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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Louise Lemón – Devil (Icons Creating Evil Art)
Louise Lemón – Devil
Eigentlich handelt es sich bei „Devil“ ja um eine EP – doch um eine, die es mehr als verdient hat, an dieser Stelle gewürdigt zu werden. Louise Lemón zelebriert in fünf Songs, die auf gut gepresstem, leider hier und da leicht übersteuerndem (im Refrain von „Forever Alone“, Gitarren-Solo in „Bathe in Gold“) Vinyl mit 45 Umdrehungen pro Minute laufen, genau das, was sich das Marketing des schwedischen und sehr passend benannten Labels „Icons Creating Evil Art“ ausgedacht hat: Death Gospel. Mit etwas weniger nordisch-dunkler Winterfantasie mag man die Musik von Lousie Lemón auch als Singer/Songwriter kategorisieren, Pragmatiker würden Dark Pop sagen. Aber gut, wir wollen das „Queen of Death Gospel“-Signet gerne als solches annehmen, womit Frau Lemón (ob der an saure Zitrusfrüchte erinnernde Name wohl in irgendeiner Weise auf die Gemütsverfassung der Protagonistin hinweisen soll?) sich in eine Reihe mit Chelsea Wolfe stellen kann. „Devil“ startet mit dem gleichnamigen Track und dem Höhepunkt der EP – dieser Titel alleine ist den Kaufpreis und das Auflegen der Platte wert. Erhaben, auf eine seltsam dunkle Weise positiv stimmend, mit der kraftvollen Stimme vorgetragen mag man geradezu in dem Stück versinken und hofft, dass es nie zu Ende gehen mag. Auch das folgende „Forever Alone“ ist ein starkes Stück, während alleinig „Taurus Woman“ mich ein wenig ratlos zurücklässt – es ist nicht wirklich Fisch (wie das geradezu poppig-soulige Radio-Stück „All My Tears“) noch Fleisch (wie der sinfonische Titeltrack und das erwähnte „Bathe in Gold“). Als einziger Lückenfüller ist das allerdings verschmerzbar.
Fazit
Die Queen of Death Gospel regiert weiter – zumindest bis zum nächsten Album.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Louise Lemón – Devil (Icons Creating Evil Art)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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