Metz neuester Fernseher hört auf den schlichten Namen Primus, lateinisch für der Erste. Diese selbstbewusste Namensgebung weist bereits darauf hin, dass es sich um das Topmodell im Metz-TV-Programm handelt
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Im Bereich Heimkino scheinen die Geräte immer nur größer und umfangreicher zu werden. Block geht einen anderen Weg:
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenSerientest: Zavfino Nova SPK MK II, Zavfino Mahone T1, Zavfino Arcadia MK2, Zavfino Legion
Für alle Fälle
Kabeltests sind so eine Sache. Mal gelingen sie besser, mal ist es schwieriger, ein Urteil zu finden. Wie sieht das im Fall der Zavfino Kabel aus?
Von Zavfino kannte ich bisher nur den einen oder anderen Plattenspieler samt Tonarm aus der Ferne. Und gehört habe ich nur ein für Primary Control aus Amsterdam gefertigtes Tonarmkabel, das mir mit seinem unaufdringlich-natürlichen Klang ausgesprochen gut gefallen hat. Das hat sich nun geändert, denn vor mir liegt ein gut gefüllter Karton mit Zavfino-Kabeln aus unterschiedlichen Serien. Einzig das Mahone T1 Phonokabel konnte ich nicht anhören, da alle meine Tonarme durchgängig verkabelt sind. Aber nach Rücksprache mit dem Primary Control Macher Bernd Hemmen stellte sich heraus, dass ich eine Variante genau dieses Kabels mit besseren Steckern gehört hatte: Bingo.
Der Mann dahinter
Will Tremblet ist ein ungewöhnlicher Mann. Der Kanadier hat dort BWL studiert und in einer Kabelfirma alles gelernt, was er für seine spätere Laufbahn brauchte.












Die Prinzipien
Als ich mir die Beschreibungen der Zavfino-Kabel durchgelesen und über Will Tremblet recherchiert habe, wurde mir ein wenig schwindlig. Denn selten habe ich zu
Kabeln so detaillierte Inhaltsangaben und so außergewöhnliche Materialien, Verarbeitungsund Verfeinerungsmethoden gefunden. Das geht so weit, dass der Mann historische Wickelund Verseilungsmaschinen für seine Zwecke modifiziert. Das erinnert mich stark an meinen Freund Chris Sommovigo (Stereolab und Black Cat Cables), der ein wahrer Kabelkünstler war und die unwahrscheinlichsten Techniken zu außergewöhnlichen Produkten werden ließ. Leider ist er im August 2022 überraschend verstorben, doch mir scheint, dass Will ein Bruder im Geiste Sommovigos ist und das begeistert mich. Seine Kerntechnik entspricht im Übrigen der eines Trafowicklers, unterscheidet sich also auch hier vom Standard. Schauen wir uns also an, was für Kabel ich da bekommen habe. Dazu noch ein Wort: Sehen Sie es mir nach, wenn ich nicht auf jedes Detail eingehen kann, denn das würde den Umfang einer Masterarbeit annehmen.
Die Praxis
Wie erwähnt, macht Will auf seinen Custom-Maschinen alles selbst und verwendet dabei einen irren Materialmix, den er über die Jahrzehnte – er baut seit 26 Jahren Kabel – erarbeitet und optimiert hat. Darunter finden sich emailliertes Silberkabel oder OCCKupfer aus Japan, OFHC-Kupfer aus Finnland und ein zum jeweiligen Kabel passendes Arsenal an Ummantelungen und Schirmungen. Er hat eine besondere Technik entwickelt, um Litzenkabel fest um einen Massivleiter zu verdrillen. Damit will er den berüchtigten Skineffekt und so Timingprobleme verhindern. Das ist sicher eines seiner Geheimnisse für den wirklich natürlichen Klang seiner Kabel, eine Eigenschaft, die alle verbindet, die ich gehört habe. Eine Änderung im Getriebe seiner Maschinen ermöglicht ihm Wicklungen mit deutlich langsameren Umdrehungen und zusätzlich einem viel engeren Wicklungsabstand. Üblich sind höchstens 300 Verdrillungen pro Meter, seine patentierte H-Wound™-Kabelwickelmaschine schafft 14.000 bis 16.000 pro Meter, ohne dass sich die Litzen überlappen. Die stramme Endfertigung soll die Leiterbündel beim Abisolieren und Konfektionieren schützen. Ihm ist wichtig, dass keinerlei Beschädigungen vorkommen und die so isolierten Kerne absolut gleich sind.
Das Mahone T1 Tonarmkabel
Will begann seine Karriere als Firmeninhaber tatsächlich mit dem Verkabeln von Tonarmen. Da hatte und hat er nur wenig Konkurrenz. Außerdem gab es praktisch nur das Tonarminnenkabel von Cardas, das aus seiner Sicht nicht einmal besonders gut dafür geeignet ist. Der Erfolg gibt ihm recht und er sorgt auch heute noch für die Verkabelung vieler hoch angesehener Tonarme. Aufgebaut ist das Mahone mit OOC-Kupferlitze im PE-Schirm. Vier Kerne werden dabei mit einem identischen Leiter gepaart, stramm verdrillt und mit Kupfer und Mylar gegen Einstreuungen isoliert. Wie bei allen Zavfino-Kabeln werden die rohen Drähte durch eine Keramikdüse(!) in ein Ultraschallbad gezogen, um bis auf Molekularebene Schmutz, Öl und Unreinheiten des Rohmaterials zu entfernen. Danach werden die Drähte verseilt, unter elektrische Spannung gesetzt und leicht erhitzt, was eine Art Einspieleffekt erzeugt. Das spart Zeit und macht das Kabel praktisch einsatzfertig. Den Klang aus der Erinnerung habe ich beschrieben, einen Klang, den ich in allen Zavfino-Kabeln wiedergefunden habe und der sich vor allem durch eine stressfreie, natürliche Signatur von vielen anderen Kabeln abhebt.
Das Arcadia MK2 NF-Kabel
Dieses erstaunlich günstige Kabel ist vom Aufbau her mit dem teureren Fusion Silberkabel identisch, mit dem Unterschied, dass hier ein Paar stramm verseilter PCOCC-Kupferlitzen verwendet wird. Ansonsten wird es mit Teflon und Mylar ummantelt und mit einem engmaschigen Geflecht isoliert. Das wird dann in einen hitzebeständigen PVC-Schlauch gezogen und am Ende von einer antistatischen PET-Hülle geschützt. Will empfiehlt es vor allem für Transistorverstärker und genau da, an meinem Lavardin ISx Reference, bewirkte es wahre Wunder. Die Frequenzbänder sind genau richtig verteilt, es spielt ungeheuer homogen, gut ausbalanciert und räumlich glaubhaft. Im Vergleich zu meinem Referenzkabel hat es nicht ganz dessen dynamische Attacke, aber wir reden hier von einem Kabel, das im Vergleich zu solchen Verbindern fast nichts kostet.
Das Nova SPK MK II Lautsprecherkabel
Das Nova MKII besteht wieder aus PCOCC Monokristallkupfer in einem mehrsträngigen Litzenaufbau mit einem speziell isolierten, versilberten Leiter. Wie immer wird das Konstrukt eng verdrillt, aufwendig geschirmt, mit EVA-Stabilisatoren vibrationshemmend ausgestattet sowie ultraschallgereinigt und quasi vorgeglüht. Außerdem wird dieses Kabel langsam über einen Zeitraum von acht Stunden bis auf etwa 190 Grad Minus herunter gekühlt, neudeutsch cryogenisiert. Bei -190 Grad verbleibt es acht Stunden, bevor es langsam wieder auf Zimmertemperatur gebracht wird. Das gilt so aber nur für das Nova, denn Will passt diesen Prozess analog zur Reinheit, Molekülstruktur und Durchmesser des jeweiligen Kabels an. Er kühlt also nicht einfach nur maximal herunter. Wie Sie sich vorstellen können, hat das herauszufinden viel Zeit und Geld gekostet, lohnt sich aber klanglich durch den Verlust einer gewissen Nervosität, da die Kristalle nun harmonisch angeordnet sind. Ich habe damit einen meiner Hochwirkungsgradlautsprecher mit meiner Eintaktröhrenendstufe verbunden und war vom ersten Ton an überzeugt: fein, detailreich, fast zart und elegant spielt es da.
Das Legion Netzkabel
Das ist ein sehr spannendes Kabel durch das ich zwei Dinge praktisch gelernt habe. Zum einen, wie oben schon beschrieben, dass Will in Anwendungsfällen denkt und das auch auf seiner Website beschreibt. Demnach ist dieses Netzkabel gar nicht dafür gedacht, wofür ich es eingesetzt habe: bei einem maximal 10 kg schweren Vollverstärker. Dafür ist es zu starr und vor allem zu schwer. Das Legion ist für fette Amps gedacht, die gerne auch auf einer Basis am Boden platziert sind. Da spielt es seine physischen Gegebenheiten und klanglichen Vorteile optimal aus. Und zum anderen werden bestimmte Kupferlegierungen auch nach Jahrzehnten noch produziert. So zum Beispiel OFHC, ein hochreines sauerstofffreies Kupfer, das sich durch eine besonders stabile Leitfähigkeit für HiFi-Anwendungen besonders gut eignet. Es hat minimal andere Eigenschaften als monokristallines Kupfer (PC/OCC), das durch seine noch aufwendigere Herstellung teuerer ist. Im Legion verwendet Will ein etwas dickeres Litzenkabel (11AWG) aus finnischem OFHC Kupfer, das in den 80er- und 90er-Jahren für viele High-End-Geräte und Exoten aus Europa als Innenverkabelung benutzt wurde. Hier setzt er eine Kabel-im-Kabel-Technik ein, um Hohlräume zu vermeiden, die Abschirmung besteht aus PVC und Baumwolle. Die Leiter werden nach seiner speziellen Methode cryogenisiert. Will empfiehlt das Kabel nicht nur für vintage Komponenten, es lohne sich mit seiner besonderen Klangsignatur auch für edle Verstärker von heute, was ich absolut bestätigen kann. Wie macht es sich klanglich bemerkbar? Präsent, transparent, glasklar und sehr natürlich. Eigentlich geht es nicht besser und wäre es für meinen Lavardin Vollverstärker nicht zu steif, hätte ich es behalten. Aber es gibt ja Alternativen im Zavfino-Programm.
Kategorie: Lautsprecherkabel
Produkt: Zavfino Nova SPK MK II
Preis: um 749 Euro(2 x 3m)

Referenzklasse
Zavfino Nova SPK MK II
Zavfino Nova SPK MK II
Kategorie: Phonokabel
Produkt: Zavfino Mahone T1
Preis: um 249 Euro(1,5 m)

Spitzenklasse
Zavfino Mahone T1
Zavfino Mahone T1
Kategorie: NF-Signalkabel
Produkt: Zavfino Arcadia MK2
Preis: um 229 Euro(1,5 m)

Spitzenklasse
Zavfino Arcadia MK2
Zavfino Arcadia MK2
Kategorie: Netzkabel
Produkt: Zavfino Legion
Preis: um 349 Euro(1,5 m)

Referenzklasse
Zavfino Legion
Zavfino Legion
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| Praxis | 20% |
| Vertrieb | IAD, Korschenbroich |
| Telefon | 02161 61783-0 |
| Internet | www.iad-audio.de |
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| Klasse | Referenzklasse |
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