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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Montegiro Mondo - Seite 4 / 4


Der pure Materialismus

t. Befürchtungen ob etwaiger Schwingneigungen der beiden Edelstahlplatten sind übrigens weitgehend unbegründet, bei der Stärke klingelt da nichts mehr nennenswert. Darüber wird sich auch der Tonarm freuen, bei uns durften, wie erwähnt, gleich beide DaVinci-Modelle zum Zuge kommen. Beide Modelle basieren auf der gleichen grundlegenden Konstruktion: kardanische Lagerung in beiden Ebenen mittels vorgespannter Spitzenlager aus der Uhrentechnik. Als Lagergehäuse dient ein massives Metalljoch, beim Nobile besteht es aus Aluminium, beim Grandezza - wie fast alle anderen Metallteile auch - aus Bronze. Bei beiden Armen gibt‘s geteilte Gegengewichte (Edelstahl/ Bronze), was die Anpassung an eine Vielzahl von Abtastern erlaubt. Das Armrohr des Nobile besteht aus Kohlefaser, das des Grandezza aus Holz. Den einzigen echten konstruktiven Unterschied gibt‘s beim Antiskating: Das des Nobile arbeitet nach alter Väter Sitte mit einem umgelenkten Faden und einem Gewicht, beim Grandezza bestimmen gegeneinander verstellbare Magneten die Antiskatingkraft. Die Bronzeteile des Grandezza werden normalerweise vergoldet geliefert; das sieht in Verbindung mit dem Holzrohr zwar eigentlich außerordentlich edel aus, auf dem gebürsteten Edelstahl des Mondo geht das optisch aber gar nicht; DaVinci bietet zwar alternativ eine Version mit rhodinierten Metallteilen an, die konnte aber nicht rechtzeitig beschafft werden. Klanglich sollen beide Versionen gleich sein, wir verzichten nur darauf, Ihnen den vergoldeten Grandezza montiert im Bild zu zeigen - Sie sollten dankbar dafür sein. Der Nobile kennt derlei Probleme nicht, und deshalb ziert er auch das Aufmacherfoto. Jener durfte denn auch zuerst zeigen, wohin die klangliche Reise mit dem Mondo denn so geht. Ich weiß ja nicht, wie‘s Ihnen in solchen Momenten immer geht, aber bei mir schaffen Physis, Konstruktion und Materialwahl eines Laufwerks eine gewisse Erwartungshaltung an den Klang; manchmal kommt‘s hin, manchmal haue ich gründlich daneben. Beim Mondo habe ich ein betont schnelles, tonal zum oberen Ende des Spektrums hin orientiertes Klangbild erwartet und Mengen von Dynamik. Und genau so spielt er nämlich nicht. Der Beau aus Hattingen überascht mit einer sehr geschlossenen, ungeheuer variablen und eher sanften als rabiaten Gangart; ein wenig mit der des Clearaudio Innovation vergleichbar. Ähnlichkeiten gibt‘s auch beim Abbildungsverhalten: sehr diszipliniert, nicht ausufernd riesig, aber toll im Raum angeordnet und messerscharf umrissen. Außerdem wackeln auch subtile Ereignisse kein bisschen, wenn sich mal ein etwas heftigerer Impuls dazugesellt. Mit dem Grandezza geht all das auch, aber dieser Tonarm schafft etwas, das nur im direkten Vergleich auffällt: Er garniert das Ganze mit ein bisschen Magie. Will sagen: Ausschwingvorgänge stehen noch eine Spur länger im Raum, die einzelnen Strukturen werden noch ein bisschen besser wahrnehmbar, außerdem entsteht ganz oben im Hochtonbereich noch der „Deckel“, der den Klang endgültig rund macht: Das allerletzte bisschen Technik-Sound ist weg, alles atmet und fließt völlig harmonisch. Der Rückbau auf den Nobile bestätigt die gerade gewonnenen Eindrücke: etwas geradliniger, vielleicht sogar mit minimal mehr Punch in den unteren Lagen, aber nicht so im besten Sinne des Wortes „schön“. Absolut erstaunlich, was man auf zwei Edelstahlblechen so alles hören kann.

Fazit

Vergessen Sie mal alle klanglichen Assoziationen, die Sie mit gebürstetem Edelstahl verbinden – der Montegiro Mondo spielt ganz anders: sanft, perfekt durchgezeichnet, fließend, weiträumig und zum Heulen schön. Ein paar Tränen mehr gibt‘s mit dem großen DaVinci-Arm.

Preis: um 18400 Euro

Montegiro Mondo


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Autor Holger Barske
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Datum 01.12.2009, 09:29 Uhr