Kategorie: Sat Receiver ohne Festplatte

Einzeltest: AB Com IPBox Prismcube Ruby


Weltpremiere

Sat Receiver ohne Festplatte AB Com IPBox Prismcube Ruby im Test, Bild 1
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Die Linux-Settop-Boxen bekommen Konkurrenz. Mit dem Prismcube Ruby kommt jetzt der erste HDTV-Sat-Receiver mit XBMC auf den Markt. Lesen Sie hier, wie sich das Gerät im Test geschlagen hat. 

Im Jahr 2003 wurde mit der Dreambox der erste auf Linux basierende Sat-Receiver auf den Markt gebracht. Die offene Plattform erlaubt es, diverse Plugins zu entwickeln und auf Linux-fähigen Geräten abzuspielen. Die netzwerkfähigen Geräte sind besonders für Streamingdienste interessant. Mit dem Prismcube Ruby führt der Hersteller AB-COM jetzt einen HDTV-Receiver mit XBMC-Unterstützung in Deutschland ein. Auch hier verspricht man die Implementierung zahlreicher Anwendungen und Netzwerkfunktionen. Wir haben die weltweit erste XBMC-Box zum Test eingeladen. 

Ausstattung


Knapp 300 Euro muss man für den Ruby investieren. Der HDTV-Sat-Receiver unterscheidet sich äußerlich kaum von seinen Mitbewerbern.

Sat Receiver ohne Festplatte AB Com IPBox Prismcube Ruby im Test, Bild 2Sat Receiver ohne Festplatte AB Com IPBox Prismcube Ruby im Test, Bild 3Sat Receiver ohne Festplatte AB Com IPBox Prismcube Ruby im Test, Bild 4Sat Receiver ohne Festplatte AB Com IPBox Prismcube Ruby im Test, Bild 5
Auf der Frontseite ist ein gut leserliches alphanumerisches Display untergebracht, welches neben dem Namen des gerade eingeschalteten Senders auch Menüfunktionen anzeigt. Ein dezenter Schalter auf der Oberseite startet das Gerät aus dem Standby oder versetzt es in den Ruhezustand. Hinter einer Klappe ist ein CI-Slot sowie ein Kartenleser verbaut. Beide sind für jegliche Pay-TV-Anwendungen einsetzbar. Auf der Rückseite sind zwei HD-taugliche Sat-Tuner verbaut. Mit der Unterbringung von nur einer USB-Schnittstelle ist der Hersteller etwas sparsam. Über ein LAN-Kabel oder den eingebauten Wireless- Zugang wird der Ruby netzwerkfähig. Die RS232- Schnittstelle dient der Einspielung von Betriebssoftware. Dies lässt sich aber auch ganz praktisch über Internet oder USB erledigen. Neben dem HDMI-Anschluss für Flachbildschirme kann man den AB-COM auch via FBAS an einen Fernseher anschließen. Dann gibt es freilich keine HD-Qualität. Last but not least, verfügt der Prismcube Ruby noch über einen optischen Digitalausgang. Dieser gibt Tonsignale für einen AV-Receiver aus. 

Intelligente Bedienung


Die komplette Steuerung des HDTV-Receivers erfolgt über die mitgelieferte Fernbedienung, die auf der Rückseite mit Buchstabentasten (QWERTY) ausgestattet ist. Dies ist besonders für das Surfen im Internet oder die Suche nach Musik- und Fotodateien im Netzwerk praktisch. Nach dem erstmaligen Einschalten wird man von einem sehr ansprechenden Menü begrüßt, welches in einzelnen Schritten zur Auswahl von Menüsprache, dem jeweiligen Bild- und Tonformat und zur Tunerkonfiguration aufruft. Der Ruby lässt sich an Einzel- und Mehrsatelliten- sowie an motorgesteuerten Anlagen betrieben. Eine Unterstützung des Unicable- Protokolls lieferte unser Testmuster nicht. Nach dem Auswählen der jeweiligen Satelliten suchte unser Testmuster zuverlässig nach freien und verschlüsselten TV- und Radioprogrammen. Die gefundenen Sender werden anschließend jedoch nicht in einer für den deutschsprachigen Raum sinnvollen Reihenfolge, sondern aufsteigend nach gefundenen Transpondern abgelegt. Allerdings hält der Hersteller über das Internet eine aktuelle Sendertabelle bereit, welche man über das Menü abrufen und einspielen kann. Selbstverständlich lassen sich alle gespeicherten Kanäle individuell in der Gesamt- oder mehreren Favoritenlisten sortieren. 

Vielfältig


Der Funktionsumfang des Prismcube Ruby ist immens. Schaut man sich in den Menüs um, findet man eine riesige Palette an Einstell- und Auswahlmöglichkeiten. Allerdings waren in unserer Software-Version einige Menüpunkte noch nicht komplett ins Deutsche übersetzt. Eine Besonderheit von XBMC ist eine sehr detaillierte, übersichtliche Menüstruktur und Dateiverwaltung. Das bisher meist auf Mediaplayern eingesetzte System katalogisiert seine Daten und verknüpft sie mit Datenbanken aus dem Internet. Über die Taste XBMC öffnet sich der Mediaplayer, welcher Foto-, Musik- und Videodateien in allen gängigen Formaten aus dem Heimnetzwerk oder von angeschlossenen USB-Speichern abspielen kann. Außerdem steht hier eine große Auswahl an unterschiedlichen „Add-ons“ zur Installation bereit, die sich Nutzerspezifisch konfigurieren lassen. 

Bild und Ton


Kommen wir zurück zum Einsatz des Rubys als Sat-Receiver. Wie bereits erwähnt, verfügt das Gerät über zwei vollwertige HD-Tuner. Diese sind für Aufnahmefunktionen besonders praktisch. Der AB-COM nimmt nämlich über seine USB-Schnittstelle externe Festplatten entgegen. Auf der Unterseite des Receivers befindet sich eine abschraubbare Klappe, welche den internen Festplatteneinbaurahmen für 2,5"-Harddisks freigibt. Unser Testmuster überzeugte auf ganzer Linie. Neben gleichzeitiger Aufnahme von mehreren Sendungen lassen sich gespeicherte Inhalte nachträglich bearbeiten und werden im Mediaplayer mit einem Screenshot abgelegt. Der elektronische Programmführer erlaubt das bequeme Einrichten von Aufnahmetimern, damit man auch in Abwesenheit keine Sendung verpasst. Die Umschaltzeiten zwischen den Sendern sind rasend schnell. Die Bild- und Tonqualität des ersten auf XBMC-basierenden HDTV-Sat-Receivers ist überragend. Neben der Möglichkeit, das Bild bis zur Full-HD-Auflösung von 1080p hochzuskalieren, lassen sich Ausrichtung, Helligkeit, Kontrast, Farbintensität und Schärfe über das Menü nachregulieren. Über den optischen Digitalausgang sowie über HDMI gibt der Ruby kristallklaren Ton inklusive Mehrkanalsound aus. 

Fazit

Die Linux-Settop-Boxen haben mit dem AB-COM Prismcube Ruby ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen. Der HDTV-Twin-Receiver bietet rasend schnelle Umschaltzeiten, sehr übersichtliche und ansprechende Menüs und eine breite Palette an unterschiedlichen Add-ons. Auf USB-Sticks gespeicherte oder im Netzwerk freigegebene Mediendateien bringt er zuverlässig und in brillanter Bild- und Tonqualität auf den Bildschirm. Zudem erlaubt der Prismcube Ruby den Einbau einer Festplatte oder das Aufzeichnen von TV- und Radiosendungen auf externen Datenspeichern. 

Preis: um 290 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Sat Receiver ohne Festplatte

AB Com IPBox Prismcube Ruby

Spitzenklasse

3.5 von 5 Sternen

01/2014 - Dirk Weyel

Bewertung 
Bild 25%

Ton 15%

Ausstattung 20%

Verarbeitung 10%

Bedienung 30%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Satking, Troisdorf 
Telefon 02241 881090 
Internet www.satking.de 
Messwerte
Abmesungen (in mm) 225/55/220 
Stromverbrauch Standby / Betrieb 0.8/15.2 
Aktuelle Software-Version im Test 1.2 
Ausstattung
Preis/Leistung sehr gut 
+ Einbau Festplatte und PVR-ready via USB 
+ XBMC-Mediaplayer und Erweiterung via Add-ons 
Klasse Spitzenklasse 
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Dirk Weyel
Autor Dirk Weyel
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Datum 24.01.2014, 12:42 Uhr
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Topthema: DIE MUSIKTRUHE IST ZURÜCK
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