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Kategorie: Signalkonverter

Einzeltest: Auralic Sirius G2.1


Upsampling-Prozessor Auralic Sirius G2.1

Signalkonverter Auralic Sirius G2.1 im Test, Bild 1
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Bei der Performance eines DACs hängt viel vom eingehenden Signal ab. Auralic möchte mit dem Sirius G2.1 nun eine Möglichkeit bieten, sich ein wenig von dieser Abhängigkeit zu lösen.

Zwei Jahre sind eigentlich keine lange Zeit, doch für die Maßstäbe die man bei Auralic setzen kann, erscheinen sie beinahe als Ewigkeit. So viel Zeit lang nämlich zwischen der Enthüllung des Sirius G2.1 in München und dem Verkaufsstart des Signalprozessors im Frühjahr 2021. Das verwundert ein wenig, denn der chinesische Hersteller ist üblicherweise in der Lage, Dinge recht schnell umzusetzen. Dadurch das Hard- und Software- Entwicklung im eigenen Haus stattfinden, ist Auralic in der Lage deutlich zügiger zu reagieren als andere Firmen. Neben den externen Faktoren im Jahr 2020, die zu der Verzögerung führten, ist aber sicher auch die Produktkategorie des Sirius entscheidend.

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Anders als die Streamer und DACs der Firma, die grundlegend für eine moderne Anlage sind, handelt es sich beim neuen Sirius um ein optionales Gerät, das Leute ansprechen soll, die aus ihrem Setup den bestmöglichen Klang herausholen wollen. Damit dies auch bei hochwertigen Komponenten funktioniert, betrieben die Entwickler einen enormen Aufwand. Als Teil der G2.1 Serie übernimmt auch der Sirius das bekannte Design, das man schon von Auralic Aries und Vega kennt. Vorne rahmen die beiden gewölbten Wangen des Gerätes ein Vier-Zoll-Farbdisplay ein. Die Power- Taste folgt dabei elegant der Rundung, während der große Drehregler an der rechten Seite mit gutem Druckpunkt und angenehmem Lauf, für die Navigation durch die verschiedenen Menüs des Sirius genutzt wird. Die Materialqualität des dunklen Aluminiumgehäuses, ebenso wie die Verarbeitung sind auf absolutem Top-Niveau. Die Oberseite des Sirius ragt etwa einen Zentimeter über das hintere Ende hinaus, um die Anschlüsse ein wenig zu verdecken, um so für einen aufgeräumten Look im Rack zu sorgen. Vielleicht eine Kleinigkeit, aber eben auch genau die Feinheiten, die ein High End System besonders machen. Weniger offensichtlich sind andere Neuheiten des G2.1 Chassis. Die eigentliche Elektronik des Sirius ist nun in einem separaten Gehäuse aus Kupfer untergebracht, das zusätzlich vor Störeinflüssen schützen soll. Auch die Gerätefüße wurden neu konzipiert und bieten nun dank einer Federlagerung eine noch bessere Entkopplung vom Untergrund. Zusammen mit einer galvanischen Trennung der Komponenten, der aufwändigen Stromversorgung und dem Reclocking des Sirius, soll das Signalrauschen laut Hersteller um 80 Prozent minimiert werden. Dabei ist es bemerkenswert, das Auralic diese Verbesserungen nicht nur Besitzern seiner eigenen Systeme zur Verfügung stellen möchte, sondern den Sirius mit jeder digitalen Quelle kompatibel macht. Dafür bietet der Prozessor alle beliebten Eingangsarten, von AES/EBU, über optische und koaxiale S/PIDF-Varainten, bis hin zur USB. Dazu gibt es dann die passenden Ausgänge, so dass der Sirius G2.1 einfach zwischen Quellgerät und den verwendeten DAC geschaltet werden kann. Für Nutzer weiterer Geräte der 2.1 Serie gibt es zusätzlich den proprietären L-Link-Anschluss, in Form zweier HDMI-Buchsen, die noch einmal besonders schnelle und saubere Signalübertragung bieten. Zusammen mit USB ist L-Link außerdem in der Lage, die höchsten Datenraten zu verarbeiten. So kann der Sirius hier Signale mit bis zu 384 kHz bei 32 Bit und DSD512 entgegennehmen, während die anderen Anschlüsse, inklusive dem optischen, mit bis zu 192 kHz bei 24 Bit und DSD64 arbeiten können. Die Ausgänge nutzen die gleichen Werte, doch Zweck des Sirius ist es ja, den genutzten Wandler in seinem optimalen Arbeitsbereich zu verwenden. Je nach Technologie oder Chip besitzen hochwertige DACs einen bestimmten Sweet Spot, bei dem die Wiedergabe am besten klingt. Bei manchen Geräten kann das 96 kHz sein, während ein anderes vielleicht mit DSD128 am besten klar kommt. Der Sirius erlaubt es dem Nutzer, die gewünschte Samplingrate frei zu wählen, um so stets ein optimales Ergebnis zu bekommen. Dafür nutzt Auralic eine doppelte Prozessorplattform, bestehend aus dem bekannten Tesla G1 und dem für den Sirius entworfenen Proteus G2. Die beiden Prozessoren teilen sich hier die Arbeit. So regelt die Tesla Plattform, die man aus Aries und Vega kennt, die Hardwaresteuerung, während die neue Proteus Plattform sich um die Signale kümmert. Hier wird das vom Nutzer gewünschte Ausgangssignal errechnet, wobei im Sirius gleich drei Clocks für das so kritische Timing zum Einsatz kommen. Die erste Femtoclock taktet das eigentliche Signalprocessing. Eine weitere regelt die Taktung direkt an den Ausgängen und die dritte ist ausschließlich für die besonders anfälligen USB-Anschlüsse verantwortlich. Viel Aufwand also, um sicherzustellen, das die Signale den Wandler so optimal wie möglich erreichen. Neben dem Up- beziehungsweise Umsamplen der Signale bietet der Sirius aber noch einige andere Möglichkeiten zur Klangverbesserung. Vier unterschiedliche Filter können bei der Verarbeitung angewandt werden. Ein besonders präzises, ein dynamisch ausgelegtes, ein ausgewogenes oder ein eher weiches Filter stehen zur Auswahl. Noch mehr Anpassung an den eigenen Hörgeschmack, die Lautsprecher oder auch akustische Probleme des Raumes, ist mit dem EQ-Menü des Sirius möglich. Ein parametrischer Acht-Band-Equalizer kann hier frei eingestellt werden und letztlich lässt sich durch das Lautsprechermenü auch die Positionierung der Schallwandler in die Erstellung des Signals einbeziehen. Besonders die Bedienung des Equalizers ist jedoch am Gerät recht mühselig. Das Auswählen der gewünschten Parameter mit Hilfe des Drehreglers führt zu viel hin- und her und dem häufigen Wechseln der Bildschirmanzeige. Wünschenswert wäre hier vielleicht eine Einstellung über Auralics Lightning DS App, die momentan leider nicht mit dem Sirius kompatibel ist. Ein Ethernet Anschluss ist am Gerät zwar vorhanden, aber ausschließlich für Firmwareupdates vorgesehen. Trotzdem bietet der Sirius mit seinen verschiedenen Funktionen einige tolle Möglichkeiten, die eigene Anlage weitreichend zu verbessern. Was der Prozessor damit nämlich zu leisten vermag ist wirklich beeindruckend. Per USB zwischen unseren Aries G1 und einen Bryston BDA-3 geschaltet, war der Sirius in wenigen Momenten einsatzbereit. Eingestellt auf ein natives DSD256 Ausgangssignal belohnte der DAC die gute Vorarbeit mit merklich besserem Sound. Das Signal wirkte enorm sauber und Hintergründe wirkten absolut dunkel. Die Musik gewann mehr Kontrast hinzu und alle Komponenten wirkten deutlich plastischer. Die Bühne gewann an Tiefe hinzu und auch die Ortung wurde durch das optimierte Signal einfacher. Selbst bei bereits hoch aufgelöstem Quellmaterial waren die Veränderungen bemerkbar. Die feinen Bläser des Hof Ensemble traten sachte aus der Dunkelheit hervor und boten wunderbar filigrane Details. Bei mäßig abgemischten CD-Rips begann der Sirius aber wirklich zu zaubern. Stark dynamisch komprimierte Alben gewannen unheimlich an Leben hinzu. Die Musik wirkte entzerrt, die Bühne groß und Gitarren und Drums boten knackigen Punch wo zuvor alles eher mit angezogener Handbremse agierte. Wirklich bemerkbar machen sich die Veränderungen besonders, wenn man den Prozessor wieder aus der Kette nimmt. Wie bei einem Ballon, der schon ein wenig Luft verloren hat, wirkte die Musik anschließend deutlich eingeschrumpft und verlor merklich an Körper. Es ist also überall noch Raum nach oben und Auralic hat mit dem Sirius ein Werkzeug geschaffen, das scheinbar mit Leichtigkeit noch einiges an Performance aus dem Signal herauskitzeln kann. Dank ausgefeilter Technik und viel Rechenpower können auch hochwertige Komponenten von einer guten Vorarbeit profitieren.

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Preis: um 6700 Euro

Signalkonverter

Auralic Sirius G2.1


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audionext, Essen 
Telefon 0201 5073950 
Internet www.audionext.de 
Technische Daten
Maße Gerät (B x H x T) 340 x 96 x 320 mm 
Eingänge 1 x USB-B 1 x AES/EBU 1 x S/PDIF koaxial, 1 x Toslink optisch 1 x HDMI L-Link 
Unterstützte Abtastraten PCM bis 384 kHz, 32 Bit; DSD bis DSD512, 22,4 MHz, 1 Bit 
Ausgänge 2 x USB-A 1 x AES/EBU 1 x S/PDIF koaxial 1 x Toslink optisch 1 x HDMI L-Link 
Kommentar Der Auralic Sirius G2.1 bietet die Möglichkeit, digitale Komponenten endlich vollständig auszureizen. Jeder hochwertige DAC kann vom ausgezeichneten Signalprocessing profi tieren, so dass man den Sirius in seiner Anlage schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte. 
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