Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Nubert nuBox 311/ AW-441


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Lautsprecher Surround Nubert nuBox 311/  AW-441 im Test, Bild 1
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Jeder fängt mal klein an, und mit der sehr preiswerten nuBox 311 von Nubert fällt auch den weniger gut Betuchten der Einstieg in hochwertiges Heimkino leicht. Und dabei bleibt die Qualität garantiert nicht auf der Strecke.

Die kompakten Regalboxen mit wirklich wohnzimmertauglichen Abmessungen gibt es in verschiedenen Dekorvarianten: Schwarz, Ahorn oder Nussbaum stehen für die Gehäuse zur Auswahl, während bei den Fronten nach persönlichem Gusto Graphit- oder Silbermetallic gewählt werden kann. Dezente schwarze Stoffabdeckungen verbergen auf Wunsch die Lautsprecherchassis der Zweiwege-Bassreflex-Konstruktion.

Satelliten nuBox 311

Im gerade einmal 42 cm hohen Gehäuse atmet ein 14,5 cm großer Tiefmitteltöner auf ein rückseitig angebrachtes Bassreflexrohr. Hohe Frequenzen übernimmt eine 25-mm-Gewebekalotte, die wie der Tieftöner bündig in die Schallwand eingelassen ist.

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Das Gehäuse ist aus 16- bzw. 19-mm-MDF-Platten aufgebaut, was das Gewicht auf recht hohe fünf Kilogramm pro Lautsprecher treibt. Auf der Rückseite des Gehäuses findet sich ein großzügig dimensioniertes Anschlussterminal, das als Besonderheit einen mittig montierten Kippschalter aufweist. Über diesen findet eine Hochton-Pegelanpassung statt, die für mehr Brillanz in den Höhen sorgt. Weiterhin verfügt der Lautsprecher über eine Schutzschaltung, die sowohl Tief- als auch Hochtöner vor Überlastungsschäden bewahrt.

Subwoofer nuBox AW-441

Der Bassist von Nubert ist in den gleichen Dekors wie die Satelliten erhältlich und durchgängig aus 19-mm-MDF-Material aufgebaut. Im oberen Bereich der Schallwand sitzt ein 22-cm-Basstreiber, der besonders langhubig ausgelegt ist und in Verbindung mit dem 190 Watt (Musikleistung) starken Aktivmodul gerne auch mal Bäume ausreißen möchte. Besonders gut gefällt die Ausstattung des Tieftonspezialisten, denn dieser ist fernbedienbar (Lautstärke und Übernahmefrequenz) und besitzt als Schmankerl auch hochpassgefilterte Line-Ausgänge sowie neben der Soft-Clipping-Schaltung auch eine Low-Cut-Funktion. Hier legt sich der Nutzer fest, ob er eine möglichst tiefe Grenzfrequenz oder zu Lasten der Tiefe höheren Schalldruck realisieren möchte.

Klang

Die beiden nuBox 311-Lautsprecher nehmen im Hörraum auf Standfüßen Platz, damit sich die Hochtöner auf Ohrhöhe befinden. Obwohl die Satelliten kaum über elf Liter Bruttovolumen hinauskommen und der Tieftöner mit 14,5 cm auch nicht gerade rekordverdächtige Maße aufweist, verblüfft der doch recht tief reichende Bass, sobald die ersten Musiksignale durch die Anschlussklemmen fließen. Aufgrund unserer freien Aufstellung ohne unterstützende Rückwand ist der Tieftonbereich allerdings nicht sehr druckvoll, weswegen wir nach einiger Zeit den Subwoofer AW-441 ins Spiel einbeziehen. Dieser ergänzt die kleinen Satelliten sehr nachdrücklich und wird bei korrekter Justage zur perfekten Einheit mit diesen. In linearer Abstimmung verarbeitet das 2.1-Set mit Souveränität eingespeiste Signale und liefert eigentlich schon alles, was zum ernsthaften Musikerlebnis nötig ist. Tiefe und mächtig grollende Bässe zaubert der Subwoofer bei Bedarf aus seinem kompakten Gehäuse und bleibt dabei sehr präzise, mit einem guten Gefühl für exaktes Timing. Neutral zeichnend und doch rund musizierend, ergänzen die kleinen Satelliten den Frequenzbereich nach oben. Mit den fein aufl ösenden Hochtönern, die Details sehr schön auch aus komplexen Musikpassagen herausschälen, bieten die Nuberts am anderen Ende des Frequenzbandes ebenfalls sehr viel fürs Ohr. Sind die Kippschalter umgelegt, wird der Klang frischer, allerdings kann dies je nach Räumlichkeit und Wohnausstattung auch schnell zu viel des Guten sein. Nun müssen die Lautsprecher wandern – und zwar in unser großes Heimkino, damit wir dem Nubert-Ensemble im 5.1 Betrieb auf den Zahn fühlen können. Hier wirken die Boxen optisch zwar etwas verloren, aber bereits die ersten Filmsequenzen aus „Master and Commander“ lassen uns dies schnell vergessen. Korrekt mit dem Pegelmesser aneinander angepasst, spielen die Lautsprecher wie aus einem Guss, und abermals verblüfft der Subwoofer des Sextetts. Egal ob feuernde Kanonen oder berstendes Holz auf der Leinwand zu sehen sind, pumpt der AW-441 die entsprechenden Tieftonsignale sauber und unverzerrt in den Hörraum. Auch bei „I, Robot“ weiß er ebenfalls mehr als zu überzeugen, da er unterschwellige, Unheil verkündende Basstupfer deutlich spürbar in den Raum stellt. Die fünf kleinen Satelliten legen vom Bass befreit noch einmal etwas an Pegelfestigkeit zu, was dieses Set befähigt, auch mit sehr hohen Lautstärken zu spielen. Präzise lassen sich Details jederzeit zuordnen, die identischen Lautsprecher sorgen für große Homogenität.

Labor

Nuberts Kompaktsubwoofer nuBox AW-441 lässt im Messlabor seine Muskeln spielen. Bereits ab unter 30 Hertz ist er voll in seinem Element und lässt sich dank verschiedener Eckfrequenzen perfekt in Heimkinoanlagen integrieren. Als Besonderheit findet sich ein hochpassgefilterter Line-out, über den Satellitenlautsprecher ab 40 oder 80 Hertz angekoppelt werden. Die kleinen Satelliten nuBox 311 fügen sich, auch ohne aktiviertes Hochpassfilter, harmonisch an den Subwoofer an und begeistern durch ihren linearen Frequenzgang bis weit über 20.000 Hertz. Wird der Kippschalter auf „brillant“ gestellt, erhöht sich der Schallpegel ab etwa 4.500 Hertz, was in stark hochtonbedämpften Wohnräumen ein Vorteil sein kann. Sowohl auf als auch abseits der Achse spielen die 311er sehr ausgewogen.

Fazit

Sowohl im Stereo- als auch im Kinobetrieb weiß die nuBox 311 durch ausgewogenen Klang zu gefallen. Dabei greift ihr der Subwoofer nuBox AW-441 kräftig und harmonisch unter die Arme. In dieser Konstellation lässt sich Musik richtig gut erleben, vom satten Tiefbass bis zu fein ziselierten Höhen wird alles geboten, was das Herz begehrt. Heimkinofans mit hohem Klanganspruch tauchen so in raumfüllende Filmwelten mit beeindruckenden Soundeffekten ein.

Kategorie: Lautsprecher Surround

Produkt: Nubert nuBox 311/ AW-441

Preis: um 1050 Euro


9/2009
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 08.09.2009, 10:02 Uhr
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