Kategorie: Sat Receiver ohne Festplatte

Einzeltest: Humax HD-Fox HD+


HD+ im HEIMKINO-Check

Sat Receiver ohne Festplatte Humax HD-Fox HD+ im Test, Bild 1
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Während ARD und ZDF ihre Programme unverschlüsselt verbreiten, gehen die Privatsender in Sachen HD einen anderen Weg. Über die HD+-Plattform macht man die Sender nur via Smartcard zugänglich. Wir haben die erste Settop-Box mit HD+-Karte, den Humax HD-Fox HD+ getestet.

Schon beim Öffnen des Kartons wird man von einem HD+-Siegel mit dem Hinweis „Die integrierte HD+ Karte ist ausschließlich für die Nutzung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt“ begrüßt. Die HD+-Plattform soll für die Sender den Rechte- und Kopierschutz garantieren. Packt man den Digitalreceiver aus, findet man ein sehr gut verarbeitetes Gerät mit den üblichen Anschlussmöglichkeiten für TV-Gerät und HiFi-Anlage. Dem Receiver selbst liegt nur eine gedruckte Kurzanleitung und kein Zubehör bei. Eine ausführliche Bedienungsanleitung gibt es auf CD oder auf der Herstellerseite.

Sat Receiver ohne Festplatte Humax HD-Fox HD+ im Test, Bild 2Sat Receiver ohne Festplatte Humax HD-Fox HD+ im Test, Bild 3
Die Frontseite verfügt nur über ein LED-Display ohne Anzeige von Sendernamen. Zusätzlich sind ein Ein-/Ausschalter, TV/Radiowahl- und Kanalwahltasten am Gerät zu finden. Öffnet man die Frontklappe, ist die bereits eingesteckte und freigeschaltete HD+-Smartcard zu finden. Alternativ steht ein zusätzlicher CI-Schacht zur Verfügung. Unser Testmuster startete nach Verbindung mit Sat-Antenne, TV-Gerät und Steckdose mit einem Installationsmenü. Nach der Auswahl von Sprache und Zeitzone besteht die Möglichkeit, auf die vorgefertigte Senderliste zuzugreifen. Wer eine einfache Single-Astra-Anlage hat, sollte diesen Punkt auswählen. Ist der einmalige Installationsvorgang beendet, hat man anschließend Zugriff auf insgesamt 99 gespeicherte Astra-Programme. Die Programme der HD+-Plattform sind jedoch erst nach einem Softwareupdate in der Werksliste zu finden. Wer mit seiner Sat-Anlage gleich mehrere Orbitpositionen empfängt, muss im Setupmenü einmalig die DiSEqC-Befehle zuweisen. Sind alle Transponder durchsucht, entpuppt sich der Humax als sehr leistungsfähiger Digitalempfänger. In den übersichtlichen Menüs lassen sich die Sender in Favoritenlisten einsortieren oder nach verschiedenen Kriterien durchsuchen. Im elektronischen Programmführer (EPG) ist ebenfalls eine Genresuche vorzufinden. Die auf der Rückseite des Humax HD-Fox befindlichen USB- und Netzwerkschnittstellen sind in der HD+- Software ohne Funktion. Somit können Sendungen nur via Scart auf einem externen Rekorder aufgezeichnet werden. Während unseres Tests wurden leider keine echten HD-Inhalte auf RTL und VOX ausgestrahlt. Die Spezifikationen sehen jedoch vor, dass bestimmte Inhalte den Digitalreceiver nicht verlassen dürfen. Laut den Informationen auf den Internetseiten der Sender ist zukünftig lediglich das Vor- und Rückspulen via Timeshift erlaubt. Welche Einschränkungen im Einzelnen mit HD+ einhergehen, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen, wenn die ersten Settop-Boxen mit eingebauter Festplatte oder HDTV-Receiver mit PVR-Unterstützung auf dem Markt erhältlich sind. HEIMKINO hält Sie hierüber natürlich auch in den kommenden Ausgaben auf dem Laufenden.

Bild und Ton


Die auf unserem Flachbildschirm ausgegebene Bildqualität liegt auf hohem Niveau. Stellt man den Humax auf „Autoformat“, liefert er immer die Originalauflösung an den Flat-TV. Im direkten Vergleich mit dem SD-Bild ist die HD-Variante von RTL und VOX aufgrund höherer zur Verfügung stehender Datenrate und Kompression sichtbar besser. Vergleicht man die SD- und HD-Bilder, stellt man bei den HD-Varianten von RTL und VOX einen Zeitversatz von rund 3 Sekunden fest. Einen etwaigen Zeitversatz zwischen Bild und Ton regelt der Humax übrigens sehr praktisch über eine extra hierfür eingerichtete Menüfunktion. Selbstverständlich kann er auch alle anderen via Satellit ausgestrahlten TV- und Radiosender empfangen. Auch hier liefert der Koreaner ein sehr gutes Bild. Die Verbindung des Humax via HDMI oder optisches Digitalkabel an die Mehrkanalanlage wertet das HD-Erlebnis auf. Etwas störend wirkte sich im Alltagsbetrieb das Zappen im Teletext aus. Ruft man die Textinformationen auf, ist das Bild im Hintergrund weiterhin zu sehen, was bei Bewegtbildern die Schrift unleserlich wirken lässt.

HD+ – wie geht es weiter?


Um das HD+-Angebot auch auf älteren Settop-Boxen anbieten zu können, hat man angekündigt, für einzelne Receiver sogenannte Legacy-CA-Module anbieten zu wollen. Nach einem Softwareupdate und dem Erwerb einer HD+-Karte sollen diese Geräte dann auch die HD+- Programme darstellen können. TV-Geräte mit eingebauter CI+-Schnittstelle sollen ebenfalls mittelfristig für HD+-kompatibel gemacht werden. Bis Ende 2010 sind alle Karten für die HD+- Programme freigeschaltet. Erst dann muss man sich eine erneute kostenpflichtige Freischaltung für einmalig 50 Euro pro Jahr holen. Das frei empfangbare Angebot ist hiervon selbstverständlich nicht betroffen.

Was ist… HD+?


HD+ ist eine vom Satellitenbetreiber Astra initiierte HDTV-Plattform für den deutschsprachigen Markt. HD+-Sender werden in der Verschlüsselungsnorm Nagravision über 19,2° Ost verbreitet. Zum Empfang sind zertifzierte Receiver und eine Smartcard notwendig.

Preis: um 200 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Sat Receiver ohne Festplatte

Humax HD-Fox HD+

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

08/2010 - Dirk Weyel

Bewertung 
Bild 25%

Ton 15%

Ausstattung 20%

Verarbeitung 10%

Bedienung 30%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Humax, Oberursel 
Telefon 01805 778870 
Internet www.humax-digital.de 
Ausstattung
Preis/Leistung gut - sehr gut 
+ gute Menüführung / Pay-TV-tauglich 
+/- + umfangreicher Programmführer 
Klasse Oberklasse 
Testurteil sehr gut 
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Dirk Weyel
Autor Dirk Weyel
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Datum 01.08.2010, 15:08 Uhr
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