Chrono-Set stellen wir an den üblichen Stellen im Heimkino auf und lassen es unbeeinflusst von dem Receiver-Einmesssystem zum Hörtest antreten. Nur die Pegel und die Distanzen zum Hörplatz werden im Receiver angepasst. Im Stereomodus zeigen die großen Standlautsprecher eine beeindruckende Performance. Sie spielen kraftvoll und sehr dynamisch auf, mit Tiefbass bis zum Abwinken. Daft Punks Soundtrack zum Film „Tron: Legacy“ macht darüber große Laune: Die Synthibässe fluten den Raum und lassen uns Zuhörer ins Effektebad eintauchen. Derb produzierte Rockmusik, fein aufgenommene Jazztrios oder zart hauchende Gesangselfen machen mit den Cantons ebenso viel Spaß. Die Standboxen sind echte Universalisten mit guter Raumabbildung und ausgewogener Abstimmung. Gemeinsam als Sextett zeigt das Testsystem dann, wo der Hammer hängt. Überaus homogen und ausgewogen tritt es zum ersten Soundcheck mit Szenen aus „Godzilla“ an. Dialoge sind sehr gut zu verstehen, leiseste Umgebungsgeräusche werden klar und deutlich in den Hörraum transportiert. Das 5.1-System spielt schön räumlich und bildet die Spezialeffekte präzise ortbar ab. Kommt dann unvermittelt das Muto in Aktion, bricht im Hörraum die Hölle los. Trotz tumultartiger Szenen behält das Mehrkanalset den Überblick und begeistert mit grandiosen Surroundeffekten, beeindruckendem Tiefbass und knackigen Kickbässen. Den Film „Tron: Legacy“ legen wir dann auch ein und genießen die Kapitel „The Grid“ und „Light Cycle Battle“. Hier gibt’s Spezialeffekte aus allen Richtungen und echt fordernden Tiefbass, die das Canton-Set jedoch mit spielerischer Leichtigkeit meistert. Es klingt wuchtig und kontrolliert – so muss das sein.

Fazit

Klasse Update: Die neuen Chrono-Lautsprecher gefallen mit ihrer überarbeiteten Optik und begeistern durch eine außerordentlich gute klangliche Performance. Das System kommt mit allem klar, was man ihm vorsetzt, und überzeugt bei Musik- und Filmwiedergabe enorm. Zum Schluss verleihen wir dem Canton-Chrono-5.1-Set liebend gerne das Prädikat „Klangtipp“.

Preis: um 3920 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Lautsprecher Surround

Canton Chrono 5.1-Set

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

01/2019 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 70% :
Dynamik/Lebendigkeit 15%

Tiefbasseigenschaften 15%

Tonale Ausgewogenheit 10%

Detailauflösung 10%

Zusammenspiel 10%

Hörzone Center 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrungen 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Einzelpreis Hauptlautsprecher 949 
Einzelpreis Center 529 
Einzelpreis Rearspeaker 369 
Einzelpreis Subwoofer (in Euro) 749 
Garantie 5 Jahre (Elektronik 2 Jahre) 
Vertrieb Canton Elektronik, Weilrod 
Telefon 06083/2870 
Internet www.canton.de 
Ausstattung
Ausführungen weiß, schwarz 
Abmessungen (B / H / T in mm):
Frontlautsprecher 210/1050/330 
Center 500/170/270 
Rearspeaker 190/360/270 
Subwoofer 360/475/500 
Subwoofer SUB 12.4 
Gewicht 24 
Leistung laut Hersteller (in Watt) 200 
Nenndurchmesser / Membrandurchm. (in mm) 310 / 260 
Bauart 3-Wege-Bassreflex 
Prinzip Frontfire 
Pegel stufenlos 
Trennfrequenz 50-200Hz (stufenlos) 
Phasenregulierung 0 - 180° (stufenlos) 
Hochpegel Eingang / Ausgang 2 / Nein 
Niederpegel Eingang / Ausgang 2 / 2 
Frontlautsprecher Chrono 90 DC 
Gewicht (in kg)
Anschluss Bi-Wiring 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 2 x 200 / 150 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 180 / 125 
Hochton (in mm) 25 
Bauart 2-Wege-Bassreflex 
Rearlautsprecher Chrono 30 
Gewicht (in kg) 9.5 
Anschluss Single-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 180 / 125 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm)
Hochton (in mm) 25 
Bauart 2,5-Wege Bassreflex 
Centerlautsprecher Chrono 50 
Gewicht (in kg) 24 
Anschluss Single-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 160 / 110 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 160 / 110 
Hochton (in mm) 25 
Bauart Bassreflexsystem mit Passivmembran 
empfohlene Raumgröße 40 
Preis/Leistung sehr gut 
+ druckvoller Bass 
+ homogenes Zusammenspiel 
+ tolle räumliche Abbildung 
Klasse Spitzenklasse 
Testurteil überragend 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 23.01.2019, 14:55 Uhr
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Topthema: Norddeutsche HiFi–Tage 2022
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