Kategorie: Lautsprecherbausätze

Einzeltest: Lautsprechershop AllAl


Beste Räumlichkeit

Lautsprecherbausätze Lautsprechershop AllAl im Test, Bild 1
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In der Tradition der platzsparenden Wandboxen aus dem Hause Lautsprechershop sehen wir einen weiteren hochklassigen Vertreter in Form der Allal, dieses Mal mit einer Kombination aus spannenden Seas-Chassis.

Der Lautsprechershop kann inzwischen auf eine mehr als beachtliche Anzahl extrem flacher Boxen für die Wandaufstellung oder -montage blicken. Und das ist meiner Meinung nach auch eine richtige Tendenz, denn seien wir einmal ehrlich: So sehr wir alle „richtige“ Lautsprecher mögen und auch nach wie vor in unseren Hör- oder gar Wohnräumen stehen haben – die Realität in den meisten Wohnumgebungen sieht anders aus und die Stellfläche für ein Paar Lautsprecher oder gar ein Surroundsystem kann auf jeden Fall sinnvoller und ästhetisch wertvoller genutzt werden. Und das sage ich als Lautsprecher-Verrückter; was wird da erst ein „normaler Mensch“ denken.

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Das beste mögliche Lautsprechersystem ist natürlich ein auf den entsprechenden Raum eingemessenes und am besten bündig in die Wand eingelassenes, das schon bei der Planung eines Hauses mit konzipiert wird. Das ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich, also baut man beim Laustprechershop die nächstbeste Lösung, nämlich flache Lautsprecher für die Montage an der Wand.   

Technik


Beim Hochtöner in unserer Bausatzbox handelt es sich um den Seas 27TBCD/ GB-DXT, so sein voller Name, eine 25-Millimeter-Kalotte in einem genau berechneten Waveguide, das die Belastbarkeit und Einsatzbandbreite des Chassis deutlich verbessert. Dazu kommt ein Koppelvolumen, mit dem die Resonanzfrequenz der Kalotte deutlich nach unten gelegt wird. Unsere Messungen zeigen den typischen, im Pegel zum Superhochton hin leicht fallenden Frequenzgang einer Waveguide- Kalotte, aber eben auch die perfekte geometrische Anpassung zwischen Treiber und Waveguide: Bis fast 20 Kilohertz verlaufen die Winkelfrequenzgänge deckungsgleich mit dem Verlauf auf Achse. Mit einer entsprechend angepassten Filterung kann man so ein perfektes Abstrahlverhalten erzielen. Spielpartner des leistungsfähigen Hochtöners sind zwei Seas-Tiefmitteltöner des Typs L18RNX/P, der mit einem moderaten Volumenbedarf für beachtlichen Tiefgang sorgt. Der Treiber ist ein absoluter Klassiker im Seas-Programm, der aber mit seinen Qualitäten immer noch aktuell ist und bei sorgfältiger Abstimmung seine ganze Klasse in mittelgroßen Gehäusen ausspielen kann.   

Gehäuse


Das Gehäuse ist natürlich ganz dem Einsatzzweck untergeordnet: Mit einer Schallwandfläche von einem halben Quadratmeter ist sogar bei der flachen Bautiefe für genügend Volumen gesorgt, obwohl die AllAl sogar an der dicksten Stelle ihres fast dreieckigen Grundrisses keine 20 Zentimeter von der Wand absteht. Die Schallwand ist zweiteilig und in einem flachen Winkel geknickt, wobei die Chassis in einer D´Appolito-Anordnung etwa mittig auf der großen Fläche sitzen und somit etwas nach innen eingewinkelt sind. Die Schallwandteile stehen über das eigentliche Gehäuse über und verdecken so auch das Terminal und das nach unten abstrahlende Reflexrohr. Eingelassene Beschläge erlauben das Aufhängen der Box an der Wand – man könnte sie aber theoretisch auch angelehnt an die Rückwand aufstellen, wenngleich man hier die überstehende Schallwand nach unten verlängern müsste, um den Hochtöner auf Ohrhöhe zu bekommen.   


Frequenzweiche


Wir bitten an dieser Stelle um Verständnis dafür, dass der Lautsprechershop die Schaltung der Frequenzweiche nicht veröffentlicht sehen will, um die Exklusivität des Händlerbausatzes zu gewährleisten. So viel sei aber verraten: Der Tieftonzweig wird mit einem Filter dritter Ordnung beschaltet.

Lautsprecherbausätze Lautsprechershop AllAl im Test, Bild 7
Textdiagramm TT
Analog dazu erhält der Hochtöner ebenfalls ein Filter dritter Ordnung. Ein zusätzlicher Saugkreis zieht den Frequenzgang bis 20 Kilohertz glatt. So ergibt sich eine saubere Übernahme bei 1900 Hertz. Ein optionaler Saugkreis über alles linearisiert den Impedanzverlauf auf der Übernahmefrequenz.  

Messwerte


Bei meinen Messungen erkenne ich einen minimal abfallenden Frequenzgangverlauf, der aber wunderbar linear ist und vor allem kaum Streuung unter Winkeln zeigt – das ist ganz nahe am Ideal der perfekten Box, bei der direkter und indirekter Schall fast deckungsgleich sind. Die beiden Verläufe unterhalb von 200 Hertz zeigen zum einen den Verlauf im Freifeld, der hier sanft abfällt und einmal den Verlauf mit einer Wand im Rücken, wo in Sachen Basspegel und -tiefe keine Wünsche mehr offen sein dürften: Bis 30 Hertz geht es hinunter und das sogar mit einer leichten Betonung. Auch alle anderen Messwerte sind bestens: Ein sauberes Wasserfalldiagramm zeigt absolute Resonanzfreiheit trotz der flachen Bautiefe, die Klirrmessungen offenbaren die Qualitäten der Chassis, die auch bei lauten 95 Dezibel noch längst nicht am Ende sind.  

Hörtest


In unserem Hörraum haben wir nicht die Möglichkeit, eine Box an die Wand zu hängen – das ging aber sehr wohl in einem freien Büro im Verlag, wo ich eine kleine Anlage zum Test aufgebaut habe. Trotz der im Vergleich etwas halligeren Raumakustik war das von der Allal Gebotene von allerfeinster Qualität: Die Box liefert erst einmal ein überaus beeindruckendes und stabiles Bassfundament, das auch subwoofer-verwöhnte Lauthörer zufriedenstellt. Und aus dieser Souveränität leiten sich dann andere Qualitäten ab: Dynamische Überlegenheit, stabile räumliche Abbildung und Übersicht, genau so wie eine gewisse Ruhe und hohe Neutralität im Mitteltonbereich. Und nach oben hinaus zeigt der Seas-Hochtöner, dass er er mit seiner durch und durch professionellen Konzeption auch klanglich bei den besten Kalotten mitspielt, obwohl er nur einen Bruchteil „der Großen“ kostet. Von Bach bis Bruckner, von AC/DC bis ZZ Top – und natürlich ebenso bei den großen Blockbustern – die Allal stellt sich allen Aufgaben des audiovisuellen Alltags und stemmt sie souverän, dass man sie nicht mehr missen möchte.  


Aufbauanleitung


Die Box wird am besten auf der liegenden Rückwand aufgebaut, auf die man nacheinander die Außenwände, aufbringt. Die zweiteilige Schallwand verschließt die Box dann. Danach werden die Chassis, Terminal und Reflexrohr eingefräst.  


Holzliste


Die Holzstückliste mit den erforderlichen Winkelzuschnitten ist Teil des exklusiv beim Lautsprechershop erhältlichen Bausatzes.

Fazit

Die Allal vom Lautsprechershop ist eine bezahlbare und clevere Lösung für alle Wohnräume und obendrauf eine Garantie für hochklassigen Sound in jeder Kategorie

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Kategorie: Lautsprecherbausätze

Produkt: Lautsprechershop AllAl

Stückpreis: um 486 Euro (zzgl. Gehäuse) 568 Euro (High End Weiche) 14,80 Euro (Impedanzlinearisierung)

3/2024

eine bezahlbare und clevere Lösung für alle Wohnräume und obendrauf eine Garantie für hochklassigen Sound in jeder Kategorie

Lautsprechershop AllAl

3/2024

Lautsprechershop AllAl
KLANG-TIPP
Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten
Chassishersteller : Seas 
Vertrieb: Lautsprechershop Daniel Gattig GmbH 
Internet www.lautsprechershop.de 
Konstruktion: Dennis Frank, Daniel Gattig 
Funktionsprinzip: 2 Wege, Bassreflex 
Bestückung: 1 x Seas 27TBCD/GB-DXT 2 x Seas L18RNX/P 
Nennimpedanz (in Ohm): 4 Ohm 
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1m: 90 dB 
B x H x T (in cm) 916 x 608 x 199 mm 
Kosten pro Stück: 486 Euro (zzgl. Gehäuse) 568 Euro (High End Weiche) 14,80 Euro (Impedanzlinearisierung) 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 23.03.2024, 09:57 Uhr
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