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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: YG Acoustics Carmel 2 - Seite 2 / 3


Lückenlos

Gepresste Alumembranen gibt´s an jeder Straßenecke, deren Gefügestruktur hält YG aber für nicht optimal – es gibt kein Alternative zum Fräsen. Beim Hochtöner, im Kern eine Einzoll-Gewebekalotte, belässt er wenigstens die Originalmembran an Ort und Stelle, fräst jedoch ein komplett neu Schallführung und modifiziert auch den Antrieb tiefgreifend. Ein paar Worte zum Bassprinzip: Eine Reflexöffnung sucht man an der Carmel 2 vergeblich, eine simple geschlossene Konstruktion ist die jedoch auch nicht. Vielmehr handelt es sich um eine besondere Bauform des „GHP“-Prinzips. Die Abkürzung steht für „geschlossen hochpassgefiltert“ und sieht vor den Bass in ein eigentlich zu kleines Gehäuse einzubauen, ihn auf eine bestimmte Art passiv nach unten zu filtern – also gewissermaßen seinen Tiefgang in Bereichen zu begrenzen, in den er eh keinen Schall mehr abstrahlt. Richtig angewandt, ergibt dass ein recht kompaktes Gehäuse mit tieferer Grenzfrequenz, als es ohne diesen Kunstgriff möglich wäre. YG hat eine eigene Variante des Konzeptes ersonnen – war ja klar. Im Gehäuse gibt es fast kein Dämmmaterial, was Energiespeichereffekte zu verhindern hilft. Unvermeidliche Resonanzen werden mit ein paar Methoden eliminiert, die der Hersteller nicht an die große Glocke gehängt wünscht – das ist okay. Ich kann Ihnen versichern: simple Physik, keinerlei Voodoo-Verdacht.

Die Frequenzweiche der Carmel 2 ist eine ziemlich aufwändige Konstruktion. Ein Großteil der Bauteile  kommt vom Kölner Spezialisten Mundorf, bei ein paar Spulen jedoch setzt YG auf eigenes Know-How: „ToroAir“ hört sich hochtrabend an, ist aber eigentlich eine ganz banale und gute Idee: Man wickelt besonders streufeldempfindliche Spulen auf einen Ringkern aus Kunststoff. Die Anordnung ist viel weniger anfällig für Einkopplungen von anderen Induktivitäten, das Fehlen eines magnetischen Kerns macht die Anordnung de facto zu einer extrem verzerrungsarmen Luftspule. Gute Idee das. Neben diesen Schlüsseltechnologien gibt es eine Vielzahl weiterer Aspekte an dieser Box, die sonst nirgends gibt: Das beginnt bei den ebenfalls in Eigenregie hergestellten Lautsprecherterminals, erstreckt sich über eine Unzahl von Einzelteilen, die komplexe Konstruktion überhaupt erst ermöglichen und endet noch lange nicht bei der ausschließlichen Verwendung von besonders harten (10.8) Schrauben, die all das zusammenhalten. Ich kann ruhigen Gewissens behaupten, noch nie einen Lautsprecher in den Händen gehabt zu haben, bei dem so konsequent nichts dem Zufall überlassen worden ist und jedes noch so kleine Detail bis zum Exzess optimiert wurde. Jetzt bleiben wir mal auf dem Teppich.

Preis: um 33000 Euro

YG Acoustics Carmel 2


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Autor Holger Barske
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Datum 24.03.2017, 14:54 Uhr