Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Johannes Brahms Symphonien 1–4 - Interpreten: Berliner Philharmoniker, Dirigent: Simon Rattle (Berliner Philharmoniker Recordings)


Johannes Brahms Symphonien 1–4 - Interpreten: Berliner Philharmoniker, Dirigent: Simon Rattle

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Ein wahrhaft titanisches Projekt haben sich die Berliner Philharmoniker da aufgehalst: Eine Direct-to-Disc-Aufnahme der vier Symphonien von Johannes Brahms. Ein solches Projekt hat es seit Grammophonzeiten überhaupt nicht mehr gegeben – angesichts der Spieldauer einer Langspielplatte eigentlich überhaupt noch nie. Begleitet und durchgeführt wurde die ganze Produktion von Rainer Maillard von den Emil-Berliner-Studios, die ja schon einige Erfahrung mit Direktmitschnitten haben. Das eine oder andere Album hat ja auch schon Einzug in unseren Rezensionsteil gehalten, allerdings waren dies immer nur Produktionen mit einer überschaubaren Besetzung und eben kein Symphonieorchester vor Publikum im Rahmen eines ganz normalen Livekonzerts. Alleine der Aufbau der Logistik erforderte eine Menge Aufwand, bis die an sich ja völlig einfache Aufnahmesituation ihre Feuerprobe bestehen durfte.

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Und ja: Es hat sich gelohnt. Selbst, wenn das Material auf den Vinylscheiben völliger Müll wäre, würden sich die 499 Euro UVP schon für das grafisch wunderbar gestaltete Booklet alleine lohnen – ein in Leinen gebundener Bildband mit eingeklebten Bildern und Postkarten, dazu echte Fotoabzüge von den Aufnahmen selbst. In Sachen Information bleibt das Buch nichts schuldig, dazu gibt es noch ein von Maillard eigenhändig unterschriebenes Zertifikat mit der Seriennummer der auf insgesamt 1833 Exemplare limitierten Edition. Und noch eine Unterschrift gibt es: Sir Simon Rattle hat es sich nicht nehmen lassen, die Lackfolie zu signieren, auf der er sich mit seinem Orchester soeben verewigt hatte. Die Aufnahmen selbst sind tatsächlich, wie es die Beteiligten immer wieder versicherten, verdammt nah dran am Live-Erlebnis. Es gibt keine mit glasklaren Linien gezeichnete Perfektion, wie das ja früher ein Herbert von Karajan bis zum Exzess getrieben hat, sondern echte Musiker aus Fleisch und Blut. Und wenn es noch einer Interpretation bedurfte, um Johannes Brahms vom Nimbus des sperrigen, „urteutonischen“ Komponisten zu befreien, dann dieser: So elegant, fast schon leichtfüßig hat man Brahms selten gehört – das ist fast schon italienisch in Sachen Süffigkeit. Natürlich hat auch dieser Brahms seine Ecken und Kanten, aber Rattle und die Berliner Philharmoniker holen einfach alle Facetten aus den Symphonien heraus. Und dass die Direct-to-Dsic-Technik diese Dynamik besser als jeder Umweg über ein Medium dazwischen einfängt, ist natürlich klar. Natürlich ist auch die Pressqualität der Platten einwandfrei und so kann man allen Beteiligten nur zu ihrem Mut zum Risiko gratulieren – es hat sich gelohnt!

Fazit

Außergewöhnliche und wahrhaft unmittelbare Live-Aufnahme mit einem Spitzensemble, liebevoll gestaltet und in vielerlei Hinsicht einmalig.

Schallplatte

Johannes Brahms Symphonien 1–4 - Interpreten: Berliner Philharmoniker, Dirigent: Simon Rattle (Berliner Philharmoniker Recordings)


07/2017 - Thomas Schmidt

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Autor Thomas Schmidt
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Datum 20.07.2017, 11:59 Uhr
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