Kategorie: Musikserver

Einzeltest: Integrita Audiophile Music Server


Der Professionelle

Musikserver Integrita Audiophile Music Server im Test, Bild 1
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Ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen ein NAS zu Hause haben und das auch gern für Musikstreaming nutzen. Ebenso sicher bin ich mir, dass Sie regelmäßig kleine Angstschübe bekommen, wenn Sie über die Sicherheit der wertvollen Muisksammlung nachdenken.

Peripherie:


 Streaming-Client HFX Zonee
 Apple MacBook Pro, OSX 10.8.3, iTunes 11, Sonic Studio Amarra 2.5
 D-Link Boxeebox
 D/A-Wandler: Electrocompaniet ECD-2, Musical Fidelity M6 DAC
 Vorstufe: Rogue Audio
 Endstufe: Rogue Audio
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“, Speaker Heaven Network Edition 30

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Beim Stichwort Sicherheit konnte Certon Systems schon mal in Sekundenschnelle den Finger heben und den HiFi-Leuten zurufen: „Sicherheit? Können wir!“. Seit 2005 entstehen in Heidelberg hochwertige Lösungen für professionelle Datenspeicherung.

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Anfangs belieferte Certon renommierte Unternehmen wie die Europäische Organisation für Kernforschung CERN in Genf mit Massenspeichern, später entwickelte man sichere Produkte für mittelständische Unternehmen bis hin zu Privatanwendern. Besonders Fotografen schätzen die sichere Verwahrung ihrer digitalen Daten. Klar, das ist deren Lebensunterhalt und da darf nichts schiefgehen. Die Entwickler um den Diplom-Physiker und Certon-Geschäftsführer Lord Hess wissen also ganz genau, wie man Daten sicher auf Massenspeichern unterbringt. Und natürlich ist an ihnen die Entwicklung im HiFi-Bereich nicht vorbeigegangen. Der erhöhte Bedarf nach Netzwerkspeichern machte die Spezialisten hellhörig, denn schließlich konnte man eine ganz neue Zielgruppe erschließen – die hifidele Digitalfraktion. Und eine wirklich sichere Lösung ist für unsere Branche auch extrem wichtig, denn ich weiß genau, dass viele das Streaming vor allem scheuen, weil sie Angst um die in mühevoller Handarbeit gerippte Musik haben. Die Angst, von heute auf morgen 1000 Alben zu verlieren, die man dann aufs Neue auf Festplatte kopieren muss, ist das große Hindernis. Irgendwie kann ich das natürlich verstehen. Klar kann man sein Archiv in regelmäßigen Abständen auf externe Platten kopieren und die sicher verwahren, doch ist das zum einen immer noch keine hundertprozentige und absolut verlässliche Lösung und zum anderen verlangt diese Art der Sicherung Eigeninitiative. Und schließlich will man ja eigentlich nur Musik hören, ohne andauernd Festplatten jonglieren zu müssen. Da passt das Certon-System ganz wunderbar. Denn hier wird das ursprünglich aus Rechenzentren stammende RAID6-System zur Sicherung der Daten verwendet, was die derzeit sicherste Technologie darstellt, damit ja nichts anbrennt. Fünf Festplatten stecken insgesamt in diesem Server, der Kunde hat dabei die Auswahl zwischen 1,5, 3 oder sogar 6 Terabyte Gesamtkapazität. Da kriegt man schon einiges drauf, egal wie hoch aufgelöst die Musik ist. Es bietet sich sogar an, Full-HD-Filme mit auf der Festplatte zu speichern, um diese für Medienstreamer zur Verfügung stellen zu können. Dass er sich als HiFi-Gerät versteht erkennt man bereits früh am Design, denn zum einen hat er HiFi-typische Maße, zum anderen ist er optisch sehr ansprechend. Die saubere Alu-Front mit dem Alu-Drehknopf für die Bedienung des Menüs passt einfach zu vielen hochwertigen Abspielern, ich denke da beispielsweise an einen Weiss MAN, der eine ganz ähnliche Farbgebung und ein gut zum Integrita passendes Design vorweist. Doch unabhängig von der Peripherie muss man sagen: Den stellt man sich gern ins Rack. Wichtig ist außerdem, dass der Integrita im Betrieb fast kein Geräusch von sich gibt, die Festplatten lagern so gut bedämpft, dass von deren Klacken nichts nach draußen dringt. Kein Problem also, ihn direkt im Rack zu platzieren, der Musikgenuss wird nicht durch Störgeräusche beeinträchtigt. Auch weiß man dann die Option zu schätzen, das Display abschalten zu können. Für das Bereitstellen von Bild und Ton im lokalen Netz zeichnet mit dem Twonky Server ein durch und durch gereifter, zuverlässiger Server verantwortlich, der mit einer Vielzahl von Dateitypen (inklusive FLAC bis 384 kHz) keine Probleme hat und neben den musikalischen Inhalten auch Bilder und Filme für das Streaming bereitstellt. Parallel zum Twonky ist außerdem noch ein iTunes-Server aktivierbar, der die auf den Festplatten enthaltenen Daten für das Apple-Programm aufbereitet, so dass die komplette Musiksammlung am Schreibtisch abspielbar ist. Auch das habe ich über die Jahre sehr zu schätzen gelernt. Wer kein iTunes hat oder es verschmäht, kann diesen Dienst natürlich auch per Webinterface deaktivieren. Wer bereits ein größeres Archiv auf Festplatte hat, freut sich über die USB-Importfunktion, denn das geht meist weitaus schneller als das Kopieren eines Archivs über das Netzwerk. Der USB-Import ist eine kinderleichte Angelegenheit, denn es reicht, den USB-Datenträger mit der Buchse auf der Rückseite zu verbinden und im Menü die Importfunktion zu aktivieren. Kein Webinterface oder sonstige Umwege sind vonnöten, um den Integrita zu befüllen.

In Betrieb


Die Performance ist absolut bemerkenswert. Der Integrita bedient spielend mehrere Clients gleichzeitg. Tatsächlich ist es problemlos möglich, Full-HD-Video ins Wohnzimmer und Hires-Musik ins Hörzimmer zu schicken. Da gibt‘s keine Aussetzer, kein Stottern oder Abbrechen – der Server schiebt gnadenlos alles raus und beweist seine Eignung für alle Lebenslagen. Das Witzige und dem audiophilen Zuhörer Wichtige ist vor allem, dass man das hört. Im ersten Moment scheint diese Aussage kontraintuitiv, wenn man sich überlegt, wie Streaming funktioniert. Eigentlich dürfte der Server überhaupt keine klangentscheidende Beeinflussung auf die Musik haben – hat er aber. Tatsächlich spielte die Musik von diesem Server feiner, scheinbar etwas besser aufgelöst und räumlicher. Das will man erst nicht wahrhaben, doch nach einer Weile des Hörens stellt sich die Gewissheit ein, dass dem so ist. Und so wird dann auch ein Schuh draus. Der Integrita Server bietet zweifelsohne einen Mehrwert, der dem Highender wichtig ist. Dazu gehört maximale Datensicherheit, beste Fertigungstiefe und schließlich auch ein Klangfortschritt, den man nicht erwartet hätte. Und so etwas hat nun mal seinen Preis.

Fazit

Das ist er, das ist der High-End-Server für Audiophile. Datensicherheit ist auf einem Maximum, die Performance ist für Audiozwecke schon überdimensioniert, die Hardware ist höchstwertig. Dass sich das positiv auf den Klang auswirkt durfte ich dann auch noch rausbekommen.

Preis: um 3490 Euro

Musikserver

Integrita Audiophile Music Server


06/2013 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Hörgenuss für Audiophile, Frankfurt 
Telefon 069 40326292 
Internet
Abmessungen (B x H x T in mm) 425/320/140 
Eingänge 1 x Ethernet (LAN)/1 x USB-B (Dateneingang) /1 x eSATA 
Besonderheiten Twonkey Server (UPnP/DLNA), iTunes, SAMBA 
checksum Das ist er, das ist der High-End-Server für Audiophile. Datensicherheit ist auf einem Maximum, die Performance ist für Audiozwecke schon überdimensioniert, die Hardware ist höchstwertig. Dass sich das positiv auf den Klang auswirkt durfte ich dann auch noch rausbekommen. 
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Autor Christian Rechenbach
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