„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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Man nehme einen Breitbänder, ein Gehäuse und lasse im Grunde alles weitere weg. Heraus kommt wahrscheinlich ein Lautsprecher, der nicht besonders gut klingt. Es sei denn, man weiß, was man tut.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Robert Plant - Lullaby and... The Ceaseless Roar (Nonesuch)
Robert Plant - Lullaby and... The Ceaseless Roar
Klar musste man vor diesem Album Angst haben, ihm mindestens aber mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen. Alles, was auch nur im Entferntesten den Stempel „Led Zeppelin“ trägt, hat sich in den letzten Jahren als Lizenz zum Gelddrucken erwiesen und es war nicht unbedingt zu vermuten, dass Mr. Plant sein jüngstes Werk nur aus Liebe zur Musik in die Welt entlässt. Die Aufmachung jedenfalls stimmt schon mal: Zwei in gefütterten Innenhüllen steckende Schwergewichte; ein Beiblatt, auf dem die Begleitband vorgestellt wird, dazu die CD, alles in einem wertig gefertigten Doppelklappcover. Fasst sich jedenfalls gut an. Wer Plants Solohistorie kennt, weiß allerdings, dass der Mann weit mehr drauf hat als das simple Ausschlachten seiner berühmten Band-Historie. Und so präsentierte er sich schon früher sehr gelungen mit leiseren Tönen, insbesondere das 2007er-Album „Raising Sand“ mit Alison Krauss ist eine sehr gelungene Angelegenheit. Anno 2014 präsentiert sich der mittlerweile 66-jährige Plant immer noch in exzellenter Form. Das neue Album ist eine erstaunlich vielschichtige Angelegenheit, die einer bestimmten potenziellen Klientel erst mal nicht gefallen wird: den Led Zep-Fans. Das hier, das hat zwar auch seine lauten elektrischen Momente, im Wesentlichen aber konzentriert sich Plant auf rhythmisch anspruchsvolles Material mit deutlichen afrikanischen Einflüssen. Und so trommelt‘s und scheppert‘s denn auch an allen Ecken und Enden, über allem stets das meist ruhige und sanfte Organ des Meisters. Hier und da geht’s auch heftiger zur Sache, „Turn It Up“ ist eine feine Referenz an die Vergangenheit. Klanglich geht das sehr gut: Es tönt leicht brüchig, aber weit aufgefächert und detailliert
Fazit
Abwechslungsreiches und spannendes Album der härteren Sorte. Weitermachen!Kategorie: Schallplatte
Produkt: Robert Plant - Lullaby and... The Ceaseless Roar (Nonesuch)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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