„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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Man nehme einen Breitbänder, ein Gehäuse und lasse im Grunde alles weitere weg. Heraus kommt wahrscheinlich ein Lautsprecher, der nicht besonders gut klingt. Es sei denn, man weiß, was man tut.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Fever Ray - Fever Ray (Rabid Records)
Fever Ray - Fever Ray
Fever Ray ist der weibliche Teil des Geschwisterduos The Knife und dürfte einem breiteren Publikum vor allem durch den Titeltrack der Netflix-Serie „Vikings“ bekannt sein. Der ist nämlich ein Auszug aus dem Opener dieses selbstbetitelten Albums, „If I Had a Heart“. So düster, wie dieser Track rüberkommt, ist auch das gesamte Album – von sonniger Lebensfreude in der Karibik ist das ganze Werk so weit entfernt wie Donald Trump von Stephen Hawking. Hier dominiert (alp)traumhafte Klangästhetik, meist langsam vorgetragen und von dräuenden Soundcollagen umhüllt. Die in weiten Teilen stark verfremdete Stimme der Sängerin tut ihr Übriges dazu, dass „Fever Ray“ nicht gerade leicht verdaulich und für viele wohl auch zu sperrig rüberkommen dürfte. Wenn man sich allerdings darauf einlässt und sich auf die herbstliche Stimmung der Klangästhetik einlässt, so erwartet einen mehr als das oft auf Effekte ausgelegte elektronische Gespiele vieler Mainstream-Bands.

Tief unter die Haut gehen dann Songs wie „Dry and Dusty“, entfalten insbesondere mit Kopfhörer gehört eine hypnotische, faszinierende Wirkung. Ein wenig aus der getragenen, dunklen Atmosphäre heraus fallen „Seven“ mit seiner fast schön fröhlichen, galoppartigen Rhythmik und das poppigere „Triangle Walks“ – aber dabei bleibt es dann auch. „Fever Ray“ ist für mich eines der interessantesten Elektronik- Alben der 2000er-Jahre – ob es auch eines der besten ist, muss man selbst entscheiden. Leider ist die Pressung der (bisher nur in einer einzigen Auflage erschienenen Platte) nicht überragend, aber durchaus okay.
A1 If I Had a HeartA2 When I Grow UpA3 Dry and DustyA4 SevenA5 Triangle Walks
B1 Concrete WallsB2 Now‘s the Only Time I KnowB3 I‘m Not DoneB4 Keep the Streets Empty for MeB5 Coconut
Anzahl der Platten: 1Format: 12"Label: Rabid Records
Bestellnr./Katalognr.: RABIDT039Recorded by: Christoffer Berg, Fever Ray, Van Rivers & The Subliminal Kid


Mastered by: Henrik JonssonArtwork: Martin AnderPressqualität (0–10): 8
Fazit
Dunkel, hypnotisch, faszinierend. Elektronik mit Seltenheitscharakter.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Fever Ray - Fever Ray (Rabid Records)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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