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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Wes Montgomery - So Much Guitar! (WaxTime)
Wes Montgomery - So Much Guitar!
Ob es die bei Zahnärzten heute so beliebte Daumen-Versicherung damals auch schon gab, ist mir leider nicht bekannt, Wes Montgomery wäre jedenfalls gut beraten gewesen, eine Police abzuschließen, denn es sind Zitate seiner Musiker-Kollegen überliefert, die ihre Bewunderung für seine Spieltechnik neidvoll mit „ich versuchte seinen Daumen in einer Wagentür einzuklemmen“ zum Ausdruck brachten. In der Tat gewinnt der Gitarren-Sound durch den Einsatz des Daumens anstatt eines Plektrons deutlich an Wärme und Ausdruckskraft, was auf dem Titel „While We‘re Young“ – das einzige Solo-Stück des Albums – am besten wahrzunehmen ist. Auf den weiteren sieben Aufnahmen stehen ihm Hank Jones (Piano), Ron Carter (Bass), Lex Humphries (Drums) und Ray Barretto (Conga Drums) zur Seite, halten dabei jedoch immer Distanz zum Hauptdarsteller, dessen sanftes Gitarrenspiel deutlich im Vordergrund steht und dabei eine heimelige Stimmung erzeugt, die das Eis im Kühlfach zum Auftauen bringt. Dabei startet das Album mit „Twisted Blues“ und „Cotton Tail“ zunächst in rasantem Tempo, ab dem dritten Stück geht es dann mit angezogener Handbremse weiter, was aber den Blick auf Montgomerys eigenwillige Technik freigibt. Als Bonus gibt es einen schönen Live-Track, der wenige Tage nach der Aufnahme des Albums im Jahre 1961 entstanden ist und der Wes an der Seite seiner Brüder Buddy (Piano) und Monk (Bass) präsentiert. Die übersteuerte Soundqualität der Stücke 3 und 4 auf der A-Seite kann ich mir nur mit einem Pressfehler erklären, der hoffentlich nicht in Serie gegangen ist.
Fazit
Spieltechnik in Vollendung – mehr Wärme ist aus der E-Gitarre wohl kaum herauszuholen.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Wes Montgomery - So Much Guitar! (WaxTime)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
Mit einem Erfahrungsschatz aus 5 Jahrzehnten Symphonic Line hat Rolf Gemein längst seine Klang-Signatur gefunden
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