Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Nubert nuLook-5.2


Farbenfroh

Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 1
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Lautsprecher aus der Nubert Speaker Factory stehen traditionell für beste Qualität und klassisches Design zu erschwinglichen Preisen. Bei der neuen nuLook-Serie gilt dieser Maßstab natürlich weiterhin, in Sachen Optik haben sich die Schwaben jedoch etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Wer kennt das nicht? Ein neues Lautsprecherset für den Heimkinobetrieb soll ins Wohnzimmer integriert werden. So weit so gut, doch welches System vereinbart die klanglichen und optischen Ansprüche des Filmfans? Nimmt er das kompakte Designset und erhält so das Wohnraumambiente, verzichtet aber auf den ganz großen Klang? Oder werden kompromisslos agierende Standlautsprecher aufgestellt, die zwar echten Kinosound generieren, dafür aber das Zimmer in einen Technikraum verwandeln? Dieses Problems hat sich die Nubert Speaker Factory angenommen und mit der nuLook-Serie ein Platz sparendes Mehrkanalsystem entwickelt, das musikalische wie optische Vorzüge enorm flexibel vereint.

Konzept

Seit knapp drei Jahrzehnten gehören Nubert-Produkte nun schon zum Besten, was es in Sachen Lautsprechertechnik in Deutschland zu kaufen gibt. Von Beginn an sahen es die Schwaben als selbstverständlich an, Schallwandler zu bauen, die trotz ihrer hochwertigen Qualität für nahezu jeden Musik- und Filmfan erschwinglich bleiben sollten.

Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 2Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 3Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 4Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 5Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 6Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 7Lautsprecher Surround Nubert nuLook-5.2 im Test, Bild 8
Kein Wunder also, dass man bei der Entwicklung der neuen Konzeptlinie den bereits eingeschlagenen Weg weiter verfolgt. So wurden sowohl bereits bewährte als auch neue Bauteile genutzt, um einen völlig neuen Nubert-Lautsprecher zu konstruieren. Hauptakteur der neuen Serie ist der LS-2 getaufte Regallautsprecher, der in unserem Set gleich fünfmal eingesetzt wird. Dieser verfügt über ein Gehäuse, welches in vielen Arbeitsgängen und fast ausschließlich in Handarbeit hergestellt wird. Wahlweise bieten die Baden-Württemberger den Korpus in schwarzer oder weißer Schleiflackoberfäche an.

Gelungene Optik

Vervollständigt werden die Schallwandler durch eine aufgeklipste Frontplatte, die dank der „Snaploc“ genannten Befestigung hochfest, vibrationsfrei und nahezu unsichtbar mit dem Korpus verbunden ist. Die aufsteckbare Front ist in fünf Schleiflack- und drei Echtholzfurniervarianten lieferbar. Selbst die beiden integrierten Stoffabdeckungen sind wahlweise in Schwarz oder silberfarben verfügbar. Zusammen mit den beiden Korpusversionen hat man also dieWahl zwischen nicht weniger als 32 verschiedenen Farbkombinationen. Somit wird aus der kleinen LS-2 ein individueller Schallwandler, der problemlos zu jeder Inneneinrichtung passt. Übrigens: Die nuLook-Idee ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für den „Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2008“ nominiert worden.

Bewährte Technik

Frontseitig ist das ambitionierte Zwei-Wege- System untergebracht: Im unteren Gehäuseteil sitzt der 145 Millimeter messende Tiefmitteltöner, der mit einer leichten, aber extrem steifen Polypropylenmembran ausgestattet ist. Direkt darüber befindet sich der mit einer Gewebekalotte bestückte 25-Millimeter-Hochtöner. Dieser sitzt auf einer Art rundem Podest, und das hat seinen Grund. Bereits bei der Entwicklung seiner neuesten, designorientierten Kreation bedachte Günther Nubert, dass die LS-2 hauptsächlich im Wohnraum eingesetzt und die Frontbespannung nicht abgenommen wird. Somit positionierte er den Hochtöner ganz nahe der Stoffbespannung, um durch die aufgesetzte Frontplatte entstehende Interferenzen zu vermeiden. Beide Chassis werden von der hochwertig verarbeiteten und mit selektierten Bauteilen bestückten Frequenzweiche angesteuert. Diese sitzt wiederum direkt am Anschlussterminal, wodurch kürzeste Übertragungswege realisiert werden konnten.

In höchsten Tönen

Wie aus anderen Nubert-Lautsprechern bekannt, findet sich auch in der LS-2 die Möglichkeit zur Anpassung der Hochtondarstellung. So kann je nach Hörgeschmack oder Raumakustik zwischen sanfter oder brillanter Klangreproduktion gewählt werden. Die Umschaltung wird im Übrigen ganz einfach über hinten angebrachten Kippschalter durchgeführt, die direkt am Anschlussterminal sitzen.

Im Basskeller

AW-1 nennt sich der zum Set gehörende Subwoofer, der in diesem Test gleich zweimal zum Einsatz kommt (siehe Kasten). Ausgestattet ist er mit einem 220 Millimeter durchmessenden Langhubchassis, das schon in anderen Nubert-Bassisten für Furore gesorgt hat. Die Richtung Boden strahlende Bassreflexöffnung sorgt für zusätzlichen Tiefdruck und erlaubt eine flexible Aufstellung. Anschlussfreudig präsentiert sich das mit einer 190 Watt starken Endstufe bestückte Aktivmodul, das mit je zwei Hoch- und Niederpegelein- und Ausgängen bestückt ist. Auch befindet sich hier die Soft-Clipping-Schaltung, über die Übersteuerungen bei plötzlichen Bassattacken auf ein Minimum reduziert werden können. Die wichtigsten Justage-Instrumente, also Lautstärke- und Trennfrequenzregelung befinden sich unterhalb des Basschassis in der Front und sind so schnell erreichbar. Die Einstellung kann aber auch über die Scheckkarten große Fernbedienung vorgenommen werden, die zum Lieferumfang des AW-1 gehört. Abgerundet wird das Ganze durch die optische Anpassung des Subwoofers an seine Mitstreiter. Natürlich verfügt auch er über eine aufsteckbare Snaploc-Frontplatte.

Praxis

Nach der üblichen Einspielphase von 48 Stunden startet der Hörtest mit Joe Satrianis DVD „Live in San Francisco“. Das perfekte Legatospiel des Amerikaners wird von den kleinen nuLooks so detailliert dargestellt, wie man es einem Lautsprecher dieser Größe eigentlich nicht zutraut. Ihr wahres Können zeigen die LS-2 dann aber in der Hochtondarstellung des Klassikers „The Crush of Love“. Selbst längste Gitarrensoli werden perfekt zu Gehör gebracht, ohne dabei überspitzt zu wirken oder gar zu nerven. Jetzt will ich aber auch die Filmtonreproduktion des kleinen Septetts kennen lernen und füttere den DVD-Spieler mit „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“. Die fulminant in Szene gesetzte Quidditch-Hatz bietet ausreichend Gelegenheit, den schönen nuLooks auf den Zahn zu fühlen. Die Jagd auf den „Goldenen Schnatz“, die Harry und seinen Widersacher unter anderem unter die Tribüne des Stadions führt, beweist zunächst, wie wichtig es ist, Lautsprecher mit gleicher Bestückung für den Mehrkanaleinsatz zu benutzen. Alle fünf LS-6 werden in vollem Umfange beansprucht und erzeugen im HEIMKINO-Testraum eine perfekte Surroundkulisse. Beeindruckend ist die impulsive Mittentondarstellung, die nahezu jedes Detail zu Gehör bringt. Unterstützt wird das Boxen-Ensemble durch die beiden AW-1-Subwoofer, die sich deutlich bemerkbar machen, als der „Klatscher“ versucht, die beiden Zauberlehrlinge von ihren Rennbesen zu stürzen. Die brachialen Einschläge, wenn die Kugel die Balkenverstrebungen der Tribüne zersschmettert, werden so knackig und unangestrengt reproduziert, dass ich das Gefühl habe, unser Kino stünde unter Beschuss.

Labor

Aufgrund ihrer speziellen Bauweise (leicht vorgesetzter Hochtöner) messen wir die kleine LS-2 mit aufgesetzter Frontplatte inklusive Bespannung. Wie nicht anders zu erwarten, macht sie auch hier eine sehr gute Figur. Der Frequenzgangverlauf ist sehr linear und schwankt im Null-Grad-Winkel um gerade einmal plusminus zwei Dezibel. Einen Tick besser erweist sich die Messung sogar im 15- Grad-Winkel, wobei sich hier wiederum bestätigt, dass die Box leicht auf die Referenzposition im Heimkino ausgerichtet werden sollte. Ebenfalls sehr gute Werte ermittelte ich in der 30-Grad-Messung. Hier bleibt der Amplitudengang bis etwa 13 Kilohertz stabil und fällt erst dann leicht ab.

Fazit

Wenn Günther Nubert etwas anfasst, dann hat es Hand und Fuß. So auch bei seinem neuesten Streich, der nuLook-Linie. Neben der perfekten Abstimmung fällt dieses 5.2-System durch seine homogene Surrounddarstellung und die knackige und tief abgestimmte Basswiedergabe auf. Das ist aber nicht alles, denn auch in Sachen Optik hat das Nubert-Team sich hier selbst übertroffen. Das durch klare Linien gekennzeichnete klassische Design in Kombination mit den zahlreichen lieferbaren Farbvariationen, macht die nuLook in jedem Wohnzimmer zum Hingucker.

Preis: um 2430 Euro

Lautsprecher Surround

Nubert nuLook-5.2

Spitzenklasse


09/2009 - Roman Maier

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Autor Roman Maier
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Datum 08.09.2009, 13:25 Uhr
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