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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Callisto Noir (Svart Records)


Callisto Noir

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„Sludgy Post Metal“ ist vielleicht so ziemlich die dämlichste Genrebezeichung, die ich seit Längerem gegeben habe – und doch stimmt es, irgendwie. Oder doch eher Drone? Egal. Bands wie Isis, Cult of Luna und Pelican bringen zwar jeweils eigene Flavours mit sich, konstituieren jedoch zusammen mit einigen anderen ein seit Ende der 2000er-Jahre ständig wachsendes Genre, egal, wie man es nennen mag. Callisto könnte man als eine Verschmelzung der drei vorgenannten Bands bezeichnen – und doch bringen sie auch eigene Einflüsse, vornehmlich jazziger Art, mit, und sind sicher weniger „Sludgy“ als die vorgenannten. Callistos zweites Album könnte man auch als eine musikalische Brücke vom ersten, eher atmosphärisch geprägten Opus „True Nature Unfolds“ und den späteren, stärker postmetallisch geprägten Werken bezeichnen. Die Gitarren frönen meist einer eigenwilligen Kombination aus jazzigen und melodischen Licks, dissonanten Akkorden und druckvollen Power-Chords, immer zusammengehalten von einem Melodiebogen, der es schaffen sollte, Hörer aus so ziemlich allen benachbarten Musikstilen zumindest neugierig zu machen. Jeder Song auf dem Album ist ein kleines Epos, das im Laufe eines Tracks immer weiter entwickelt und gekonnt mit der Laut/leise-Dynamik spielt, indem es die genretypische Erwartungshaltung ein ums andere mal durchbricht und sich eben nicht dem stupiden A/B-Wechsel verpflichtet fühlt.

Bestes Beispiel ist der abschließende Track „Woven Hands“, der mit sanften Worten und einem 50er-B-Movie-Vibe beginnt, sich über eine softe Melodie von Gitarren und Bass in einen Stimmungswechsel hin zu immer hektischeren Sounds bewegt, bis die verzerrten Gitarren mit der Wucht einer Planierraupe einsetzen. Schwerer und schwerer wirkt die Verringerung der Geschwindigkeit, und so plötzlich wie die Schwere einer umfassenden Entspannung weicht, endet das Lied und verschwindet ins Nichts.

Callisto

Noir

A1 WormwoodA2 Latterday SaintsA3 The Fugitive
B1 BlackwoodsB2 A Close EncounterB3 Pathos
C1 Folkslave
D1 Coming Aeons
VÖ-Datum: 16.6.2012Anzahl der Platten: 2Format: 12"Label: Svart RecordsBestellnr./Katalognr.: SVR046Recorded by: Jonas Olsson at Noisecamp Studios, Karivox, Studio Erakko

Mastered by: Svante Forsbäck at ChartmakersMixed by: Andrew Schneider at Translator Audio and Fascination Street Studios

Specials: Silbernes Vinyl, GatefoldPressqualität (0–10): 7

Fazit

Dieses Album ist vielleichtnicht perfekt, weil es doch die ein oder andere Länge aufweist, aber es ist es ein verdammt gutes Stück Sludgy Drony Post Metal.
Callisto Noir (Svart Records)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Datum 01.11.2018, 12:02 Uhr