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Kategorie: Selbstbauprojekt

Einzeltest: Mivoc K+T Vari-Sub


So oder so

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… oder noch mal ganz anders: Mivoc hat mit dem neuen XAW 320 HC die Träume viele Selbstbauer erhört und den ultimativen Subwoofer-Treiber gebaut – wir haben ihn wegen seiner unendlichen Möglichkeiten Vari-Sub getauft

Alleinstellungsmerkmal dieses Chassis- Boliden ist seine Fähigkeit, durch fast beliebige Veränderung der bewegten Masse eine Vielzahl an gewünschten Parametersätzen zur Verfügung zu stellen. Die Spanne reicht vom recht wirkungsgradstarken Hochleistungssubwoofer mit immer noch beeindruckendem Tiefgang bis hin zum Prestige-Infraschallwandler, mit dem Grenzfrequenzen von unter 15 Hertz möglich sind – wer immer es braucht und Tonmaterial findet, auf dem diese Frequenzen gespeichert sind.

Technik


Auf den ersten Blick fällt auch ins Auge, dass Weiß offensichtlich nicht mehr die Farbe der Wahl ist. Das Membranmaterial ist gegenüber dem Vorgänger XAW 310 gleich geblieben – eine extrem stabile, dreilagige Kunstfaser mit Wabenstruktur. Dass man es auch hier ernst meint mit der Belastbarkeit, zeigt die Tatsache, dass der Konus mit der Gummisicke vernäht ist. Schwingspule und Luftspalt lassen einen maximalen linearen Hub von 22 Millimetern zu – das reicht für ordentlich Luftbewegung. Die Schwingspule auf einem Träger aus Glasfasermaterial hat einen Durchmesser von 63 Millimetern. Belüftet wird sie durch eine großzügige Polkernbohurng und die gut zu erkennenden Lüftungsgitter im Korb. Dieser ist extrem massiv aufgebaut und lässt keinerlei Befürchtungen in Sachen Stabilität aufkommen. Schön, dass man sich auch hier die Mühe gemacht und an vielen Stellen mit Chrom und Politur gearbeitet hat – man denkt schließlich auch an die Car-HiFi-Fangemeinde. Der Ferritmagnet ist natürlich für einen kräftigen Antrieb dimensioniert und hauptverantwortlich für das üppige Gewicht des massiven Chassis. Und jetzt folgt das Beste: So optimal die gesammelten Eigenschaften und die Parameter schon sind: Man hat mit dem XAW 320 HC eine Vielzahl von Chassis zur Auswahl. Und dies geht ganz einfach durch die vorgesehene Montageeinrichtung für Zusatzgewichte in der Dustcap. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Dustcap lässt sich abschrauben – darunter sitzt in der Verlängerung der Schwingspule ein Hohlzylinder, der sich im Extremfall mit bis zu 312 Gramm (!) Zusatzmasse in Form von Unterlegscheiben befüllen lässt. Damit nichts rappelt, werden diese beim Verschrauben mit kleinen Kunststoffringen in ihren Sitz gepresst – einfach, aber genial. Es gibt übrigens für Reflexgehäuse eine bis auf den Antrieb identische Passivmembran – in dieser Leistungsklasse sind extrem lange Rohre nötig, die man kaum noch im Gehäuse unterbringen kann oder man hat bei kleineren Durchmessern mit Strömungsgeräuschen zu kämpfen. Wie tief sich das Chassis abstimmen lässt, zeigen die Impedanzmessungen mit unterschiedlichen Massen – hier abgestuft mit 0/108/210/312 Gramm Zusatzmasse.

Gehäuse:


Für unsere beiden Beispielgehäuse habe ich die Membran gleich wieder beiseite gelegt – die Simulationen haben klar ausgesagt, dass der XAW 320 HC sehr gut in geschlossenen Gehäusen zurechtkommt. Und da uns diese Bauform aufgrund des schnelleren Ausschwingverhaltens eher zusagt, haben wir uns für zwei einfache Gehäuse mit 50 und 100 Litern entschieden. Im kleineren der beiden Subs arbeitet der XAW „nackt“, im größeren mit 108 Gramm Zusatzmasse. Auf eine Bauanleitung haben wir aufgrund der extrem einfachen Bauweise verzichtet, ebenso auf den Bauplan. Fürs gute Gewissen kann man die Innenwände der Subs mit Noppenschaumstoff bekleben.

Verstärkung


Mit zwei Subwoofermodulen haben wir gearbeitet – dem Mivoc-eigenen AM120 mit einer fest eingestellten Bassanhebung bei etwa 33 Hertz und dem SAM-2 von Monacor, das einen variablen Bassboost besitzt.

Messwerte


Unsere Einbauvolumina decken sich ziemlich gut mit den Herstellerangaben – für einen etwas flacher abfallenden Verlauf haben wir etwas größere Gehäuse für die jeweilige Abstimmung gewählt. Das knapp 50 Liter große Gehäuse mit dem XAW ohne Zusatzgewicht und dem AM120 ermöglicht tatsächlich schon Grenzfrequenzen in der niedrigen 30-Hertz-Region. Dass sich dabei noch über einen weiten Regelbereich ein linearer Verlauf mit möglichen Trennfrequenzen zwischen 60 und 120 Hertz zu den Satelliten ergibt, nehmen wir sehr erfreut zur Kenntnis – eine fast schon ideale Kombination. Im kleinen Gehäuse ist mit dem SAM- 2 von Monacor bei vollem Bassboost – +6 dB bei 30 Hz – eine untere Grenzfrequenz von unter 30 Hertz drin – und das ebenfalls bei einem nutzbaren Frequenzbereich bis über 100 Hertz. Hier ist der Vergleich eher akademisch – die Messdiagramme sehen sich schon sehr ähnlich. Als Fazit für das kleine Gehäuse kann man zusammenfassen, dass man für wenig mehr als 300 Euro aus einem Hause einen Treiber und ein Subwoofer-Modul bekommt, mit dem sich in einem recht kompakten Gehäuse ein herausragender Tieftonexperte bauen lässt. Die Investition in ein größeres Modul macht sich hier kaum bemerkbar. Ein bisschen anders sieht es aus mit 108 Gramm Zusatzmasse und dem großen 100-Liter-Gehäuse. Auch hier kann man sogar mit dem AM-120 noch etwas mehr Tiefgang erzielen, der eingebaute Hochpassfilter des Moduls vereitelt aber Tiefbassausflüge unter 25 Hertz. Endgültig unter die magische 20-Hertz-Marke kamen wir mit dem SAM-2 und das sogar ohne Bassanhebung, die ja bei 30 Hertz einsetzt und somit keinen oder sogar einen negativen Einfluss auf die Tieftonwiedergabe hat (siehe Diagramm Sam-2). Effektiv einsetzen kann man den Boost hier erst bei einer recht hohen Trennfrequenz – den zum Grundton hin leicht ansteigenden Schalldruck des Chassis im Gehäuse kompensiert man über die entsprechende Einstellung der Trennfrequenz. 

Hörtest


Ohne Probleme lässt sich der Mivoc Sub in ein bestehendes Lautsprecher-Setup integrieren – und wie immer staunt man, wie viel Substanz und Fundament die Musikwiedergabe noch gewinnt, auch wenn man mit den Hauptlautsprechern vorher voll zufrieden war. Der Mivoc Subwoofer macht einen druckvollen und spürbaren Bass, ohne auch nur im Mindesten zum Dröhnen zu neigen – so soll es sein. Der Test in unserem Heimkino-Testraum belegte, dass der Vari-Sub auch hier seinen Mann steht. Egal, ob in der kleinen oder der großen Variante: Konzerte in Live-Lautstärke mit unseren beiden in dieser Ausgabe getesteten Surround-Systemen oder effekthascherische Actionszenen: Der Mivoc Vari-Sub kann auch mit deutlich zu lauten Abstimmungen ordentlich ein Fass aufmachen, ohne jemals aus der Puste zu kommen.

Holzliste Material:


22-mm-MDF


Vari-Sub 50


 2x 40,0 x 40,0 cm Front, Rückwand
 2x 44,4 x 35,0 cm Seitenwände
 2x 40,0 x 35,0 cm Deckel, Boden

Vari-Sub 100


 2x 40,0 x 40,0 cm Front, Rückwand
 2x 44,4 x 70,0 cm Seitenwände
 2x 40,0 x 70,0 cm Boden, Deckel 


Zubehör pro Box


 Terminal
 Schrauben
 Kabel 2 m 2 x 1,5 qmm

Lieferant: Intertechnik


Fazit

Mit dem XAW 320 HC gibt es jetzt für jeden Selbstbauer das ultimative Subwooferchassis. Technisch ist der Treiber hochmodern und perfekt abgestimmt. Durch die variablen Abstimmungsmöglichkeiten kann man in absolut ungeahnte Tieftonregionen vordringen und einfach genau den Subwoofer bauen, den man haben möchte.

Preis: um 330 Euro

Mivoc K+T Vari-Sub


-

Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten
Chassishersteller: Mivoc 
Vertrieb: Speaker Trade, Solingen 
Konstruktion Thomas Schmidt 
Chassisparameter K+T-Messung
Funktionsprinzip: Geschlossen 
Bestückung: 1 x Mivoc XAW 320 HC / Mivoc AM120 oder Monacor SAM-2 
Nennimpedanz in Ohm: aktiv 
Kennschalldruckpegel 2,83V/1m aktiv 
Abmessungen (B / H / T in cm): 44.4/44.4/35 (70) 
Kosten pro Box (zzgl. Gehäuse): 330-500 Euro 
Technische Daten Mivoc XAW 320 HC 
Hersteller: Mivoc 
Bezugsquelle: Speaker Trade, Solingen 
Unverb. Stückpreis (in Euro) 199 
Chassisparameter K+T-Messung
Z (in Ohm):
Z 1kHz (in Ohm): 9,5 
Z 10 kHz (in Ohm): 42 
Fs (in Hz): 23.6 
Re (in Ohm): 3.27 
Rms (in Kg/s): 4,57 
Qms: 5,5 
Qes: 0,44 
Qts: 0,41 
Cms (in mm/N): 0,27 
Mms (in g): 170 
BxL (in Tm): 13,69 
Vas (in l): 98 
Le (in mH): 1,05 
Sd (in cm²): 511 
Ausstattung
Korb / Frontplatte Druckguss 
Membran Honeycomb 
Dustcap Kunststoff 
Sicke Gummi 
Schwingspulenträger k.A. 
Schwingspule (in mm) k.A. 
Xmax absolut (in mm) Ja /- 11 
Magnetsystem Ferrit 
Polkernbohrung (in mm) 50 
Sonstiges Genähte Sicke, Variable Masse 
Technische Daten Mivoc XAW 320 HC mit 108 g 
Hersteller Mivoc 
Bezugsquelle: Speaker Trade, Solingen 
Unverb. Stückpreis 199 
Chassisparameter K+T-Messung
Z (in Ohm):
Z 1 (in Ohm): 9.5 
Z 10 (in Ohm): 42 
Fs (in Hz) 19,2 
Re (in Ohm): 3.27 
Rms (in Kg/s): 6.44 
Qms 5.4 
Qes 0.55 
Qts 0.5 
Cms (in mm/N): 0.23 
Mms (in g): 289 
BxL (in Tm): 14.39 
Vas (in l): 87 
Le (in mh): 1.1 
Sd (in cm²): 511 
Ausstattung
Korb: Druckguss 
Membran Honeycomb 
Dustcap Kunststoff 
Sicke Gummi 
Schwingspulenträger k.A. 
Schwingspule (in mm): k.A. 
Xmax absolut (in mm) Ja /- 11 
Magnetsystem Ferrit 
Polkernbohrung (in mm) 50 
Sonstiges Genähte Sicke, Variable Masse 
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Datum 27.11.2012, 12:46 Uhr