Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Nubert nuBox 381


Thronfolger

Lautsprecher Surround Nubert nuBox 381 im Test, Bild 1
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Gerade preisbewusste Heimkinofans werden hellhörig, wenn es etwas Neues von den schwäbischen Boxenbauern von Nubert gibt. So auch bei der neuen nuBox- Serie, die nicht nur optisch einiges hermacht, sondern sogar ihre legendären Vorgänger klanglich übertrumpfen will.

Seit über 30 Jahren verwöhnt das Nubert-Team seine Kunden nun schon mit HiFi- und Heimkinolautsprechern verschiedenster Art. Dabei haben es die Lautsprecherspezialisten aus Schwäbisch Gmünd immer wieder geschafft, sich selbst zu übertreffen. Mit ihrer neuen nuBox-Serie wollen die Schwaben einmal mehr an diese Tradition anknüpfen und präsentieren ein System, das nicht nur vor Ideen und Ausstattungspunkten strotzt, sondern auch durch einen attraktiven Preis auf sich aufmerksam macht. Selbstverständlich wollte HEIMKINO der Sache einmal auf den Grund gehen und sehen, was die „Neuen“ wirklich zu leisten imstande sind.

Ausstattung

Als Hauptlautsprecher in unserem Set dient die kompakte nuBox 381, die als Nachfolger des legendären Dauerbrenners 380 von der Redaktion besonders kritisch beäugt wird. Trotz der optischen Ähnlichkeit der Zwei- Wege-Box zu ihrem Vorgänger hat sich doch einiges getan.

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So wurden die beiden in der metallic-lackierten Schallwand montierten Chassis noch einmal von Chefentwickler Günther Nubert persönlich modifiziert. Zusätzlich spendierte er der 381 nun zwei Bassreflexöffnungen, die rückseitig angebracht sind, und Strömungsgeräusche auf ein absolutes Minimum reduzieren. Bei der Auswahl der Zutaten für das stabile Gehäuse haben sich die Baden-Württemberger ebenfalls nicht lumpen lassen. 19 Millimeter starke MDF-Platten sowie zusätzliche Innenverstrebungen sorgen für eine sehr hohe mechanische Stabilität und geben klangschädigenden Resonanzen keine Chance. Unter anderem deswegen verkraftet die kleine nuBox auch problemlos Pegelstärken, wie sie bei einem Lautsprecher dieser Größe nur selten möglich sind. Den Job des Centers übernimmt im getesteten Sextett die CS-411, Nachfolger der CS-330. Mit einer Spitzenbelastbarkeit von 300 Watt (Herstellerangabe) ist auch dieser in der Lage, größere Lautstärken problemlos zu Gehör zu bringen. Zwei mit Polypropylen-Membranen bestückte Chassis sorgen hier für die ordnungsgemäße Wiedergabe mittlerer und tiefer Frequenzen. Mittig zwischen diesen beiden 145-Millimeter-Treibern, jedoch leicht nach oben versetzt, findet sich die Gewebekalotte des Hochtöners. Dieser etwas ungewöhnliche Aufbau ist für einen Centerlautsprecher durchaus sinnvoll, denn er verspricht feine Detailauflösung und gute Sprachverständlichkeit. Für den nötigen Tiefgang sorgt beim CS-411 ebenfalls eine Bassreflexöffnung, die hier seitlich eingesetzt wurde, um die Bautiefe des Gehäuses möglichst gering zu halten. Auch bei der Entwicklung des passenden Surroundlautsprechers DS-301 hat sich das Team aus Schwäbisch Gmünd Außergewöhnliches ausgedacht: Das Anschlussfeld befindet sich an der Unterseite der Box, bei der Montage mit dem als Zubehör erhältlichen Wandhalter ist dadurch eine besonders unauffällige Kabelführung möglich. Zwischen den beiden Schraubklemmen, die Lautsprecherkabel bis etwa 6 mm oder massive Bananenstecker aufnehmen, befindet sich außerdem der Kippschalter zur Aktivierung des rückwärtig angebrachten Hochtöners. So kann je nach Einsatzzweck (z.B. Film oder Musik) zwischen Direktstrahler und Dipol gewechselt werden. Zum vollkommenen Heimkinoglück braucht man natürlich noch den passenden Subwoofer, der sich in Form des AW-441 schnell findet. Der Nachfolger des überaus erfolgreichen AW-440 wurde dabei speziell auf die nuBox 381 angepasst und verfügt über ein 220 Millimeter messendes Langhubchassis, das in der Lage ist, auch größere Pegel unverzerrt wiederzugeben. Angetrieben wird dieses von der 150 Watt starken Endstufe im Inneren des kompakten Gehäuses. Trotz des günstigen Einzelpreises spendierten die Schwaben dem AW-441 eine Fernbedienung, über die der Subwoofer bequem vom Sofa aus geregelt werden kann.

Klang

Selbst in unserem großen und mit Tieftonabsorbern bestückten Testkino schlägt sich das kleine Nubert-Ensemble prächtig, wobei sich eine freie Aufstellung der Frontboxen empfiehlt. Beeindruckend ist die sehr pegelfeste und dabei extrem präzise Darstellung tiefer Frequenzen, die das Set beispielsweise mit der vor Dynamik strotzenden „Minimum Maximum“-DVD von Kraftwerk beweist. Sämtliche Bassanteile werden nicht nur sauber und knackig wiedergegeben, sondern erzeugten in einigen sehr tiefen Passagen einen merklichen Körperschall. Dies überzeugte nicht nur den Tester, sondern auch zwei zufällig erschienene Kollegen, die sich prompt entschlossen, dem Hörtest bis zum Ende beizuwohnen und später über das Größen-/Leistungsverhältnis der kleinen Schallwandler überrascht sind. Weiter geht es mit Disneys „Cars“, und auch hier meistert das Sextett alle Hürden. Die Nuberts reproduzieren alle ihren zugeführten Hoch- und Mitteltonsignale souverän, was sich speziell in der punktgenauen Detail- und Dialogdarstellung bemerkbar macht. Ein gutes Beispiel ist dabei die Szene, in der der schlaftrunkene Truck von drei Sportwagen attackiert wird. Die rassigen Spurts und die begleitenden Klänge aus dem Inneren der Boliden sowie sämtliche Dialoge sind zeitlich perfekt aufeinander abgestimmt und erzeugen mitsamt dem satten Bassfundament echtes Kinofeeling. Trotz der unterschiedlichen Lautsprecher für die Front- und Rearkanäle erzeugt das 5.1-Set ein sehr angenehmes und harmonisches Surroundfeld und versetzt den Zuhörer schon nach kurzer Zeit mitten ins Geschehen.

Labor

Die Laborergebnisse bestätigen unseren Höreindruck nahezu bis ins kleinste Detail. Besonders auffällig ist das perfekte Zusammenspiel zwischen Subwoofer und 381. Letztere weiß zudem durch einen extrem ausgeglichenen Frequenzgang zu überzeugen. Zwischen 80 und 20.000 Hertz bewegt sich dieser in einem Toleranzbereich von plusminus drei Dezibel. Seine Heimkinotauglichkeit beweist das Set zudem in der Winkelmessung. Selbst im 30-Grad-Winkel liefert die kleine Kompaktbox hier erstaunlich gute Ergebnisse.

Fazit

Wer kein separates Heimkino besitzt, aber großen Sound im Wohnzimmer erzeugen will, für den ist dieses System die Ideallösung. Dank der kompakten Abmessungen ist das Set unauffällig zu installieren, so dass der Raum nicht einem Technikzimmer gleicht. Als sehr attraktiv erweist sich auch die Preisgestaltung: Für gerade einmal 1.294 Euro erhält der Käufer hier ein relativ kleines, aber erwachsen klingendes Allroundsystem, das im Musik- wie im Mehrkanaleinsatz zu überzeugen weiß.

Preis: um 1294 Euro

Lautsprecher Surround

Nubert nuBox 381

Mittelklasse


09/2009 - Roman Maier

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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 08.09.2009, 11:18 Uhr
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