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Topthema: Raumakustik verbessern - durch Schallabsorber
Kategorie: Musiksystem

Einzeltest: Burmester Phase 3


Dreiklang

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All-in-one wird oft leicht dahergesagt, doch Burmester liefert mit dem Phase 3 Set tatsächlich ein äußerst umfangreiches System ab, das sich aber nicht nur deshalb von der Masse absetzt.

Berlin und das Ruhrgebiet haben so manche Gemeinsamkeit. Da wäre zum Beispiel die Liebe zur Currywurst, auch wenn sich hier an den beiden verschiedenen Varianten die Geister doch erheblich scheiden. Vereinender ist da schon die Liebe zur Industriekultur. Während die Städte zwischen Rhein und Ruhr zwar in den letzten Jahren an schwerindustrieller Bedeutung verloren haben, wird bei uns in Duisburg nichts so sehr geliebt, wie alte Schlote, gemauerte Fabrikhallen und gigantische Stahlkonstruktionen, die sich die Natur langsam, aber sicher wieder zurückholt. Der Charme der vergangenen Epoche blickt an jeder Straßenecke durch und kaum ein altes Werksgelände, das in den letzten Jahren nicht entweder zur Galerie, Konzerthalle oder zu Wohnungen umfunktioniert wurde. Man möchte sich eben nicht so einfach trennen von dem, was einen groß gemacht hat, und schließlich muss man ja auch einfach zugeben, dass Industrie und Kultur wunderbar zusammen passen, wenn man das richtige Auge dafür hat. Die Berliner Audiomanufaktur Burmester, die gerade ihr 40-jähriges Jubiläum feierte, besitzt eben diesen Sinn für Stil, wie sich bei ihrem Phase-3-System zeigt. Als Testredaktion für Audiogeräte hat man schon viele HiFi-Komponenten gesehen, die, nennen wir es mal freundlich, ein eher eigenwilliges Design besitzen.

Aber Geschmäcker sind verschieden, so dass sich bei praktisch jedem ausgefallenen Objekt auch jemand findet, dem es gefällt. Noch nie war die Meinung aber so einhellig positiv wie beim Phase-3-System. Vom Lagerist, über Fotografen, Redakteure und Grafiker war die geschlossene Meinung: „Das sieht richtig gut aus.“ Tatsächlich muss man sagen, dass unserem Testmuster der Stil aus praktisch jeder Pore tropft. In der Loft-Variante dominiert grauer Stahl die Optik, sowohl bei den beiden Lautsprechern, deren Front mit einer recht dicken Platte bestückt ist, wie auch beim Musiksystem an sich, das aussieht, als wäre es in einem Stück aus der Gießerei gekommen. Firmenlogo und Beschriftung der Anzeigen und Bedienelemente sind in das Metall eingeprägt. Auch die fest montierten Ständer der Kombi sind aus massivem Metall, das in breiten Streifen und soliden Bodenplatten einen äußerst robusten Eindruck macht. Trotzdem wirkt das Phase 3 System alles andere als bullig oder sperrig, sondern wirkt weiterhin recht offen und würde sich gut in jedes dem Namen angemessene Loft einfügen. Auch wenn die Optik hier Industrieromantik vergangener Tage versprüht, sollte man davon nicht auf die Technik der Anlage schließen. Im Kontrast zum Design entwickelte Burmester hier nämlich ein enorm flexibles System, das voll auf der Höhe der Zeit ist und jeden Anspruch an ein modernes HiFi-System erfüllt.

Profi-Testbilder für TV-Bildoptimierung
BUCH: MUSIC AND AUDIO inkl. Testdisk

Preis: um 29800 Euro

Burmester Phase 3


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