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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: JBL L-52


Klassischer Monitor von JBL

Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 1
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JBL erfindet sich momentan in Sachen Lautsprecher neu: Nach dem großen Erfolg der außerordentlich gelungenen neuen L-100 hat man nachgelegt und mit der L-82 und nun der L-52 zwei weitere kleine Lautsprecher im Stil der klassischen Monitore aufgelegt.

In den letzten 3 Jahren durfte ich mich mit zwei relativ großen neue JBL-Lautsprechern intensiv auseinandersetzen: Zum einen mit der letzten Iteration der legendären JBL L-100, die den Flair des legendären Lautsprechers in die Gegenwart transportiert und dabei die Schwächen das alten Modells komplett ausmerzt. Das Resultat ist ein durch und durch alltagstauglicher Lautsprecher, mit dem man wirklich alt werden kann - sozusagen ein moderner Klassiker, wenn ich diesen Begriff auch eigentlich nicht mag. Zum anderen war das der Studiomonitor 4349. Schon die Nomenklatur mit den magischen 4 Ziffern zeigt, dass wir es hier mit einem Produkt aus der Professional-Audio- Sektion zu tun haben, der mit seinem Hochtonhorn einen ganz anderen Ansatz in Sachen Dynamik und Abstrahlverhalten verfolgt. Und nun also die L-52 als kleinstes Modell der Reihe, wobei ich es aufgegeben habe, die Nomenklatur JBLs zu verstehen: Meine alte L-26 ist ungefähr viermal so groß wie die „doppelte“ L-52, nun ja.  

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Technik

 
Aber sehen wir uns die neue L-52 doch einmal genauer an: Es handelt sich bei der wirklich kleinen, gerade einmal 33 Zentimeter hohen Box um ein Zweiwege-Modell mit einem 13-Zentimeter-Tieftöner und einem Kalottenhochtöner mit Waveguide. Zum Vergleich: Das Schwestermodell L-82 hat hier einen 20-Zentimeter- Konustreiber, während die L-100 sogar ein 30-Zentimeter-Chassis im Bass besitzt. Die 13 Zentimeter werden gemeinhin als die Untergrenze dessen angesehen, was noch in der Lage ist, einen „amtlichen“ Bass zu erzeugen – dazu aber später mehr.

Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 7Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 8Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 9Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 10Lautsprecher Stereo JBL L-52 im Test, Bild 11
Die Membran des Tieftöners mit ihrer charakteristischen weißen Färbung besteht aus Zellstoff-Fasern, die man aber landläufig als „Papier-Membran“ bezeichnen würde. Die schon zur Legende gewordene „Aquaplas“-Beschichtung früherer JBL-Membranen findet man hier nicht. Im Hochtonbereich arbeitet eine 20-Millimeter-Titankalotte, die in Varianten schon in vielen JBL-Boxen ihren Dienst verrichtet. Hier sitzt sie in einem kurzen Waveguide, der in den tieferen Regionen ihres Übertragungsbereichs den Schall etwas bündelt und sie so etwas belastbarer macht. Nach oben hinaus sorgt eine Schalllinse vor der Kalotte für breitere Streuung des Schalls. Die Trennfrequenz zwischen den beiden Treibern liegt bei 2,8 Kilohertz.  

Ausstattung


Wie gesagt: Die L-52 ist eine Reflexbox; das Reflexrohr sitzt in der Front neben dem Hochtöner. Der Korpus ist immer im Walnuss-Finish gehalten, während die Front in den klassischen JBL-Farben Schwarz, Blau und Orange gewählt werden kann. Dankenswerter Weise sind die beiden Exemplare eines Paares spiegelbildlich aufgebaut, sodass beide Hochtöner je nach Aufstellung entweder innen oder außen sitzen. Das sieht – wenn man die Frontbespannung weglässt – nicht nur besser aus, sondern sorgt auch für ein symmetrischen Schallfeld zwischen den Boxen. A propos Frontbespannung: Diese ist in dem berühmten „Würfelschaumstoff“ der alten JBL-Boxen gehalten, der auf einem Kunststoffrahmen aufgezogen wird. Dieser Rahmen sitzt bombensicher auf vier Kunststoffkugeln auf der Schallwand der Box. Rein messtechnisch gesehen gibt es zwischen dem Betrieb mit oder ohne den Rahmen kaum einen Unterschied:  

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Praxis  


Rückseitig gibt es ein einfaches Terminal, bei dem man – wie bei übrigens fast allen Geräten amerikanischer Herkunft – erst die Kunststoffpfropfen aus den Polklemmen entfernen muss, um Bananenstecker einzustecken. Dafür sitzen sie aber genau so bombenfest wie die alternativen mit dem Metallgewinde geklemmten Gabelschuhe oder Kabelenden. In diesem Fall würde ich persönlich den Reflexkanal aber mit einem Schaumstoffpropfen verschließen, denn in Wandnähe ist die eingebaute Bassbetonung der L-52 dann fast zu viel des Guten – die Aussage gilt auch für den Betrieb auf einem Sideboard an der Wand oder als Monitorlautsprecher auf einem Tisch oder Mischpult. Wenn man freilich auf höhere Pegel verzichtet, dann ist diese Abstimmung auch in der Kombination mit einer nahen Wand genau das Richtige für einen wohligen Bass, ganz in der großen Tradition des Loudness-Reglers, ohne den bis in die 80er Jahre hinein kein HiFi- Verstärker ausgekommen ist. Als HiFi-Lautsprecher frei aufgestellt, profitiert die L-52 dagegen von der Betonung zwischen 60 und 100 Hertz: So bekommt man auch bei der recht kleinen Box den Eindruck eines wohlig-dynamischen Bassbereichs, auch wenn die ganz tiefen Töne unter 50 Hertz natürlich nicht wirklich da sind. Auf der Habenseite sehen wir dafür eine enorme Bassdynamik, die weit über das Maß des kleinen Tieftöners hinausgeht. Der Mitteltonbereich ist ausgewogen und bleibt auch bei höheren Lautstärken übersichtlich und relativ sanft, während der kleine Hochtöner seine Präzision und Detailtreue unter allen Winkeln voll ausspielt. In Sachen räumlicher Abbildung läuft die kleine JBL zu ganz großer Form auf und zeigt eine atemberaubend lebensechte Bühne, die in Breite und Tiefe absolut authentisch wirkt. Mal nebenbei: Ich habe die L-52 auch einmal ein paar Stunden im Heimstudio verwendet, um ein paar ältere Aufnahmen neu zu mastern – auch zur strengen Beurteilung im Studio sind die JBLs sehr gut geeignet. Das Wichtigste: Auch im Verlauf einer längeren Hörsession bleiben die L-52 stets angenehm und unaufgeregt, so dass man immer noch gerne weiter hören möchte, egal, ob Rock, Pop, Jazz oder Klassik.

Fazit

Die JBL L-52 ist der würdige Sproß einer langen Familientradition vorzüglicher Lautsprecher mit einem ganz eigenen Klangbild, das weitaus größer ist als die kleine Box.

Preis: um 1000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
JBL L-52

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Kompaktlautsprecher 
Paarpreis um 1.000 Euro 
Internet www.jblsynthesis.com 
Ausstattung
Ausführung Korpus Walnuss, Bespannung schwarz, orange oder blau 
Abmessungen (B x H x T in mm) 197/330/215 
Gewicht (in Kg) 5 Kg 
Prinzip 2-Wege Bassreflex 
Bestückung 1 x 130 mm Papier-Tieftöner 1 x 20 mm Titan-Hochtöner 
Frequenzgang 47 Hz – 32 kHz (-6 db) 
Übernahmefrequenz 2800 Hz 
Wirkungsgrad 85db/w/m 
Impedanz (in Ohm) 4 Ohm 
Garantie 5 Jahre 
+ klassisches JBL-Design 
+ sehr guter Klang 
+/- Nein 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung hervorragend 

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Autor Thomas Schmidt
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Es ist uns eine große Freude, Ihnen die EISA AWARDS 2021-2022 präsentieren zu dürfen. Zusammen mit den Kollegen von 60 Testmagazinen und -Websites aus Europa, Amerika, Asien und Australien kürt unsere Redaktion als exklusives deutsches Mitglied in der Home Theatre Audio Expert Group jedes Jahr die besten Geräte der Welt.
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Elmar Michels - Ressort Car Hifi
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Car Hifi 6/2021

Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 6/2021

Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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