Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: KEF Q-Serie


Geheimnis gelüftet

Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 1
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Lange konnten sie ihre neue Serie geheim halten, doch jetzt lüftet HEIMKINO das Geheimnis und präsentiert den weltersten Test der neuen KEF-Q-Serie in Mehrkanalversion. Und eines kann ich schon jetzt versprechen: Das Warten hat sich gelohnt!

Wohl selten wurde die Vorstellung einer neuen Lautsprecher-Linie so im Dunkel gehalten wie die der neuen Q-Serie. Gründe dafür gab es viele, denn neben einer völlig neuen Optik verfügt sie auch über eine absolut neue Uni-Q-Treibertechnologie, deren klangliche Eigenschaften die ihrer Vorgänger nochmals übertrifft. Zudem bietet sie eine ansprechende Optik und ein extrem faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Neues Gehäuse


„Da die Standlautsprecher noch nicht verfügbar sind, habe ich die beiden Regal-Modelle plus Center und passenden Subwoofer mitgebracht.“ Mit diesen Worten begrüßt mich KEF-Produktmanager Sven Schlicher, als er endlich mit der von mir lang ersehnten nagelneuen Q-Serie in unseren Verlagsräumen eintrifft. Und jetzt geht alles ganz schnell, denn innerhalb weniger Minuten ist das gesamte Set in unserem Testkino aufgebaut und steht zur ausgiebigen „Untersuchung“ bereit.

Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 2Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 3Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 4Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 5Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 6Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 7Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 8Lautsprecher Surround KEF Q-Serie im Test, Bild 9
Als Erstes fällt mir die neue Gehäuseform der Probanden auf, was Sven Schlicher Anlass zu einer ausführlichen Erklärung gibt. „Ganz bewusst haben wir uns für ein neues Gehäusedesign entschieden. Dies hat den Grund, dass wir bei gleicher Bautiefe etwa 30 Prozent mehr Volumen gewinnen, was sich gerade in tieffrequenten Regionen positiv auswirkt. Darüber hinaus passt die neue Form perfekt zum aktuellen Wohntrend, denn schließlich wurde die Q-Serie speziell für den Wohnraumeinsatz konzipiert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die neue Beschichtung der Boxen, welche aus einer umweltfreundlichen, bedruckten Zellulose, statt einer einfachen Plastikfolie (wie bei den meisten Mitbewerbsmodellen) besteht und der Box eine wertigere Anmutung verleiht.“ 

Neue Technik


Nachdem wir uns ausführlich von den Vorteilen des neuen Gehäuse überzeugen durften, geht es an die Technik, wobei bei KEF natürlich kein Weg am altbewährten Uni-Q-Chassis vorbei geht. Altbewährt ist in diesem Fall aber nur die Funktionsweise, denn in Sachen Antriebstechnik haben die KEF-Ingenieure eine komplett neue Einheit entwickelt, welche sich in allen Passivmodellen der neuen Q-Serie wiederfindet. Dies beginnt beim deutlich größeren und belastbareren Hochtöner, welcher statt 19 Millimetern jetzt einen Durchmesser von 25 Millimetern aufweist und neuerdings über ein belüftetes Gehäuse hinter dem Magneten verfügt. Oberhalb der zweischichtigen Alu-Kalotte setzt KEF weiterhin auf seine „Tangerine-Waveguide“ genannte Schallführung, die mittlerweile aus neun Rippen besteht, die für einen breiteren Abstrahlwinkel sorgen und ganz nebenbei als Schutz vor mechanischer Beschädigung dienen. Wie es sich für ein echtes Uni-Q-Chassis gehört, sitzt der Hochtöner mittig in einer ihn umgebenden Mittel-/Tieftonmembran. Und auch hier haben es sich die britischen Entwickler nicht nehmen lassen, Hand anzulegen. Zunächst einmal fällt das neue Aluminium-Schwingsystem auf, welches von einem Magneten doppelter Größe (im Vergleich zu seinem Vorgänger) und riesigen Alu-Schwingspulen angetrieben wird. Und das hat seinen Grund, arbeitet KEF in dieser Baureihe doch erstmals mit einer neuen Sickenkonstruktion mit der Bezeichnung Z-Flex. Diese ist deutlich weiter vorn aufgehängt und dank ihres 90-Grad-Winkels noch beweglicher als die Vorgängerversion. Die vielen kleinen Erhebungen auf der flachen (sichtbaren) Seite helfen dabei, die vom Hochtöner abgegebenen Schallanteile verfärbungsfrei zu übertragen. Und damit nicht genug, denn um die auftretenden Resonanzen eines Alu-Konus im oberen Arbeitsbereich auf ein Minimum zu reduzieren, statteten die Briten ihr neues Uni-Q-Chassis mit einem Dämpfungsring aus, der seinen Platz im Übergangsbereich zwischen Schwingspulenträger und Konus findet.

Bassunterstützung


Da es in diesem Test um ein Mehrkanalsystem geht, darf natürlich die passende Tieftonunterstützung in Form eines potenten Subwoofers nicht fehlen. Dieser nennt sich Q400b und erfreut sich einer reichhaltigen Ausstattung, die auch größere Räume bis zu einer Fläche von 35 Quadratmetern mit adäquater Schallleistung bedient. Verantwortlich dafür ist in erster Linie das 250-Millimeter-Bass-Chassis, welches seinen Platz in der Front des geschlossenen Gehäuses findet. Angetrieben wird es von der perfekt auf ihren Einsatzzweck abgestimmten 200 Watt leistenden Class-D-Endstufeneinheit, die direkt am rückseitig montierten Aktivmodul des Basswürfels platziert wurde. Hier finden sich auch die beiden Niederpegeleingänge, zwei Regler zur stufenlosen Justage der Lautstärke und Übergangsfrequenz sowie ein Schalter zur Phasenumschaltung. Doch es kommt noch besser, denn KEF stattete seinen Q400b noch mit einem zusätzlichen Bass-Boost (in diesem Fall einfach „EQ“ genannt) aus, welcher eine Pegelerhöhung um sechs bzw. zwölf Dezibel bei einer Frequenz von 40 Hertz erlaubt. 

Praxistest


Obwohl das neue Q-Sextett schon kurz nach dem Auspacken für einen klanglichen Hochgenuss sorgt, gönne ich ihm trotzdem die übliche 48-stündige Einspielzeit. Zwei Tage später ist es dann so weit, und nach der erneuten Einmessung und Feinjustage starte ich mit Eric Claptons „Tears in Heaven“ in Stereoversion. Nach ein wenig Ausrichtungsarbeit bilden die beiden Q300-Monitore dann eine nahezu perfekte Bühne vor mir ab, auf der Gesang und Instrument des Gitarrenvirtuosen perfekt reproduziert, ja fast greifbar werden und eine mitreißende Live-Atmosphäre in unseren Hörraum zaubern. Selbst in höheren Pegellagen bleibt die Stimme stets sauber und ihrer typischen Leichtigkeit nicht beraubt, während die begleitende Gitarre durchweg präsent bleibt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Mit „The Clone Wars“ geht es anschließend endlich in den Mehrkanaltest, und in diesem steht das KEF-System seiner hervorragenden Stereo-Performance in nichts nach. Im Gegenteil, denn schon in der satten und detailreichen Reproduktion des Soundtracks besticht das Sextett durch seine breite Bühnen- und umhüllende Effektwiedergabe. Letztere versetzt mich mitten ins Geschehen der mittlerweile auf Christophsis laufenden Kampfhandlungen zwischen den von den Jedi angeführten Klonkriegern und der Separatisten-Armee. Um mich herum schlagen Geschosse ein und toben wilde Gefechte mit Laserschwertern und Laserkanonen. Und jetzt kommt auch der Subwoofer ins Spiel, der trotz seiner kompakten Form auch vor der Darstellung tiefster Schallanteile nicht zurückschreckt, die er sauber und präzise zu Gehör bringt. Doch damit nicht genug, denn selbst in dieser turbulenten Passage werden alle weiteren Details wie Stimmen und kleinste Hintergrundgeräusche unverfälscht und deutlich reproduziert. Und obwohl die Kampfszene mehrere Minuten andauert, habe ich nie das Gefühl, vom Klang erschlagen zu werden. Im Gegenteil, diese Passage bereitet mir so viel Spaß, dass ich den Lautstärkeregler auch hier noch ein wenig aufdrehe.

Fazit

Egal ob Stereo- oder Mehrkanalwiedergabe, KEFS neue Q-Serie steht für eine saubere und präzise Musikreproduktion, wie für echten Kinospaß in den eigenen vier Wänden. Und damit nicht genug, denn neben der exzellenten Klangdarstellung besticht das Set durch seine perfekte Ausstattung und hervorragende Verarbeitung. Wer nun noch ein Argument für den Kauf eines Q-Systems der Marke KEF benötigt, den wird zweifellos das extrem faire Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Kategorie: Lautsprecher Surround

Produkt: KEF Q-Serie

Preis: um 2100 Euro


12/2010
4.5 von 5 Sternen

Spitzenklasse
KEF Q-Serie

Bewertung 
Klang 70% :
Dynamik/Lebendigkeit 15%

Tiefbasseigenschaften 15%

Tonale Ausgewogenheit 10%

Detailauflösung 10%

Zusammenspiel 10%

Hörzone Center 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrungen 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Einzelpreis Hauptlautsprecher 300 
Einzelpreis Center 400 
Einzelpreis Rearspeaker 250 
Einzelpreis Subwoofer (in Euro) 600 
Garantie 5 Jahre 
Vertrieb GP Acoustics, Lünen 
Telefon 0231 9860320 
Internet www.kefaudio.de 
Ausstattung
Ausführungen schwarz, walnuss, kirsche 
Abmessungen (B / H / T in mm):
Frontlautsprecher 210/355/302 
Center 525/180/260 
Rearspeaker 180/300/272 
Subwoofer 330/335/330 
Subwoofer Q400b 
Gewicht 13.6 
Leistung laut Hersteller (in Watt) 200 
Nenndurchmesser / Membrandurchm. (in mm) 250 
Bauart geschlossen 
Prinzip Frontfire 
Pegel Regler 
Trennfrequenz Regler (40 - 120 Hertz) 
Phasenregulierung Schalter (0/180°) 
Hochpegel Eingang / Ausgang Stecker (2/0) 
Niederpegel Eingang / Ausgang Cinch (2/0) 
Frontlautsprecher Q300 
Gewicht (in kg) 7.7 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 165 (Tief- / Mittelton) 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 165 (Tief- / Mittelton) 
Hochton (in mm) 25 
Bauart Bassreflex 
Rearlautsprecher Q100 
Gewicht (in kg) 5.9 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 130 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm)
Hochton (in mm) 25 
Bauart Bassreflex 
Centerlautsprecher Q200c 
Gewicht (in kg) 11 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 2 x 165 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 165 
Hochton (in mm) 25 
Bauart geschlossen 
empfohlene Raumgröße
Preis/Leistung hervorragend 
+ sehr gute Bühnenabbildung 
+ schöne Effektreproduktion 
+ sehr guter Subwoofer 
Klasse Spitzenklasse 
Testurteil überragend 
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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 06.12.2010, 12:33 Uhr
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