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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Lautsprecherbausätze

Einzeltest: Monacor Cheap Trick 276


Breit mit bunt

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Irgendwann gehen auch dem findigsten Selbstbauer die Argumente aus, warum man(n) denn nun schon wieder einen neuen Lautsprecher bauen muss. Gut, wenn einem da eine familiäre „Notsituation“ in die Karten spielt

Alexander Gresler, in Selbstbauer- Kreisen auch unter dem Nicknamen „Donhighend“ wohlbekannt und dieses Jahr quasi Seriensieger bei allen DIY-Wettbewerben, musste da mal was bauen. „Musste“, weil er mit sorgenvoll gerunzelter Stirn das Herannahen der kombinierten Geburtstags/Halloween- Party seines Sohnes sah und sich angesichts der Beschallungskatastrophen der letzten Jahre genötigt sah, einzugreifen. Musik vom Handy über einen Gitarrenverstärker geht nun wirklich gar nicht im Haus des Don Highend … Bei der Planung eines solchen Projekts denkt man vielleicht ein bisschen anders als bei den üblichen Vorhaben: Einfache Nachbaubarkeit sollte natürlich ebenso gegeben sein wie ein günstiger Preis – für die Beschaffung und auch für Ersatz, wenn man es mit dem Feiern dann doch mal übertrieben hat. Also musste eine Feier-Box her, die auch gleich den passenden Namen bekam: „Kid Rock“. 

Technik


In der Bastelkiste fanden sich noch ein paar günstige Monacor-Breitbänder vom Typ SP272/8 – solide Teile in der typischen Optik mit Blechkorb und Schwirrkonus. Der Treiber ist natürlich nicht in erster Linie für HiFi gedacht, sondern für einfache Beschallungsaufgaben in Schallzeilen oder Ähnlichem. Wirkliche Tieftonwiedergabe wird man von einem solchen Chassis nicht erwarten, dazu liegt die Resonanzfrequenz zu hoch und die Hubfähigkeit ist zu begrenzt. Die kleine Schwingspule ist für eine nominelle Dauerbelastung von 5 Watt ausgelegt – was uns bei der angepeilten Trennfrequenz aber nicht weiter interessiert. Der Frequenzgang nimmt sich für ein so günstiges Chassis sehr anständig aus – Überhöhungen im Präsenzbereich gibt es auch bei deutlich höherklassig angesiedelten Breitbändern. Die Resonanzfrequenz von um die 200 Hertz und die Klirrmessungen bestätigen den ersten Eindruck: Oberhalb des Grundtonbereichs ist bis auf kleine Ausreißer alles gut, Bass gibt es nicht. Wäre auch schwierig: Mit einer Güte von über 2 funktioniert kein Gehäuseeinbau und mit der hohen Resonanzfrequenz gibt’s auch in der Schallwand keine tiefen Töne. Der passende Tieftöner, auf den die Wahl des Konstrukteurs fiel, sieht zunächst einmal gruselig aus mit seiner lila- (lavendel-?)farbenen Schaumstoffsicke und dem Carpower-Schriftzug auf der Dustcap.

Der SP-202C ist trotz seines auf den jugendlichen Car-HiFi-Kunden abgestimmten Aussehens kein reiner Subwoofer, sondern agiert durchaus breitbandig, auch wenn der Gesamtfrequenzgang etwas unruhig aussieht. Der Pegelanstieg zum Mittelton hin lässt sich aber leicht kompensieren, so dass ein für unsere Zwecke ausreichend breitbandiger Einsatzbereich vorhanden ist. Die Gesamtgüte von 0,5 legt den Einbau in ein geschlossenes Gehäuse nahe, wo bis unter 60 Hertz ausreichend tiefe Töne produziert werden. 

Preis: um 60 Euro

Monacor Cheap Trick 276


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Datum 30.01.2015, 10:01 Uhr