Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Nubert nuBox 511-Serie


Multitalent

Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 1
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Sie suchen ein Lautsprecherset, das sowohl bassgeladene Rockkonzerte als auch klassische Musikstücke unverfälscht reproduziert und obendrein noch echten Kinosound in die eigenen vier Wände bringt? Dann sollten Sie diesen Testbericht unbedingt aufmerksam lesen!

Der Trend ist eindeutig: Mehr als drei Viertel aller europäischen Mehrkanalanlagen kommen im Wohnzimmer unter. Hat sich der Filmfan dann für ein bestimmtes Surroundset entschieden, soll dieses natürlich auch die zweikanaligen Lieblingssongs des Besitzers von CD bestmöglich reproduzieren. Denn wer will schon ein zusätzliches Stereo-Setup installieren? Und genau hier kommt die schwäbische Lautsprecherschmiede Nubert ins Spiel, die seit mehr als 30 Jahren zur ersten Garde in Sachen Lautsprecherbau gehört und als absolute Spezialistin für die anspruchsvolle Reproduktion zwei- und mehrkanaliger Soundtracks gilt.

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nuBox 511

Hauptakteur des von mir zum Test georderten 5.1-Systems ist zweifellos die exakt einen Meter hohe nuBox 511. Der im Zweieinhalb-Wege-Prinzip erbaute Tower verfügt dabei über gleich drei baugleiche, 145 Millimeter durchmessende und magnetisch geschirmte Tieftonchassis, von denen die beiden unteren Treiber als sogenannte Subbass-Chassis arbeiten, während der obere auch mittelfrequente Schallanteile zu Gehör bringt. Um ein verzerrungsfreies und sauberes Impulsverhalten sowie eine hohe Belastbarkeit zu erreichen, sind alle drei 145er mit Polypropylen- Membranen ausgestattet. Oberhalb dieses Trios findet sich die 25 Millimeter messende Hochtoneinheit. Diese ist mit einer extraleichten Gewebekalotte bestückt und befindet sich zum Schutz vor mechanischen Beschädigungen hinter einem feinmaschigen Metallgitter. Damit jeder Treiber mit den für ihn bestimmten Signalen versorgt wird, schöpften die Nubert-Ingenieure bei der Entwicklung der höchst aufwendigen Frequenzweiche aus dem Vollen. Diese besteht nicht nur aus 23 Bauteilen, sondern ist so konzipiert, dass der Besitzer die Hochtoncharakteristik seiner 511 individuell bestimmen kann.

Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 2Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 3Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 4Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 5Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 6Lautsprecher Surround Nubert nuBox 511-Serie im Test, Bild 7
So kann mittels eines kleinen Schalters am Anschlussterminal in drei Stufen zwischen „brillanter“, „linearer“ und „sanfter“ Hochtonreproduktion gewählt werden.

Center und Rearspeaker

Ähnlich wie bei der zuvor beschriebenen Standbox ging man in Schwäbisch Gmünd bei der Entwicklung des passenden Centers vor. So besteht auch sein Gehäuse aus 19 Millimeter starken MDF-Platten. Damit eventuell entstehende stehende Wellen im Gehäuseinnern auf ein Minimum reduziert werden, pflanzte man dem CS-411 ein sogenanntes „Querschott“ein, welches sein Gehäuse absolut verwindungssteif macht und Eigenresonanzen erst gar nicht aufkommen lässt. Um den Center auch klanglich perfekt auf die Hauptboxen abzustimmen, wurde dieser mit den gleichen Schwingsystemen bestückt, wie sie auch in der nuBox 511 eingesetzt werden, wobei die beiden Tiefmitteltöner die 25-mm-Hochtonkalotte in die Mitte nehmen. Neben der seitlich eingesetzten Bassreflexöffnung, welche die Positionierung des CS-411 erleichtert, verfügt auch er über ein Bi- Wire-Anschlussterminal sowie eine zweistufige Hochtonanpassung. Mit Letzterer ist auch die nuBox 101 ausgestattet, welche in diesem 5.1-Set als Effektlautsprecher dient. Aufgrund ihres niedrigen Gehäusevolumens kommt die Zwei-Wege-Box allerdings in leicht abgespeckter Ausstattung daher, was aber weder der Klangqualität noch der tonalen Ausgewogenheit einen Abbruch tut, denn auch hier setzen die Schwaben auf eine 25er-Gewebekalotte im Hochtonbereich, ein Tief-/ Mitteltonchassis mit Polypropylen-Membran und ein mechanisch hochstabiles MDF-Gehäuse.

Subwoofer

Wie es sich für ein echtes Heimkinosystem gehört, beinhaltet die von mir zusammengestellte Konfiguration natürlich auch einen Subwoofer. Hier entschied ich mich für einen alten Bekannten, den AW-441. Gerade einmal 42 Zentimeter hoch und 14 Kilogramm schwer, gibt er sich wie ein Großer. So erfreut auch er sich eines extrem stabilen, 19 Millimeter starken MDF-Korpus, der selbst dem stärksten Druck in seinem Innern standhält. Apropos Druck: Dieser wird vom frontseitig eingesetzten, 220 Millimeter messenden Tieftonchassis erzeugt, welches wiederum von der 190 Watt starken Verstärkereinheit angetrieben wird. Diese befi ndet sich nahe dem perfekt ausgestatteten Anschlussterminal. Hier fi nden sich nicht nur je zwei Hoch- und Niederpegelein- und -ausgänge, sondern auch eine Soft-Clipping- und eine Low-Cut-Schaltung. Regler für die Lautstärke- und Trennfrequenzjustage sucht man hier allerdings vergeblich, denn diese befinden sich unterhalb des Tieftontreibers in der Gehäusefront. Und das macht Sinn, handelt es sich hierbei doch um die am häufigsten benötigten Ausstattungsmerkmale, die dem Besitzer hier einen schnellen Zugriff und eine unproblematische Justage erlauben.

Klang

Wie üblich beginne ich nach der 48-stündigen Einspielphase mit dem Stereotest der beiden Hauptlautsprecher und bin schon nach wenigen Augenblicken hin und weg. Der Grund dafür ist die durchweg feinfühlige Spielweise, in der die nuBox 511 zu Werke geht und die ganze Schönheit der Musik wiedergibt. Unverfälscht, ohne Schnörkel oder Umschweife werden Stimmen und Instrumente zu Gehör gebracht und lassen mich glauben, ich befände mich mitten im Publikum eines Livekonzertes. Dass die 511 aber nicht nur etwas für feinfühlige Klassikfreunde ist, sondern es auch versteht, Rockfans zu begeistern, wird schnell deutlich, als ich unseren CD-Player mit Daft Punks „Something about us“ füttere. Trotz der immens tiefen Abstimmung dieses Songs lässt sich die 511 auch hier nicht aus der Ruhe bringen und überwältigt mich geradezu durch ihre satte und jederzeit saubere Grundtonreproduktion sowie eine Spielfreude, die ansteckt und mich schnell dazu verleitet, noch ein paar weitere Tracks der „Discovery“ zu hören. Kein Wunder, dass ich nach dieser exzellenten Stereovorstellung des 511er-Duos ganz gespannt auf die Mehrkanalperformance des von mir erwählten 5.1-Systemes bin und dieses mit „Watchmen“ gleich vor eine relativ schwierige Aufgabe stelle. Doch auch diese Hürde nimmt das schwäbische Sextett mit Bravour und stellt den mit Details nur so gespickten Angriff auf den Comedian in jeglicher Hinsicht perfekt dar. Egal ob Dialoge, krachendes Mobiliar, zerberstende Mauerstücke oder klirrende Glaselemente, jede noch so kleine Einzelheit wird sauber und natürlich reproduziert und findet ihren exakten Platz in der tollen Raumabbildung, die wir hier erleben dürfen. Keine Frage, die hervorragende Stimmreproduktion, die tonale Ausgewogenheit und das satte und staubtrockene Bassfundament bringen echtes Kinofeeling in die eigenen vier Wände und machen so richtig Spaß auf mehr.

Fazit

Selten habe ich ein so facettenreiches Mehrkanalsystem erlebt wie dieses. Während das Nubert-Set in den Händen hartgesottener Rockfans und Heimkinoeinsteiger dynamisch, kraftvoll, natürlich und letztlich zuverlässig und wie ein „Volkswagen“ agiert und dank seiner sinnvollen Ausstattung in nahezu jedem Raum groß aufspielt, verwandelt es sich in den Händen akribisch vorgehender Musikliebhaber und anspruchsvoller Mehrkanalfreunde in einen Mercedes Benz der gehobeneren Kategorie. Zudem weiß dieses 5.1-Set durch seine sehr gute Verarbeitung, seine hervorragende Ausstattung sowie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu überzeugen.

Preis: um 1600 Euro

Lautsprecher Surround

Nubert nuBox 511-Serie

Oberklasse


11/2009 - Roman Maier

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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 03.11.2009, 11:35 Uhr
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