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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: e.s.t. Esbjörn Svensson Trio - Strange Place for Snow / Seven Days of Falling (ACT)


e.s.t. Esbjörn Svensson Trio - Strange Place for Snow / Seven Days of Falling

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Zur großen Freude der Musikliebhaber mit Plattenspieler hat das Label ACT erstmals eine Vinyl-Version der Alben „Strange Place for Snow“ und „Seven Days of Falling“ veröffentlicht. Die in den Jahren 2002 und 2003 erschienenen Werke zeigen das Esbjörn Svensson Trio auf dem, zugegeben, sehr lang anhaltenden Höhepunkt ihres Bestehens, bevor der tragische Unfalltod des Bandleaders im Jahr 2008 dem Trio ein jähes Ende setzte. „Strange Place for Snow“ beginnt mit den beiden Stücken „The Message“ und „Serenade for the Renegade“ zunächst etwas verhalten, leitet aber mit der typischen Verbindung aus Jazz und Rock/ Pop, für die die Band so berühmt wurde, ein abwechslungsreiches Album ein. Mit dem Titelsong kommt dann auch das erste Highlight der Aufnahme, auf dem neben Esbjörn Svenssons Klavierspiel besonders das Schlagzeug von Magnus Öström im Fokus steht, das auch auf dem Stück „Behind the Yashmak“ für Erstaunen sorgt. Wüsste man es nicht besser, man würde denken, ein Drum- Computer ist hier am werkeln. Auch der Bassist Dan Berglund hat auf diesem Stück ein Solo, das sowohl von den Ohren als auch dem Rest des Körpers dankend angenommen wird. Die sich zum Ende hin ekstatisch steigernde Nummer bricht dann unvermittelt ab, was für Jazzmusik in dieser Form völlig untypisch ist. Auf „Bound for the Beauty of the South“ zieht dann fast kammermusikalische Stimmung auf, die auf „Years of Yearning“ noch um eine gewisse Düsternis ergänzt wird. Bester Song des Albums ist „When God Created the Coffeebreak“, auf dem der Bandleader den Beweis antritt, dass er nicht nur ein genialer Komponist, sondern auch ein mindestens so versierter Pianist ist. Um noch mehr Einflüsse in das Werk hineinzupumpen, ertönt mit „Spunky Sprawl“ ein Stück mit heftigem Boogie-Woogie-Touch. Meiner bescheidenen Meinung nach hätte man auf das finale, sehr experimentelle „Carcrash“ verzichten können. Das Album „Seven Days of Falling“ nimmt die letzten Töne von „Carcrash“ auf und führt sie auf dem Stück „Ballad for the Unborn“ weiter. Der darauf folgende Titelsong hat schon allein mit seinem stoischen Rhythmus, der ab der Hälfte des Stückes mit dem Bass gespielt wird, etwas Besonderes. „Mingle in the Mincing-Machine“ könnte auch von Vince Guaraldi sein, dem man noch ein Keyboard untergeschoben hat. Insgesamt sind die Einflüsse elektronischer Musik auf diesem Album evidenter, was auch auf dem Stück „Did They Ever Tell Cousteau?“ zum Tragen kommt, ein Paradestück für e.s.t. und beispielgebend für die Fusion der Stile, die sie zelebrieren. Nach der klassisch-schönen Piano-Ballade „Believe, Beleft, Below“ folgt bestes e.s.t.-Repertoire. Mit dem treibenden „Elevation of Love“, dem mit fröhlicher Attitüde daherkommenden „In My Garage“ und dem schleppenden „Why She Couldn’t Come“ geht es vielfältig weiter, bevor die letzte LP-Seite noch mal richtig überrascht. „O.D.R.I.P.“ reißt einen mit seiner Energie sowas von mit, dass man seinen Hörplatz vorsichtshalber mit einem Sicherheitsgurt ausstatten sollte. Hier zeigen sich wieder sämtliche Zutaten, die aus dem Trio eine bahnbrechende Formation gemacht haben. Dass Esbjörn Svensson auch recht gut bei Stimme ist, zeigt das letzte Stück „Love is Real“, bei dem er sich nicht davor scheut, sogar in die Kopfstimme zu verfallen. Darunter liegt eine ruhige Ballade, mit der ein wahrlich großartiges Werk seine Vollendung findet. Beide Alben werden im tadellos verarbeiteten Klappcover angeboten, dem das Vinyl weder in haptischer noch klan

e.s.t. Esbjörn Svensson Trio - Strange Place for Snow / Seven Days of Falling (ACT)


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