Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Star Wars: The Force Awakens (Walt Disney Records)


John Williams - Star Wars: The Force Awakens

Schallplatte Star Wars: The Force Awakens (Walt Disney Records) im Test, Bild 1
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Natürlich gehört zu einem guten Film unabdingbar ein exzellenter Soundtrack, und der Australier John Williams hat zu allen Teilen der Star-Wars- Saga Kompositionen beigesteuert, die dem epischen Charakter der großen Geschichte vollumfänglich gerecht werden. Aber machen wir uns nichts  vor: Die Ankündigung, dass es zum siebten Teil der Reihe eine Soundtrack-Doppel-LP geben soll, mit der dreidimensionale Darstellungen von Raumschiffen projiziert werden können, stellt jedwede musikalische Bedeutung des Werkes mal kurz in den Schatten. Die gute Nachricht lautet: Das  Experiment ist gelungen. Auf der zweiten und der vierten Plattenseite ist rund die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes reserviert,  den   Millenium Falcon oder eine Tie Fighter auferstehen zu lassen, indem man ein möglichst gerichtetes Licht senkrecht von oben auf die Scheibe strah- len lässt – und schon beginnen Drahtmodelle der ikonischen Raumschiffe dreidimensional zu rotieren.

Schallplatte Star Wars: The Force Awakens (Walt Disney Records) im Test, Bild 2
Der  Prozess  dazu  ist  reine  Handarbeit  und  stammt  vom  Hologrammkünstler  Tristan  Duke,  der  schon  für  eine  ähnliche  Spielerei  auf  einem   Jack-White-Album sorgte. Sehr hübsch, der Preis von aktuell 40 Euro für dieses sehr besondere Doppelalbum ist sicherlich nicht völlig übertrieben. Musikalisch hat der mittlerweile 83-jährige begnadete Gitarrist Williams wieder ganz großes Kino der alten Schule geschaffen. Das ist so weit weg  von der heutzutage üblichen Krach-Bumm-Unterlage für die Handlung, dass es eine Wohltat ist. Williams komponiert eine echte Dramaturgie,  arbeitet konsequent mit den Mitteln eines großen Orchesters, arbeitet aber vor allem mit Melodie, ohne sich auf die schiere mögliche Wucht zu  verlassen. Natürlich ist das klassische Star-Wars-Thema immer noch das größtmögliche und gewaltigste an dieser Stelle mögliche Stück Musik und  fehlt hier ebenso wenig wie in den vorangegangenen Teilen der Saga. Die Auflösung findet dieses Mal nahtlos im zu Beginn ungleich ruhigeren „The  Attack  on  the  Jakku  Village“  statt,  dessen  sich  langsam  steigernde  Dramatik  von  massivem Streichereinsatz geprägt ist. Erstmals spielt Williams seine Arbeit nicht mit dem  London Symphony Orchestra ein, sondern mit Studiomusikern in den Vereinigten Staaten.  Klanglich ist das eine blitzblanke Angelegenheit, die der Dramatik den nötigen Halt bietet,  erfreulich dynamisch und transparent produziert ist, was die beiden makellosen Platten  auch bestens transportieren. Als Zubehör gibt´s ein schönes Booklet, mehr steckt nicht im  Doppel-Klappcover – na gut, die Bedienungsanleitung für die Hologramme.

Fazit

Große Musik für einen ziemlich großen Film mit tollem „Spezialeffekt“
Star Wars: The Force Awakens (Walt Disney Records)

04/2017 - Holger Barske

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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 04.04.2017, 12:02 Uhr
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