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Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: KEF Refrence 203/2


Auf den Punkt …

Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 1
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Als KEF 1973 seinen Ur-Reference-Prototypen 104 vorstellte, sorgte dies in der HiFi-Fachwelt für Begeisterung. Kein Wunder also, dass wir die aktuellste Version der britischen Top-Serie unbedingt haben mussten.

Wir schreiben das Jahr 1973: US-Präsident Richard Nixon steht aufgrund der Watergate-Affäre kurz vor dem Rücktritt, Juan Domingo Perón Sosa wird als Präsident Argentiniens wiedergewählt, und die Rohölpreise werden um 70 Prozent angehoben, was die erste große Ölkrise zur Folge hat. Doch fernab der politischen Entwicklungen soll dieses Jahr auch für die HiFi-Welt ein einschneidendes Ereignis bereit halten: Der britische Lautsprecherhersteller KEF stellt den ersten Lautsprecher seiner bis heute innovativen Reference-Serie, den legendären 104 vor. Heute im Jahre 2008, also zum 35. Geburtstag der Top-Linie, präsentiert KEF die neueste Version der über die Jahre stets weiterentwickelten Serie. Kein Wunder also, dass wir in der HEIMKINO-Redaktion ganz besonders neugierig waren, wie sich ein Reference-Mehrkanalset im Heimkinoeinsatz schlägt.

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203/2: Der Hauptlautsprecher

Schaut man sich die vielen Familienmitglieder der neuen Serie an, ergibt sich für nahezu jeden Einsatz die Möglichkeit, ein potentes Mehrkanalsystem zusammenzustellen. Wir entscheiden uns für eine kleinere Version, die sowohl im Wohnraum, als auch in einem dedizierten Heimkino mittlerer Größe eine gute Figur machen sollte und zudem den Geldbeutel nicht zu arg strapaziert. So nutzen wir die kleinste Standbox der Linie, die 203/2 als Hauptakteur unseres Ensembles. Optisch auf den ersten Blick kaum von seinen größeren Brüdern zu unterscheiden, ist der rund 102 Zentimeter hohe Tower mit einem potenten Drei-Wege-System bestückt. Die wichtigste und wohl auch auffälligste Änderung zu seinem unmittelbaren Vorgänger ist das Fehlen des einst etwas verloren oberhalb des Koax angebrachten Superhochtöners. Aufgrund vorangetriebener Chassisentwicklungen im Hause KEF befindet sich dieser heute im Zentrum des neuen Uni-Q-Treibers, welcher auch gleich mit einer neuen, ihn umgebenden Mitteltonschallfläche ausgestattet wurde. Und auch hier haben die britischen Ingenieure sich einmal mehr selbst übertroffen und den Aufbau des Mitteltonrings so optimiert, dass die Titankalotte ideale Abstrahlbedingungen vorfindet und gleichzeitig eine saubere Mitteltonreproduktion erzielt wird.

Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 2Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 3Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 4Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 5Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 6Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 7Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 8Lautsprecher Surround KEF Refrence 203/2 im Test, Bild 9
Zudem sollte das Chassis vom „Knochenjob“ der Bassreproduktion befreit werden, was durch eine frühere Abkopplung in Richtung niedrigerer Frequenzen erreicht wird. Um all diese Ziele zu erreichen, setzt KEF auf eine 165 Millimeter durchmessende Spezialkonstruktion mit extrem steifer Gummisicke und überarbeiteter Membrangeometrie, die im oberen Abteil des 26,5-Kilo-Boliden aufzufinden ist. Direkt darunter sitzen die beiden langhubigen, ebenfalls 16,5 Zentimeter durchmessenden Tieftontreiber, die alle Schallanteile von 50 bis 300 Hertz bereitwillig übernehmen. Für noch mehr Tiefdruck sind beide Bassisten mit je einem eigenen Bassreflexport ausgestattet, der sich jeweils direkt unterhalb des Tieftöners befindet. Nicht minder interessant gibt sich die Rückseite des sich nach hinten verjüngenden Gehäuses, denn hier fi ndet sich das opulent ausgestattete Passivterminal. Und auch hier haben die Briten nicht gespart und setzen weder auf Single- oder Bi-Wire-, sondern auf Tri-Wire-Polklemmen aus dem Hause WBT. Diese sind so großzügig angeordnet, dass auch feuerwehrschlauchgroße Lautsprecherkabel hier problemlos Anschluss finden. Oberhalb dieses „Sixpacks“ finden wir drei kleinere Gewinde, die sich für die Justage des Grund- und Hochtonbereichs verantwortlich zeigen und so die perfekte Anpassung an den Raum oder den eigenen Hörgeschmack erlauben.

202/2 und 201/2: Center und Surroundlautsprecher

Besser kann man es sich kaum wünschen, denn auch bei den kleineren Modellen hat KEF nicht gespart. So ist beispielsweise auch der 630 Millimeter breite und natürlich magnetisch abgeschirmte Center namens 202/2 mit einem der Standbox identischen Drei-Wege-System ausgestattet, das sich nur am fehlenden zweiten Tieftöner von seinen großen Brüdern unterscheidet. Im Vergleich zum Center wiederum leicht abgespeckt präsentiert sich der zugehörige Regallautsprecher 201/2 der in unserem Testaufbau für eine ordnungsgemäße Effektdarstellung sorgen soll, sprich als Rearspeaker eingesetzt wird. Wie all seine Mitstreiter verfügt auch er natürlich über das neue Uni-Q-Chassis, das sich oberhalb des 165er-Tieftöners befindet. Also setzen die Briten auch hier auf ein waschechtes Drei-Wege- System. Übrigens: Die beiden hier genannten Schallwandler sind natürlich mit einem der Standbox identischen Anschlussterminal bestückt, was eine perfekte Anbindung an nahezu jeden Vollverstärker oder AV-Receiver dieser Welt garantiert.

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PSW4000: Subwoofer

Geballte Technik und schier unbändige Kraft vereinigt der von uns zu diesem Set auserwählte Subwoofer namens PSW4000. Das handgefertigte, mehrfach verstrebte und 113 Liter fassende Gehäuse, die 500 Watt starke Class-D-Endstufe und ein langhubiges 300-Millimeter-Chassis sind an sich schon patente Aussagen, die erahnen lassen zu welch „Schandtaten“ dieses Gerät imstande ist. Hinzu kommt das ausgefeilte Aktivmodul, das nicht nur über standardmäßige Hoch- und Niederpegelanschlüsse, sondern auch über gleich drei XLR-Buchsen verfügt. Griffige Drehregler sowie ein kleiner, aber gut erreichbarer Kippschalter zur Einstellung der Filterfunktion erlauben die schnelle und unkomplizierte Anpassung des PSW4000 an das mitspielende Lautsprecherset und den Raum. Das ist aber auch via optional erhältlicher Fernbedienung möglich, die ihre Signale an das frontseitig angebrachte Empfangsmodul sendet, wobei ein kleines Display den jeweiligen Status des Gerätes anzeigt.

Das Spiel

Nun ist es Zeit zu hören, was das britische Sextett in unserem Hörraum zu leisten vermag. Nach ausreichender Einspielzeit geht es zunächst einmal daran, die richtige Positionierung der Frontlautsprecher zu finden, was sich schnell als unkritisch erweist. Nachdem das gesamte Set ausgerichtet und eingemessen ist, wird der Subwoofer noch „feinjustiert“. Hier stellt sich einmal mehr heraus, wie einfach die Performance des Bassmeisters zu steigern ist, wenn man ihn nur um wenige Zentimeter bewegt und ein wenig mit der Phaseneinstellung spielt. Wir starten mit „Passwort Swordfish“ und sind von der ersten Sekunde an von der überzeugenden Dialog- und Detaildarstellung des Centers begeistert. Ein perfektes Beispiel ist das Geräusch des verbrennenden Gases, das erzeugt wird, als sich Gabriel Shear (John Travolta) während seines Monologes seine Zigarre anzündet – ohne Zweifel ein Verdienst des neuen Uni-Q-Chassis. Ein exzellentes und extrem dynamisches Surrounderlebnis genießen wir dann wenige Sekunden später während der sekundenlang anhaltenden Explosion der Splitterbombe, die die gesamte Umgebung in eine Einöde verwandelt. Hier wird nahezu jede einzelne der unzähligen Metallkugeln hörbar, als diese verschiedene Gegenstände wie Scheiben, Wände oder Autos durchsieben. Wow, spätestens hier wird auch deutlich, wie viel Kinospaß man sich nach Haus holen kann, wenn der Subwoofer perfekt auf seine Mitspieler und den Raum abgestimmt ist, denn neben der staubtrockenen und knackigen Tieftonwiedergabe liefert der PSW4000 auch jede Menge Körperschall, der den Zuschauer letztlich glauben macht, mit Haut und Haar dabei zu sein. Nach ein paar weiteren Filmszenen, die uns nicht minder überzeugen, geht es mit der mehrkanaligen Musikreproduktion weiter, wobei wir wieder einmal Steely Dans „Cousin Dupree“ der DTS Demo DVD No. 5 bemühen. Und auch hier bleibt das Set seiner Linie treu und schafft es, uns dank seiner punktgenauen Klangreproduktion in seinen Bann zu ziehen. Straffe Bässe, luftige Mitten, kristallklare Höhen und eine nahezu perfekte Bühnenabbildung sind das Ergebnis, das Lust auf mehr macht.

Fazit

KEFs neue Reference-Serie ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen, ihren Preis aber alle Male wert! So jedenfalls könnte das Kurzfazit lauten, denn dieses Set wird audiophile Stereo- und Mehrkanalfans ebenso wie Kinofreunde, die es gern krachen lassen, vollends überzeugen. Die durchweg gelungene Designgebung und die sinnvollen Ausstattungsmerkmale sollten nicht unerwähnt bleiben, erlauben sie doch die akustische und optische Integration in durchgestylte Wohnräume genauso wie in dedizierte Heimkinos.

Preis: um 17100 Euro

KEF Refrence 203/2

Referenzklasse


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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 21.09.2009, 12:35 Uhr
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