Kategorie: Netzwerkplayer, Vollverstärker

Systemtest: Ava Media Rip-n-Play, Ava Media Maestro-50


Lautstark zurückgemeldet

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Vor ein paar Jahren hatte ich es mit netten Produkten der englischen Marke AVA zu tun und habe die Sachen für fortschrittlich und gut befunden. Dann war es leider schlagartig ruhig. Und auf einmal kam wieder ein Lebenszeichen.

Peripherie:

 Streaming-Client: Raspberry Pi, Wheezy-Betriebssystem, GMediarenderer, Apple MacBook Pro, OSX 10.8.3, iTunes 11, Sonic Studio Amarra 2.85, Meridian Explorer
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“, Speaker Heaven Network Edition 30

AVA war mit eine der ersten Marken, die einen Ripping-Server anbieten konnte und gehörte zu den Pionieren des dateibasierten Musikzeitalters. Auf einmal war es zumindest in Deutschland sehr ruhig um die Marke. Doch man trifft sich ja meist zweimal im Leben. Und so kam es natürlich auch: Alexander Tempel vom AVA-Vertrieb Vivateq war neulich bei uns im Verlag und schob mir quasi nebenbei zwei Kartons in den Schoß.

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Beide waren mit AVA beschriftet, und so konnte ich mir schon denken, was drin ist. Ich sollte zu fünfzig Prozent recht behalten. Denn in einem war tatsächlich ein Ripping-Server, im anderen überraschenderweise ein kleiner Verstärker. Das war mir neu, dass die Engländer nun auch HiFi-Elektronik anbieten. Und recht interessante und innovative obendrein. Der „Maestro- 50“ getaufte Vollverstärker gehört zur einer besonders stromsparenden Zunft. Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erreichen, musste natürlich Class-D-Schaltungstechnik herhalten. Ich mag es eigentlich nie, wenn man einen Class-D-Amp als „Digitalverstärker“ bezeichnet, doch hier könnte man sich fast dazu hinreißen lassen. Na ja, fast, denn auch hier wird vor der Verstärkung ja prinzipiell nach analog gewandelt, wenn auch pulsweiten- und nicht amplitudenmoduliert. Modulation ist auch gleich das richtige Stichwort für das intelligente Prinzip, das hinter einem solchen Maestro-50 steckt. Obwohl er ausschließlich digitale Eingänge hat, findet hier keine D/A-Wandlung im herkömmlichen Sinne statt. Das ankommende PCM-Signal wird vielmehr direkt in pulsweitenmodulierte Form gebracht, was genau die Form ist, in der ein Class-D-Verstärker verstärkt. Er muss als nicht erst ein Signal „zerhacken“, um es verstärken zu können. Das ist zum einen, da ja quasi ein Wandlungsschritt übersprungen wird, aus klanglicher Sicht gut und bevorteilt den kleinen Stereoverstärker auch hinsichtlich Wirkungsgard und dementsprechend Stromverbrauch. Das Ding wird im Betrieb gerade mal handwarm und nutzt tatsächlich den Großteil der zur Verfügung stehenden Energie zur Verstärkung des Audiosignals und nicht wie so oft zum Heizen des Hörraums. So kann man den kleinen Amp auch getrost in eine Schublade stecken ohne Angst haben zu müssen, dass es anfängt zu brennen, wenn man mal einen Abend lang richtig Gas gibt. Eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, muss man beide, Rip-n-play und Maestro, nicht verstecken. Denen wurde nämlich eine sehr ansehnliche, stabile und astrein gefertigte Behausung made in England auf den Leib geschneidert. Und wer die beiden zum ersten Mal hochhebt weiß auch, dass er etwas Hochwertiges in den Händen hat, denn die beiden sind schwer, massiv, stabil, klapperunanfällig.

Bewährtes: AVA-Ripping-Server


Der für einen Ripping-Server doch zeimlich kompakte Rip-n-Play ist an sich ein recht schnell zu verstehendes Produkt. In den CD-Schlitz vorne steckt man eine CD, die dann im FLAC-Format auf die interne 1-TBFestplatte kopiert wird. Damit man davon auch was hat, werden diese Daten mithilfe mehrere Audio-Server wie UPnP/DLNA, Squeezeserver (für die vielen glücklichen, die noch einen Logitech-Streamer zu Hause haben) oder iTunes-Freigabe an heimische Netzwerkspieler und Computer. Alle Metadaten wie Album, Interperet und so weiter werden automatisch aus dem Internet gezogen und in die Dateien eingepflegt (die immer wichtiger werdende Datenbank Musikbrainz wird hierzu angezapft). Auf Wunsch wird jede CD im Multiformatmodus gerippt, wodurch man dann in einem Rutsch eine FLAC- und eine MP3- oder ALAC-Variante von seinen Alben haben kann. Das ist gerade für iTunes und mobile Audioplayer wichtig. Das Rippen funktioniert dank Linux und „CD-Paranoia“-Routine ganz wunderbar, die Trefferquote beim Erkennen von Alben lag bei geschätzten 95 %; bei älterem Material, gerade, wenn es sich um Singles handelte, hat er auch mal danebengehauen. Dank Ordnerfreigabe mit Schreibrechten kann man das jedoch flott mit einem Tagging-Programm Ihrer Wahl geradebiegen. Der eingesetzte UPnP-Server namens Mediatomb ist Linux-Nutzern vielleicht gut bekannt, allen anderen verrate ich, dass es sich um einen stabil und vor allem sehr schnell laufenden Server ohne Schnickschnack handelt (auf dynamische Playlisten und Internetradio per UPnP wird hier verzichtet), der seine Sache sehr gut macht und die einschlägigen iPad-UPnP-Renderer reibungslos bediente. Heißt im Klartext: Das Durchstöbern von großen Mediatheken geht flott von Hand, auch das Nachladen der Cover geht extrem flott. Ein Blick auf das Webinterface ließ mir ein bissel das Grinsen ins Gesicht schießen, denn die Oberfläche kam mir bekannt vor. Das ist eindeutig eine lizenzierte Vortexbox-Variante, die da drauf läuft. Und diese Software ist ganz wunderbar und gefällt mir durch ihre Stabilität und Flexibilität.

Kommunikation nach draußen


Wer ganz besonders fortschrittlich und viel unterwegs ist, sollte sich außerdem das Subsonic-Plugin genauer ansehen. Subsonic ist ein Server, der es ermöglicht, die auf seinem Rip-n-play enthaltene Musik im Prinzip überall auf der Welt per Streaming genießen zu können. Dazu muss man zwar dem Router das „Nach-draußen-telefonieren“, also das Durchlassen gewisser Informationen in Netzwerke außerhalb des heimischen LAN, beibiegen, doch das ist eigentlich kein Hexenwerk und kann inklusive Domain-Registrierung in 10 Minuten über die Bühne gebracht werden. Wenn alles einmal eingerichtet wurde, kann man dann, ein WLAN oder die mobile Datenverbindung eines Tablet-PCs oder Smartphones nutzend, von überall auf seine Musik zugreifen und die Inhalte streamen. An diesen Komfort kann man sich gewöhnen, glauben Sie mir. 90 Prozent seiner Zeit wird man natürlich im lokalen Netzwerk streamen, was ich mir auch nach einem Nachmittag des Rippens echt verdient hatte. Der kleine Maestro-Amp ist im Laufe des Tests ein ganz besonderer Freund von mir geworden. Man mag einem so kleinen Gerät den klanglichen Auftritt, den er an den Tag legt, echt kaum zutrauen, er hat für einige überraschte Gesichter gesorgt. Er treibt nämlich durchaus auch recht dicke Boxen, dem muss man nicht unbedingt nur kleine Regalböxchen an die Terminals stecken. Ich habe mich einen ganzen Tag in unserem Hörraum vergnügt und mir ein kleines, sehr gut spielendes Setup bestehend aus Rip-n-Play, Maestro-50, kleinen kompakten und sehr fein aufspielenden Selbstbauboxen unserer Klang+Ton-Redaktion und einem dazu passenden Subwoofer aufgebaut, als Streaming-Client kam auch eine Selbstabulösung (Raspberry Pi mit dem zum Mediatomb-Server des Ripn- Play perfekt passenden GMediarenderer als Client-Software) zum Einsatz. Es geht mir jetzt natürlich nicht darum, selbst Gebasteltes zu loben, sondern darum, dass ich davon berichten möchte, wie absolut hervorragend dieses insgesamt gar nicht mal so teure Gespann musizierte.

Fazit

Find ich gut. Das auf dem Rip-n-Play installierte Serversystem gehört zu meinen Lieblingen und wurde hier in eine exzellente Verpackung gesteckt. Der UPnP-Server streamt so ziemlich alle Formate, die Ripping- Engine tut ihren Dienst gut. Was will man mehr?
Der kleine Maestro ist der ideale kleine Partner für den Rip-n-Play. Einfach einen kleinen Streamingclient verbinden und loslegen heißt die Devise. Klanglich ist er zudem eine Überraschung, so viel Kontrolle und Spielfreude aus so einer kleinen Schachtel ist bemerkenswert.

Kategorie: Netzwerkplayer

Produkt: Ava Media Rip-n-Play

Preis: um 1000 Euro

5/2013

Kategorie: Vollverstärker

Produkt: Ava Media Maestro-50

Preis: um 360 Euro

5/2013
Ausstattung & technische Daten: Ava Media Rip-n-Play
Kategorie Ripping-Server 
Vertrieb Vivateq, Uhingen 
Telefon 07161 504470 
Internet www.vivateq.de 
Festplattenkapazität (In TB):
Server: UPnP/DLNA, Squeezeserver, SAMBA, Sonos, iTunes 
checksum Find ich gut. Das auf dem Rip-n-Play installierte Serversystem gehört zu meinen Lieblingen und wurde hier in eine exzellente Verpackung gesteckt. Der UPnP-Server streamt so ziemlich alle Formate, die Ripping- Engine tut ihren Dienst gut. Was will man mehr? 
Ausstattung & technische Daten: Ava Media Maestro-50
Vertrieb: Vivateq, Uhingen 
Telefon: 07161 504470 
Internet: www.vivateq.de 
Leistung (in Watt) 38 
THD (in %): 0.02 
SNR (in dB (A)): 87 
Eingänge: 1 x S/PDIF RCA 
checksum: Der kleine Maestro ist der ideale kleine Partner für den Rip-n-Play. Einfach einen kleinen Streamingclient verbinden und loslegen heißt die Devise. Klanglich ist er zudem eine Überraschung, so viel Kontrolle und Spielfreude aus so einer kleinen Schachtel ist bemerkenswert. 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 17.05.2013, 21:26 Uhr
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Topthema: Die ewige Legende
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Harwood Acoustics LS3/5A

Es gibt Lautsprecher und dann gibt es noch die LS3/5A. Sie spaltet sowohl ihre Hörer, als auch die, die sie gar nicht kennen. Warum das so ist? Nun, dafür muss man sich vor allem anschauen und natürlich hören, was sie kann und nicht, was sie nicht kann.

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